Masterarbeit, 2020
71 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial
2.1 Definition
2.2 Der unbereinigte Gender Pay Gap
2.3 Der bereinigte Gender Pay Gap
3. Aktuelle Kennzahlen
3.1 Datengrundlage
3.2 Betrachtung aktueller Daten
3.2.1 Unbereinigter Gender Pay Gap
3.2.2 Bereinigter Gender Pay Gap
4. Einflussfaktoren und mögliche Ursachen
4.1 Segregation
4.1.1 Horizontale Segregation
4.1.2 Vertikale Segregation
4.2. Erwerbsunterbrechungen
4.3. Beschäftigungsumfang
4.4. Wettbewerbsverhalten (unbereinigter)
4.5. Unterschiedliches Verhandlungsverhalten (bereinigter)
5. Wirtschaftliche Auswirkungen
5.1 Auswirkung auf die Gesamtwirtschaft
5.2 Altersarmut
5.3 Einflüsse auf das Humankapital
5.4 Unternehmensproduktivität
6. Ansätze für die Zukunft
6.1 Lohntransparenz
6.2 Erwerbsunterbrechungen
6.3 Segregation
6.4 Allgemeine Änderung der Arbeitsstrukturen
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen des geschlechtsspezifischen Lohndifferenzials, analysiert dessen wirtschaftliche Konsequenzen und leitet Maßnahmen zu dessen langfristigem Abbau ab.
1. Einleitung
Seit 1957 ist das Recht auf gleiche Bezahlung unabhängig vom Geschlecht in den Europäischen Verträgen festgelegt. „Jeder Mitgliedstaat wird während der ersten Stufe den Grundsatz des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher Arbeit anwenden und in der Folge beibehalten.“(Art. 119 Abs. 1, EWG-Vertrag, 1957/58) Bis heute ist dieser Grundsatz gleich geblieben. Aktuell ist er in Artikel 157 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) zu finden. Obwohl die Diskriminierung in Berufen in vielen Ländern, so auch in Deutschland, gesetzlich verboten ist, gab es in der Vergangenheit immer wieder Meldungen darüber. Ein bekanntes Beispiel in der Literatur ist eine im Jahr 2000 durchgeführte Studie. In dieser Studie wurden die Auswirkungen von Blindanhörungen1 bei Orchesterbewerbungen mehrerer Symphonieorchester untersucht. Bei dieser Art der Anhörung besteht kein Sichtkontakt zwischen dem Bewerber und der Jury, wodurch jegliche optische Beeinflussung verhindert werden und der Fokus nur auf den musikalischen Qualitäten der Bewerber liegen soll.
Ein Ergebnis dieser Studie war, dass der Frauenanteil der untersuchten Orchester, die Blindanhörungen verwendeten um rund 25 Prozentpunkte höher war, als in denen, die auf Blindanhörungen verzichteten. Außerdem konnte durch die Blindanhörungen ein Großteil der seit 1970 angestiegenen Frauenquote in Orchestern erklärt werden (Vgl. Goldin & Rouse, 2000, p. 21 ff.). Zwar ist diese Studie nicht mehr unbedingt Zeitgemäß, so zeigt sie dennoch deutlich, wie Diskriminierung bewusst oder unterbewusst stattfinden und ein optimales Ergebnis verhindern kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Gleichbehandlungsgrundsatzes und verdeutlicht anhand von Studienbeispielen, wie Diskriminierung auch heute noch Chancengleichheit in der Berufswelt behindern kann.
2. Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Gender Pay Gaps dargelegt, insbesondere die Differenzierung zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Indikator sowie deren Berechnungsmethoden.
3. Aktuelle Kennzahlen: Das Kapitel analysiert die Datenbasis für Gender Pay Gap-Untersuchungen und betrachtet die aktuelle Situation in Deutschland und Europa anhand empirischer Kennzahlen.
4. Einflussfaktoren und mögliche Ursachen: Dieser Hauptteil untersucht detailliert die verschiedenen Ursachen für Lohnunterschiede, wie horizontale und vertikale Segregation, Erwerbsunterbrechungen sowie unterschiedliche Verhaltensweisen im Wettbewerb und bei Lohnverhandlungen.
5. Wirtschaftliche Auswirkungen: Hier wird der Einfluss des Lohndifferenzials auf die Gesamtwirtschaft, die Altersarmut, das Humankapital und die Produktivität von Unternehmen analysiert.
6. Ansätze für die Zukunft: Das Kapitel diskutiert konkrete Maßnahmen wie Lohntransparenz, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Strukturänderungen, um das Lohndifferenzial langfristig abzubauen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die eingangs aufgestellten Forschungsfragen zu Ursachen, Auswirkungen und Lösungsstrategien.
Gender Pay Gap, Lohndifferenzial, Erwerbsunterbrechung, Segregation, Humankapital, statistische Diskriminierung, Lohntransparenz, Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit, Altersarmut, Gehaltsverhandlungen, Beschäftigungsumfang, Wettbewerbsverhalten, Gleichstellung.
Die Arbeit analysiert die Ursachen des geschlechtsspezifischen Lohndifferenzials, beleuchtet dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft und bewertet mögliche Strategien zu dessen Reduzierung.
Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab, von ökonomischen Theorien über statistische Datenanalysen bis hin zu soziologischen Aspekten wie Rollenbildern und Arbeitsmarktstrukturen.
Das Ziel ist es zu ergründen, warum Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen, welche Folgen dies für die Gesamtwirtschaft hat und wie diese Lücke effektiv verringert werden kann.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und die Auswertung offizieller Statistiken, um Modelle wie die Regressionsanalyse und Dekompositionsverfahren zu erläutern.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Identifikation von Einflussfaktoren wie Segregation am Arbeitsmarkt, die Folgen von Erwerbsunterbrechungen durch familiäre Aufgaben und geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede bei Verhandlungen.
Wesentliche Begriffe sind Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, statistische Diskriminierung, horizontale/vertikale Segregation und der Gender Care Gap.
Die Arbeit zeigt auf, dass Kinderbetreuung oft zu längeren Erwerbsunterbrechungen bei Frauen führt, was sowohl das Humankapital verringert als auch den Wiedereinstieg erschwert und somit maßgeblich zur Lohnlücke beiträgt.
Die Konstante bildet den unerklärten Teil des Lohnunterschieds ab, darf jedoch nicht isoliert als reines Diskriminierungsmaß interpretiert werden, da sie auch andere, nicht erfasste Einflussfaktoren enthalten kann.
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