Bachelorarbeit, 2016
40 Seiten, Note: 1,3
1. Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
2. Forschungsergebnisse
2.1 Kinder- und Jugendliteratur
2.2 Interkulturalität in der Literatur
3. Romananalyse
3.1 Entstehungsrahmen
3.2 Die Art der Darstellung
3.2.1 Zeit
3.2.2 Modus
3.2.2.1 Distanz
3.2.2.2 Fokalisierung
3.2.3 Stimme
3.3 Handlung und erzählte Welt
3.3.1 Handlung
3.3.2 Erzählte Welt
3.3.3 Figur
3.3.3.1 Melody
3.3.3.2 Kenneth
3.3.3.3 Lukas
3.3.3.4 Der Polizist Anatolij
3.3.3.5 Kai-Hinrich Sönnichsen
3.3.3.5 Weitere Figuren
3.3.4 Raum
4. Rückblickende Schlussbetrachtung
5. Literatur
Diese Bachelorarbeit untersucht das Konzept des interkulturellen Erzählens am Beispiel von Kirsten Boies Kriminalroman „Schwarze Lügen“. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Boie durch ihre spezifische Erzählweise gesellschaftliche Strukturen thematisiert und beim Leser Empathie sowie interkulturelle Reflexionsprozesse anregt.
3.3.1 Handlung
Nach Martínez und Scheffel ist das Ereignis die kleinste und elementarste Einheit in der Handlung und kann in dynamische und statische Funktionen unterteilt werden. „Schwarze Lügen“ ist voll mit dynamischen Ereignissen in Form von Geschehnissen und Handlungen. Hierbei lassen sich exemplarisch das Bootsunglück und die Entführung von Melodys kleiner Schwester Soprano nennen.
»Da rein!«, sagte Linda. Sie fuhr eine enge Kurve, das Boot glitt direkt aufs Land zu. Ein Ferienort, eine kleine Marina. »Vielleicht kann uns irgendwer sagen…« Sie lenkte das Boot zwischen den Tonnen in die Einfahrt, dann sah sie Melody entschuldigend an. »Aber weiter sollten wir echt nicht versuchen.« Als wollte er ihre Aussage bestätigen, begann der Motor zu stottern, dann setzte er aus. »Fuck!«, rief Kenneth. »Verdammte Scheiße!« Aber sie glitten noch weiter auch ohne Motor in die Hafeneinfahrt hinein. Linda hielt das Steuerrad. »Hier!«, rief sie. »Spring, Kenneth, spring!« Sie fuhr auf einen Steg zu, das Boot schrammte seitlich daran entlang, Kenneth sprang.
Hierbei handelt es sich um ein Geschehnis, welches aus einer nicht intendierten Zustandsveränderung resultiert. Dieses Ereignis war keines Falls von einer der handelnden Personen geplant, aber bewirkt nun eine aktive Veränderung der Handlungsgeschichte.
1. Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Thematik der Interkulturalität und Definition des Untersuchungsgegenstandes Kirsten Boie.
2. Forschungsergebnisse: Überblick über relevante literaturwissenschaftliche Grundlagen zur Kinder- und Jugendliteratur und Interkulturalität.
3. Romananalyse: Detaillierte narratologische Untersuchung des Romans hinsichtlich Zeit, Modus, Stimme und Figurengestaltung.
4. Rückblickende Schlussbetrachtung: Synthese der Analyseergebnisse und Fazit zur Wirkung des Romans auf den Leser.
5. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.
Interkulturalität, Kirsten Boie, Schwarze Lügen, Kriminalroman, Kinder- und Jugendliteratur, Erzähltheorie, Empathie, Perspektivenwechsel, Figurenkonzeption, Fremdverstehen, Ethnokrimi, Literaturdidaktik, Identitätsentwicklung, Sozialkritik, Narratologie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse des Romans „Schwarze Lügen“ von Kirsten Boie unter dem Fokus des interkulturellen Erzählens.
Die zentralen Themen sind die Darstellung von Interkulturalität, die Funktion von Vorurteilen im sozialen Miteinander und die Rolle des Kriminalromans für die Entwicklung von Empathie bei jugendlichen Lesern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kirsten Boie durch narratologische Strategien – insbesondere durch häufige Perspektivenwechsel – den Leser dazu anregt, eigene und fremde Denkmuster zu reflektieren.
Die Analyse stützt sich primär auf die narratologischen Kategorien von Martínez und Scheffel, ergänzt um literaturdidaktische Ansätze zur Kinder- und Jugendliteratur.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Untersuchung des Romans nach Erzählzeit, Erzählmodus und Stimme sowie eine eingehende Charakterisierung der Figuren und ihrer Dynamik.
Die wichtigsten Begriffe sind Interkulturalität, Perspektivenwechsel, Erzähltheorie, Empathie und Identitätsbildung im jugendliterarischen Kontext.
Anatolij fungiert als dynamischer Charakter, der durch seine anfänglichen Vorurteile gegenüber Immigranten ein Beispiel für einen Lernprozess bietet und so den Appell an den Leser zur Selbstreflexion unterstützt.
Lukas repräsentiert einen statischen Charakter, durch dessen Handlungen die negativen Konsequenzen von Egozentrismus und der Ausnutzung von Stereotypen in der Gesellschaft verdeutlicht werden.
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