Bachelorarbeit, 2020
105 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Ziel, Aufbau und Methodik der Arbeit
1.2 Die Interviewpartner
2 Sponsoring
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Sponsoringarten
2.3 Das „magische Dreieck“ des Sponsorings
2.4 Sportsponsoring
2.4.1 Einzelsportlersponsoring
2.4.2 Ziele des Sponsors
2.4.3 Ziele des Gesponserten
2.5 Motorsportsponsoring
2.5.1 Sponsoringpotenzial im Motorsport
2.5.2 Ziele des Motorsportsponsorings aus Unternehmersicht
2.5.3 Auswirkungen des veränderten Mediennutzungsverhaltens
2.5.4 Beziehungssystem im Motorsportsponsoring
2.5.5 Die Sponsoren im Motorsport
2.6 Die Gewinnung von Sponsoren
2.6.1 Allgemeine Sportsponsoringerfolgsfaktoren für den Sponsor Suchenden
2.6.1.1 Marktforschung
2.6.1.2 Unternehmensauswahl
2.6.1.3 Sponsoringpakete
2.6.1.4 Sponsorenbindung
2.6.2 Im Motorsport
3 Die Rolle der Frau im Sportsponsoring
3.1 Weiblichkeit in der Gesellschaft
3.2 Frauen im Sport: Historische Entwicklung
3.3 Männer vs. Frauen im Sport und Sponsoring
3.4 Sponsoringpotenziale von Frauen im Sport
4 Die Rolle der Frau im Motorsport
4.1 Historische Entwicklung
4.1.1 Geschichte der Frau im Motorsport
4.1.2 Motorsport als Spiegel der Gesellschaft
4.1.3 Zeitliche Einordnung: Motorsport früher vs. heute
4.2 Aktuelle Gendersituation im Motorsport
4.3 Benachteiligung der Frau im Motorsport und Sponsoring
4.3.1 Das Bild der Frau im Motorsport
4.3.2 Mediale Berichterstattung
4.3.3 Entscheidungsmacht im Sponsoring: psychologische Betrachtung
4.3.4 Veraltetes Denken
4.3.5 Mythos Kraft
4.3.6 Fehlendes Zutrauen
4.3.7 Länderabhängigkeit
4.3.8 Erziehung und Förderung von Mädchen
4.3.9 Teufelskreis im Motorsport
4.4 Chancen für Frauen im Motorsport
4.4.1 Alleinstellungsmerkmal
4.4.2 Ausgeprägter Kämpfergeist von Fahrerinnen
4.4.3 Gesellschaft
4.4.4 Beispiele von Sponsoren, die Frauen unterstützen
4.4.5 Förderungsprogramme für Frauen im Motorsport
4.5 Erfolgsfaktoren bei der Sponsorenakquise im Motorsport
4.5.1 Image, Zielgruppe und Reichweite des Sportlers
4.5.2 Unternehmensauswahl und Analyse
4.5.3 Akquise
4.5.4 Sponsorenleistungen
4.5.5 Durchhaltevermögen
4.6 Allgemeine Schwierigkeiten bei der Sponsorenakquise
5 Handlungsempfehlungen
5.1 Für Frauen im Motorsport
5.2 Für Unternehmen
5.3 Für Männer im Motorsport und Führungspositionen
5.4 Für die Medien
6 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen im Motorsport zu analysieren, insbesondere in Bezug auf die Hürden bei der Sponsorenakquise. Die Forschungsfrage untersucht, welche gesellschaftlichen, historischen und psychologischen Faktoren Frauen benachteiligen, sowie welche Chancen und Erfolgsfaktoren sie nutzen können, um sich in der Motorsportbranche zu behaupten.
