Bachelorarbeit, 2019
35 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLAGEN
3. AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND UND ÜBERBLICK
4. DIE ENTDECKUNG DES IKEA-EFFEKTES
5. EMPIRISCHE STUDIE
5.1 VORSTELLUNG DER HYPOTHESEN
5.2 METHODISCHES VORGEHEN
5.3 DURCHFÜHRUNG DES EXPERIMENTS
5.4 ERGEBNISSE DES EXPERIMENTS
5.5 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
5.6 IMPLIKATIONEN DER STUDIE
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Diese Arbeit untersucht den sogenannten IKEA-Effekt, bei dem die eigene Beteiligung am Herstellungsprozess eines Produkts dessen subjektive Wertschätzung erhöht. Das primäre Ziel ist die Replikation dieses Effekts im Rahmen eines Experiments sowie die Analyse des Einflusses des Persönlichkeitsmerkmals „Kreativität“ auf diese Wertsteigerung.
Die Theorie der kognitiven Dissonanz
Worauf basiert die Verbindung zwischen dem eigenen Beitrag und der erhöhten Wertschätzung? Einen Hinweis dafür liefert eine Studie, in der die befragten Personen ihren Job als eine ihrer unangenehmsten Aktivitäten, gleichzeitig aber auch als die lohnendsten bezeichnen (vgl. White und Dolan 2009). Dieser Zusammenhang zwischen unangenehmen und anstrengenden Tätigkeiten, aber auch gleichzeitig belohnender Eigenschaft, ist in der Forschung unter dem Begriff „effort justification“ bekannt. Die Idee entstammt aus der sozialpsychologischen Theorie der kognitiven Dissonanz.
Die Theorie der kognitiven Dissonanz erklärt Veränderung in der Einstellung bzw. der Überzeugung des Menschen als ein Ergebnis des Versuches, Konflikte (Dissonanz) der Kognition zu reduzieren oder zu vermeiden (vgl. Festinger 1957). Kognition wird hierbei definiert als Kenntnis, Meinung oder Überzeugung von der Umwelt, von sich selbst oder dem eigenen Verhalten. Kognitive Dissonanz kann nach Festinger immer dann auftreten, wenn man eine Entscheidung getroffen hat, die Alternativen aber ebenfalls attraktiv waren, oder sich die Entscheidung als Fehlentscheidung entpuppt. Ebenso kann eine kognitive Dissonanz entstehen, wenn der Person bewusst wird, dass eine Sache unangenehmer oder anstrengender als erwartet wird.
1. EINLEITUNG: Einführung in den IKEA-Effekt als Phänomen der erhöhten Wertschätzung selbstgebauter Produkte und Vorstellung der zwei zentralen Forschungsfragen.
2. GRUNDLAGEN: Erläuterung der theoretischen Basis, insbesondere der Theorie der kognitiven Dissonanz, „effort justification“ und des Konzepts der Selbstwirksamkeit.
3. AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND UND ÜBERBLICK: Zusammenstellung der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Studien zum IKEA-Effekt und dessen Einflussfaktoren.
4. DIE ENTDECKUNG DES IKEA-EFFEKTES: Übersicht der vier grundlegenden Experimente, die die Existenz und die Rahmenbedingungen des IKEA-Effekts belegen.
5. EMPIRISCHE STUDIE: Detaillierte Darstellung der eigenen Hypothesen, der Methodik des Experiments, der Durchführung, der statistischen Auswertung sowie der Diskussion der Ergebnisse und Implikationen.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Kernergebnisse, Bestätigung der Hypothese zur Wertsteigerung durch eigene Arbeit und Reflexion über offene Forschungsfragen.
IKEA-Effekt, Wertschätzung, Effort Justification, Kognitive Dissonanz, Selbstwirksamkeit, Zahlungsbereitschaft, DIY-Konsument, empirisches Experiment, Kreativität, Kundenbindung, Behavioral Economics, Konsumentenpsychologie, Produktgestaltung, Innovationsmanagement, Verhaltensökonomie
Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Phänomen des IKEA-Effekts, bei dem Menschen Objekten, an deren Herstellung sie selbst beteiligt waren, einen höheren subjektiven Wert beimessen.
Zentrale Themen sind die Verhaltensökonomie, die Theorie der kognitiven Dissonanz, das Konzept der Selbstwirksamkeit und die empirische Messung der Zahlungsbereitschaft von Konsumenten.
Das Ziel ist die Replikation des IKEA-Effekts durch ein eigenes Experiment sowie die Untersuchung, ob ein höheres Maß an individueller Kreativität zu einer noch stärkeren Wertschätzung des selbstgefertigten Gegenstands führt.
Es wurde eine empirische quantitative Studie mittels eines kontrollierten Experiments durchgeführt, wobei die Daten anschließend durch eine Varianzanalyse (ANOVA) und Regressionsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, eine Literaturübersicht zum Forschungsstand, die detaillierte Planung und Durchführung eines Experiments mit Schlüsselanhängern als Testobjekt sowie die anschließende statistische Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem IKEA-Effekt, Zahlungsbereitschaft, Selbstwirksamkeit, Effort Justification und Verhaltensökonomie.
Die "Builder" durften ihren Schlüsselanhänger selbst zusammenbauen, während die "Non-Builder" ein bereits fertiggestelltes Produkt bewerteten.
Nein, die zweite Hypothese, dass eine kreativere Person einen stärkeren IKEA-Effekt aufweist, konnte durch die statistische Auswertung in dieser spezifischen Stichprobe nicht bestätigt werden.
Die Studie untersuchte die Einstellung als eine mögliche Ursache für die Wertsteigerung, wobei der Fokus primär auf der aktiven Beteiligung am Montageprozess lag.
Manager können den IKEA-Effekt nutzen, um die Kundenbindung zu stärken, indem sie Kunden in den Wertschöpfungsprozess einbinden, sollten jedoch darauf achten, dass die Aufgaben nicht zu komplex werden, um negative Überbewertungen zu vermeiden.
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