Bachelorarbeit, 2017
59 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Definitionen & Erklärungen
2.1.1. Sozioökonomischer Status
2.1.2. Gesundheitliche Ungleichheit
2.1.3. Gesundheitsverhalten
2.1.4. Übergewicht und Adipositas
2.1.5. Gesunde Ernährung & Sport
2.1.6. Interventionen
2.2. Theorien und Modelle
2.2.1. Die Theorie des geplanten Verhaltens
2.2.2. Die ökologische Systemtheorie
3. Methode und Auswahl der Studien
4. Ergebnisse
4.1. Ergebnisse der untersuchten familienbasierten Interventionen
4.2. Ergebnisse der untersuchten schulbasierten Interventionen
4.3. Ergebnisse der communitybasierten Interventionen
4.4. Ergebnisse der Intervention mit kombiniertemAnsatz
5. Diskussion
5.1. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.1.1. Interpretation der familienbasierten Interventionen
5.1.2. Interpretation der schulbasierten Interventionen
5.1.3. Interpretation der communitybasierten Interventionen
5.1.4. Interpretation der Intervention mit kombiniertem Ansatz
5.1.5. Vergleich aller Ergebnisse
5.2. Kritische Betrachtung der vorliegenden Arbeit
5.3. Ausblick für die zukünftige Forschung
5.4. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht, ob familienbasierte Interventionen zur Reduzierung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Haushalten effektiver sind als schul- oder communitybasierte Programme. Basierend auf der Theorie des geplanten Verhaltens und der ökologischen Systemtheorie wird analysiert, welchen Einfluss die Einbeziehung von Erziehungsberechtigten auf den Erfolg von Maßnahmen zur Gesundheitsverhaltensänderung hat.
2.2.1. Die Theorie des geplanten Verhaltens
Die Theorie des geplanten Verhaltens (theory of planned behavior, TPB) von Icek Ajzen (1985, 1991) ist eine Theorie zur Erklärung des menschlichen Verhaltens. Sie verbindet Überzeugungen und Verhalten und ist eine Erweiterung der Theorie des überlegten Handelns (theory of reasoned action, TRA) von Ajzen und Fishbein (1980). Die Grundannahme der TPB ist, dass Verhalten, über das ein ausreichendes Maß an tatsächlicher Kontrolle besteht, eine Funktion der Verhaltensintention ist. Die Intention wird durch drei Modellkomponenten determiniert:
(1) Die Einstellung gegenüber dem Verhalten (attitude towards a behavior)
(2) Die subjektive Norm (subjective norm)
(3) Die wahrgenommene Verhaltenskontrolle (perceived behavioral control)
Die drei Komponenten werden zudem durch Überzeugungen (beliefs) beeinflusst und haben eine gegenseitige Wirkung aufeinander. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Stärke der Verhaltensintention durch die Ausprägung der drei Modellkomponenten beeinflusst wird.
1. Einleitung: Beschreibt die gesundheitliche Ungleichheit in Industrieländern und das erhöhte Adipositasrisiko bei Kindern aus einkommensschwachen Familien.
2. Theoretischer Hintergrund: Definiert zentrale Begriffe wie sozioökonomischer Status und Gesundheitsverhalten und erläutert psychologische Theorien zur Verhaltensänderung.
3. Methode und Auswahl der Studien: Detailliert die systematische Suche und Auswahl der 20 untersuchten Primärstudien mittels Datenbankrecherche.
4. Ergebnisse: Präsentiert die Resultate der verschiedenen Interventionsgruppen, unterteilt in familien-, schul-, communitybasierte und kombinierte Ansätze.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse, betrachtet die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschung.
geringes Einkommen, Kinder und Jugendliche, Gesundheitsverhalten, Übergewicht, Adipositas, Gewichtsreduktion, sozioökonomischer Status, Familienbasierte Interventionen, Schulbasierte Interventionen, Communitybasierte Interventionen, Gesundheitspsychologie, Theorie des geplanten Verhaltens, ökologische Systemtheorie.
Die Arbeit analysiert systematisch, wie Gesundheitsverhalten bei Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien durch Interventionen zur Adipositasprävention positiv verändert werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der gesundheitlichen Ungleichheit, dem Einfluss des sozioökonomischen Status und der Wirksamkeit unterschiedlicher Settings bei Adipositasprogrammen.
Ziel ist es zu klären, ob familienbasierte Interventionen, die mindestens einen Erziehungsberechtigten einbinden, signifikant effektiver bei der Gewichtsreduktion sind als reine schul- oder communitybasierte Programme.
Es handelt sich um ein systematisches Review, bei dem 20 ausgewählte quantitative, peer-reviewed Primärstudien aus dem Zeitraum 2005 bis 2017 analysiert wurden.
Neben der theoretischen Einbettung durch Modelle wie die Theorie des geplanten Verhaltens erfolgt eine detaillierte Auswertung der Studienergebnisse nach Interventionsart sowie deren Interpretation.
Wichtige Begriffe sind sozioökonomischer Status, Adipositasprävention, Gesundheitsverhalten und die Wirksamkeit familien- versus schulspezifischer Ansätze.
Die Analyse ergab kein eindeutiges Ergebnis; familienbasierte Ansätze waren zwar häufig erfolgreich, eine signifikante Überlegenheit gegenüber communitybasierten Modellen konnte jedoch nicht abschließend nachgewiesen werden.
Das Setting beeinflusst, ob das neue gesunde Verhalten dauerhaft in den Alltag integriert werden kann, wobei die Einbindung des häuslichen Umfelds als besonders kritisch für den nachhaltigen Erfolg identifiziert wurde.
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