4.3.3 Entscheidungsmacht im Sponsoring: psychologische Betrachtung
Nicht nur die Beeinflussung der Medien spielt bei der Entscheidung über das Sponsoring einer Frau im Motorsport eine Rolle. Auch auf psychologischer Ebene gibt es Gründe für oder gegen das Sponsoring einer Rennfahrerin. Martin Huning betrachtet dabei in dem geführten Interview zunächst eine rein menschliche Ebene: „Grundsätzlich widerstrebt es dem Menschen, Frauen einer Gefahr auszusetzen und Motorsport ist gefährlich.“ (Huning 07.05.2020) Dies begründet er damit, dass geschichtlich gesehen, der Mann immer das starke Geschlecht gewesen sei. „… Gegebenenfalls ist daher ein unterlassenes Sponsoring gegenüber einer Frau der unbewusste Versuch, diese Frau keiner Gefahr auszusetzen.“ (Huning 07.05.2020)
In einem zweiten Schritt analysiert Martin Huning die verschiedenen Situationen, in denen eine Führungskraft über das Sponsoring eines Motorsportlers entscheidet. Dabei ergeben sich je nach Geschlecht verschiedene Ergebnisse. Betriebswirtschaftliche Aspekte werden hier vernachlässigt. (Vgl. Abbildung 23):
Fall 1 (Männliche Führungskraft): Huning meint, „zwischen einem männlichen Entscheider und einem jungen männlichen Sportler entsteht relativ leicht eine väterliche Beziehung.“ (Huning 07.05.2020) Zudem fände er sich womöglich selbst in diesem Mann wieder. Die Chance für eine Förderung sei somit sehr wahrscheinlich. (Huning 07.05.2020)
In einer zweiten Situation entscheidet der männliche Entscheider über das Sponsoring einer Frau im Rennsport. Hier aktiviere sich der Beschützerinstinkt und zusätzlich könne er sich nicht mit der Frau in der gleichen Weise identifizieren, wie mit dem jungen Mann. Ein Sponsoring sei eher unwahrscheinlich. (Huning 07.05.2020)
Fall 2 (Weibliche Führungskraft): Nun ist eine Frau in der Entscheidungsposition. Diese habe gegenüber einer weiblichen Rennfahrerin auch einen Beschützerinstinkt, jedoch falle „… der sehr sichere Aspekt des väterlichen Förderers weg.“ (Huning 07.05.2020) Da die meisten Frauen in Führungspositionen sehr dominant seien und sich in der Männerwelt nach oben gearbeitet hätten, könne es sein, dass diese Frauen „…sehr gern eine weibliche Sportlerin fördern, damit diese es ihr selbst gleichtut und den männlichen Rennfahrern die Stirn bietet. In diesem Fall ist ein Sponsoring sicher.“ (Huning 07.05.2020)
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Forschungsziel, die methodische Vorgehensweise durch Experteninterviews und stellt die relevanten Akteure des Motorsports vor.
2 Sponsoring: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Sponsorings, differenziert es von Spenden und Mäzenatentum und erläutert die Mechanismen sowie Ziele im Motorsport-Kontext.
3 Die Rolle der Frau im Sportsponsoring: Hier wird die historische und gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen analysiert, die den Grundstein für die heutige Situation im Sport und Sponsoring legt.
4 Die Rolle der Frau im Motorsport: Dieses Kernkapitel untersucht die spezifische Historie von Frauen im Rennsport, analysiert die aktuellen Benachteiligungen und identifiziert reale Chancen für weibliche Karrieren.
5 Handlungsempfehlungen: Es werden konkrete Strategien für Frauen, Unternehmen, Männer in Führungspositionen und Medien abgeleitet, um bestehende Barrieren abzubauen.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz bestehender Diskriminierung eine gesellschaftliche Reife für Frauen im Motorsport vorhanden ist, sofern der Teufelskreis durch gezielte Förderung und veränderte Medienwahrnehmung durchbrochen wird.
Motorsport, Sponsoring, Rennfahrerin, Geschlechtergerechtigkeit, Sponsorenakquise, Teufelskreis, Sportmarketing, Frauenförderung, Medienpräsenz, Reichweite, Karriere, Unternehmenssponsoring, Rollenbilder, Gleichberechtigung, Zielgruppenanalyse
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen für Frauen im Motorsport sowie deren schwierige Position bei der Sponsorensuche im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Frau im Motorsport, den psychologischen Faktoren bei Sponsoringentscheidungen, dem Einfluss der Medien und dem Potenzial der weiblichen Zielgruppe für Sponsoren.
Das Ziel ist es, Gründe für die Unterrepräsentation von Frauen im Motorsport herauszuarbeiten und Erfolgsfaktoren für Rennfahrerinnen bei der Sponsorenakquise zu identifizieren.
Die Autorin nutzt eine qualitative Methode, basierend auf Literaturrecherche und Experteninterviews mit Branchenvertretern wie Fahrern, Sponsorenverantwortlichen und Agenturinhabern.
Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, das Rollenbild der Frau in der Gesellschaft, psychologische Hürden in Führungspositionen sowie konkrete Chancen durch Alleinstellungsmerkmale und Förderungsprogramme.
Wichtige Begriffe sind Sponsoring, Motorsport, Gender-Aspekte, Sponsorenakquise, Teufelskreis und Gleichstellung.
Die Sponsorenakquise ist aufgrund steigender Kosten und der hohen Professionalisierung komplexer geworden, wobei Faktoren wie Social Media, Image und persönliche Netzwerke heute eine zentralere Rolle spielen als früher.
Da die Medien Frauen oft auf ihr Äußeres reduzieren und nicht auf ihre sportliche Leistung, entsteht ein falsches Bild, das Sponsoren verunsichert und ihre Bereitschaft senkt, in diese "riskanten" Sponsoring-Investitionen zu gehen.
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