Bachelorarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Medien bei der Etablierung des Rechtspopulismus in den USA während der Trump-Ära. Sie analysiert, inwiefern die Medien durch ihre Berichterstattung die politische Meinungsbildung der US-Amerikaner beeinflusst haben.
Die ersten Kapitel der Arbeit beschäftigen sich mit der Definition von Populismus und Rechtspopulismus und analysieren, inwiefern Donald Trump diesen Kategorien zuzuordnen ist. Daraufhin wird der Stellenwert der Pressefreiheit in den USA erläutert und die heutige Medienlandschaft mit ihren wichtigsten Akteuren beleuchtet.
Im Fokus der folgenden Kapitel steht das ambivalente Verhältnis zwischen Trump und der Presse. Die Analyse des Wahlkampfs 2016 zeigt, wie die Medien Trump zunächst unterschätzten und ihm durch Skandalisierung eine hohe Aufmerksamkeit verschafften. Anschließend wird diskutiert, inwiefern Trump und die Medien trotz öffentlicher Auseinandersetzung ein gemeinsames Ziel haben: die Aufmerksamkeit der Bevölkerung.
Weitere Kapitel befassen sich mit Trumps Strategien zur Delegitimierung der Medien und dem Einfluss von Fake News auf den öffentlichen Diskurs. Abschließend werden Trumps Kommunikationsverhalten, insbesondere seine Nutzung von Twitter, und dessen Auswirkungen auf die politische Berichterstattung analysiert.
Rechtspopulismus, Trump, Medien, Pressefreiheit, Fake News, Twitter, politische Meinungsbildung, USA, Wahlkampf, Medienlandschaft, Fox News, CNN, MSNBC, New York Times, Breitbart News.
Die Medien verschafften Trump durch die Skandalisierung seiner Aussagen enorme Sendezeit und Aufmerksamkeit, was seine politische Meinungsbildung und Popularität ungewollt förderte.
Seine Rhetorik, die gezielte Nutzung von Tabubrüchen, die Provokation des "Establishments" und die Schaffung einer breiten, identitätsbasierten Bewegung kennzeichnen ihn als Rechtspopulisten.
Trump nutzte Twitter als "digitale Pressekonferenz", um Journalisten zu umgehen, seine Botschaften direkt an die Wähler zu senden und die Agenda des Tages zu bestimmen.
Trump bezeichnete etablierte Medien oft als "Fake News" oder "Feinde des Volkes", um deren Glaubwürdigkeit zu untergraben und seine eigene Version der Wahrheit zu etablieren.
Es herrscht eine starke Polarisierung zwischen liberalen Sendern wie CNN oder MSNBC und konservativen Plattformen wie Fox News oder Breitbart, was die politische Spaltung der Gesellschaft verstärkt.
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