Bachelorarbeit, 2019
36 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Einführung in die (Online-)Beratung
2.1. Beratung in der Sozialen Arbeit
2.2. Online-Beratung
2.3. Formen der Online-Beratung
2.3.1. E-Mail-Beratung
2.3.2. Foren-Beratung
2.3.3. Chat-Beratung
3. Anforderungen an Beratung in der Sozialen Arbeit
3.1. Niedrigschwelligkeit der Beratung
3.2. Autonomie der KlientInnen
3.3. Professionalität der BeraterInnen
3.4. Zusammenfassung
4. Diskussion: Online- vs. Face-to-face-Beratung
4.1. Medienvermittelte Kommunikation
4.2. Niedrigschwelligkeit der Beratung
4.2.1. Äußere Niedrigschwelligkeit
4.2.2. Innere Niedrigschwelligkeit
4.2.3. Strukturelle Niedrigschwelligkeit
4.3. Autonomie der KlientInnen
4.4. Professionalität der BeraterInnen
5. Zusammenfassung
6. Schluss
6.1. Fazit
6.2. Ausblick
6.3. Kritische Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Online-Beratung die Anforderungen an Beratung in der Sozialen Arbeit erfüllen kann, wobei insbesondere die veränderten Rahmenbedingungen durch die Digitalisierung kritisch beleuchtet werden.
2.2.Online-Beratung
Das Internet ist kein neues Phänomen, im Gegenteil, es ist seit einigen Jahren fester Bestandteil der weltweiten Kommunikation und Entwicklung. Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie von 2019 nutzen „rund 90 Prozent der [deutschen] Bevölkerung das Internet zumindest gelegentlich“ (ARD/ZDF 2019, 1). In Bezug auf die Tagesreichweite gab es einen deutlichen Anstieg zum vorherigen Jahr. Bei den 14- bis 29-Jährigen betrug diese 98 Prozent, d.h. die eindeutige Mehrheit dieser Altersgruppe gaben an, an einem normalen Tag online gewesen zu sein (ebd.).
Neue Medien und digitale Technologien ermöglichen neue Arten der Informationsübertragung, wodurch sich ebenfalls neue Formen der Kommunikation ergeben (vgl. Kühne und Hintenberger 2009, 13). Neben die sprachlich vermittelte Kommunikation sind also weitere, über „digitalisierte Medien vermittelte Formen der Kommunikation“ getreten, zusammenfassend auch „Online-Kommunikation“ genannt (Engelhardt et al. 2019, 40). Dieser kommunikative Wandel zieht, ausgehend von Beratung als einer Form von Kommunikation, konsequenterweise auch einen Wandel der Beratungspraxis nach sich (vgl. Reindl 2018, 22). Kutscher stellt fest, dass sich bereits sämtliche Themenbereiche der face-to-face-Beratung auch im Internet abbilden (vgl. Kutscher 2015, 1406). Beratung, als Kernbereich der Sozialen Arbeit, findet Eingang in diese digitale Gesellschaft in Form von Online-Beratung (vgl. Reindl 2018, 17) Professionelles Handeln Sozialer Arbeit findet damit zunehmend in einer mediatisierten und digitalisierten Gesellschaft statt (vgl. Roeske 2018, 16). Hieraus ergeben sich sowohl neue Möglichkeiten aber auch neue Herausforderungen für die Beratungslandschaft der Sozialen Arbeit (vgl. Kühne und Hintenberger 2009, 13). Nach Wenzel nutzen Menschen das Internet, nicht nur um wissensbezogene, sondern auch emotionale Fragen verschiedenster Art zu bearbeiten. Er sieht darin eine Chance „Menschen in schwierigen Situationen zu erreichen, und zwar selbst dann, wenn es um schambesetzte oder hoch emotionale Themen geht“ (Wenzel 2015, 38).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Kommunikationslandschaft durch die Digitalisierung und definiert das Ziel, die Anforderungen an die Beratung der Sozialen Arbeit auf die Online-Beratung zu übertragen.
2. Einführung in die (Online-)Beratung: Dieses Kapitel erläutert den Beratungsbegriff in der Sozialen Arbeit und gibt eine Einführung in die Online-Beratung sowie deren verschiedene Formen.
3. Anforderungen an Beratung in der Sozialen Arbeit: Hier werden zentrale Qualitätskriterien wie Niedrigschwelligkeit, Autonomie und Professionalität für die Soziale Arbeit definiert.
4. Diskussion: Online- vs. Face-to-face-Beratung: Das Kapitel diskutiert die Anwendung der erarbeiteten Anforderungen auf die Online-Beratung und vergleicht diese mit dem klassischen Face-to-face-Setting.
5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Diskussion zusammen und stellt sie den zuvor definierten Anforderungen gegenüber.
6. Schluss: Im letzten Kapitel werden ein Fazit zur Fragestellung gezogen, ein Ausblick auf die Zukunft der Online-Beratung geworfen und die Arbeit kritisch reflektiert.
Online-Beratung, Soziale Arbeit, Digitalisierung, Niedrigschwelligkeit, Autonomie, KlientInnen, Professionalität, Beratungsqualität, Face-to-face-Beratung, Kommunikation, Supervision, Datenschutz, Online-Kommunikation, Psychosoziale Beratung, Beratungspraxis
Die Arbeit befasst sich mit dem Transfer von klassischen Qualitätsanforderungen der Beratung in der Sozialen Arbeit auf den Bereich der Online-Beratung.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Niedrigschwelligkeit, der Autonomie der Klienten sowie der Professionalität des Beratungspersonals in einer digitalisierten Gesellschaft.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern Online-Beratung die etablierten Anforderungen an die Beratung in der Sozialen Arbeit erfüllen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, um bestehende Beratungsansätze auf die Online-Beratung zu übertragen.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Beratung definiert, anschließend Anforderungen abgeleitet und diese in einer Diskussion mit den Gegebenheiten der Online-Beratung verglichen.
Zentrale Begriffe sind Online-Beratung, Soziale Arbeit, Digitalisierung, Niedrigschwelligkeit, Klienten-Autonomie und die Professionalität der Berater.
Die Autorin sieht in der Anonymität einen wichtigen Faktor für die innere Niedrigschwelligkeit, warnt jedoch gleichzeitig vor möglichen Risiken für die Überprüfbarkeit der Professionalität und den Datenschutz.
Es wird als Beispiel für einen methodischen Ansatz in der webbasierten Mail-Beratung angeführt, um zu zeigen, dass sich auch für die Online-Beratung strukturierte Vorgehensweisen entwickeln.
Online-Beratung hat das Potenzial, die Anforderungen zu erfüllen, ist jedoch eine "andere" Form der Beratung und kein einfacher Ersatz für Face-to-face-Angebote.
Die Autorin reflektiert die teilweise veraltete Literatur im Kontext der sich schnell verändernden Internet-Technologien und die Herausforderung der multidisziplinären Quellenlage.
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