Examensarbeit, 2017
127 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Heterogenität
2.1 Das Phänomen Heterogenität
2.2 Vier Transformationen von Heterogenität nach Budde (2017)
2.3 Schulleistungen und Leistung als zentrale Heterogenitätskategorie im Rahmen des zielgleichen Unterrichts
3 Differenzierung als Methode um Heterogenität zu begegnen
3.1 Die Unterscheidung von äußerer und innerer Differenzierung
3.2 Homogenisierung durch äußere Differenzierung
3.3 Das Konzept der Inneren Differenzierung
3.3.1 Zieldifferente Differenzierung im schulischen Kontext
3.3.2 Modelle und Formen innerer Differenzierungsmaßnahmen
3.4 Nachteilsausgleich
3.4.1 Begriffsbestimmung und rechtliche Grundlagen
3.4.2 Nachteilsausgleich als pädagogisches Grundprinzip
3.4.3 Nachteilsausgleiche als Formen zielgleicher Differenzierung
3.4.4 Wie soll mit zieldifferenten Differenzierungsmaßnahmen umgegangen werden?
3.4.5 Gewährung eines Nachteilsausgleichs
3.4.6 Formen des Nachteilsausgleichs
4 Der Gemeinsame Unterricht als Zielperspektive für inklusiven Unterricht
4.1 Gemeinsamer Unterricht als Baustein inklusiver Bildung?
4.2 Landesübergreifende Grundsätze des Gemeinsamen Unterrichts
4.3 Gemeinsamer Unterricht in Sachsen-Anhalt
5 Methode
5.1 Stichprobe
5.2 Untersuchungsinstrument und Untersuchungsmaterial
5.3 Durchführung
5.4 Auswertungsmethode
6 Ergebnisse
6.1 Heterogenität der Lerngruppen
6.2 Grundsätzlicher Umgang mit Heterogenität
6.3 Differenzierungspraxis als Reaktion auf die Heterogenität der Lernenden
6.3.1 Allgemeine Differenzierungspraxis
6.3.2 Nachteilsausgleich
6.4 Chancen und Problematiken in der Differenzierungspraxis der Lehrenden
6.4.1 Chancen
6.4.2 Problematiken
6.4.2.1 Allgemeine Problematiken der Differenzierungspraxis
6.4.2.2 Problematiken der Nachteilsausgleichspraxis
7 Abschlussdiskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Problematiken der zielgleichen Differenzierung als Handlungspraxis von Lehrkräften im Gemeinsamen Unterricht in Sachsen-Anhalt, wobei der Nachteilsausgleich als zentrales Instrumentarium im Fokus steht.
3.3 Das Konzept der Inneren Differenzierung
Angedeutet wurde bereits, dass das Konzept der Inneren Differenzierung in den Lerngruppen greifen soll, die die äußere Differenzierung hervorbringt. Im gegenwärtigen Heterogenitätsdiskurs wird das Konzept der Inneren Differenzierung häufig der äußeren Differenzierung gegenübergestellt und als Lösungskonzept in Bezug auf den Umgang mit Heterogenität im deutschen Bildungssystem hochstilisiert. Diese Annahme ist keineswegs eine Neue, sondern steht seit den 1970er-Jahren zur Diskussion.
Miller (2011a) stellt in diesem Zusammenhang heraus: „Heute wird die innere Differenzierung eigentlich immer als die didaktisch-methodische Zauberformel für den allseits geforderten Umgang mit Heterogenität in der Schule verwandt. Die entsprechenden Differenzierungsaspekte und -möglichkeiten haben sich jedoch mit Ausnahme einiger Akzentverschiebungen nicht wesentlich verändert, weshalb durchaus auch auf die Literatur der 1970er- und 1980er-Jahre verwiesen werden kann“ (ebd., 219).
Die eingebrachten Begründungen ähneln den der 1970er-Jahre, in denen bereits das Problem der Homogenisierung von Lerngruppen festgestellt wurde, weshalb eine innere Differenzierung als Lösungskonzept gefordert wurde (vgl. Trautmann & Wischer, 166). Die Debatte um die innere Differenzierung und der damit verbundenen Hoffnung, der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler angemessen zu begegnen, scheint die Wissenschaft und Forschung seit Jahrzehnten zu beschäftigen. „Binnendifferenzierung“ wird in der Literatur in diesem Zusammenhang weitgehend synonym verwendet.
1 Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Problemstellung sowie Formulierung der übergeordneten Forschungsfrage bezüglich der zielgleichen Differenzierung.
2 Heterogenität: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Heterogenität und dessen Transformationen im Bildungssystem.
3 Differenzierung als Methode um Heterogenität zu begegnen: Detaillierte Darstellung von Differenzierungskonzepten sowie eine tiefgehende Analyse des Nachteilsausgleichs als Instrument.
4 Der Gemeinsame Unterricht als Zielperspektive für inklusiven Unterricht: Einordnung des Gemeinsamen Unterrichts in den Kontext inklusiver Bildung, unter Berücksichtigung landesübergreifender und spezifischer Vorgaben für Sachsen-Anhalt.
5 Methode: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Stichprobenwahl sowie der Datenauswertung.
6 Ergebnisse: Systematische Auswertung der Experteninterviews zu den Themen Heterogenität, Differenzierungspraxis sowie den Chancen und Problematiken.
7 Abschlussdiskussion: Zusammenführende Diskussion der Forschungsergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage.
Heterogenität, Differenzierung, Nachteilsausgleich, Inklusion, Gemeinsamer Unterricht, Leistungsheterogenität, Schulleistung, Bildungsstandards, Innere Differenzierung, Qualitative Studie, Sachsen-Anhalt, Lehrerhandeln, individuelle Förderung.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, mit denen Lehrkräfte bei der Gestaltung von zielgleichem Unterricht in heterogenen Lerngruppen konfrontiert sind.
Zentrale Themen sind das Phänomen Heterogenität, Methoden der inneren und äußeren Differenzierung sowie die Rolle und Praxis des Nachteilsausgleichs.
Das Ziel ist es, Chancen und Problematiken der zielgleichen Differenzierung als Handlungspraxis von Lehrkräften im Gemeinsamen Unterricht in Sachsen-Anhalt aufzuzeigen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign mit leitfadengestützten Experteninterviews bei vier Lehrkräften an zwei Schulen in Sachsen-Anhalt angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlegungen zu Heterogenität und Differenzierung, die Spezifizierung des Gemeinsamen Unterrichts in Sachsen-Anhalt sowie die methodische und ergebnisorientierte Analyse der geführten Interviews.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Heterogenität, Nachteilsausgleich, Differenzierung und Inklusion charakterisieren.
Der Nachteilsausgleich dient als Instrumentarium, um bei zielgleichem Unterricht trotz Leistungsheterogenität Barrierefreiheit und Chancengerechtigkeit zu gewährleisten.
Die Ergebnisse sind spezifisch auf die landesinternen Regelungen und Aktionspläne des Bundeslandes Sachsen-Anhalt bezogen und reflektieren die dortige Umsetzung der Inklusion.
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