Bachelorarbeit, 2018
34 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Aktualität des Klimawandels
2.1 Definition
2.2 Ursachen
2.2.1 Der Treibhauseffekt
2.2.2 Anthropogene Ursachen
2.2.3 Natürliche Ursachen
2.3 Aktuelle und zukünftige Folgen
2.3.1 Anstieg des Meeresspiegels
2.3.2 Extremwetterereignisse
2.4 Zwischenfazit
3 Eine zukunftsethische Verantwortungstheorie
3.1 Verantwortung
3.1.1 Differenzierung des Begriffs „Verantwortung“
3.1.2 Verantwortung für zukünftige Generationen
4 Hans Jonas – Das Prinzip Verantwortung
4.1 Problemkonstrukt – Veränderung der Ethik durch die Möglichkeiten der Technik
4.2 Jonas grundlegender Imperativ
4.3 Heuristik der Furcht als Handlungsgrundlage
4.4 Pflicht zur Zukunft
4.5 Theorie der Verantwortung
4.5.1 Verantwortung für begangene Taten und für Zu-Tuendes
4.5.2 Eigenschaften der Verantwortung: Totalität, Kontinuität, Zukunft
4.6 Verantwortung für die Zukunft der Menschheit und der Natur
5 Aktualität von Hans Jonas Prinzip Verantwortung
6 Fazit
Die Arbeit untersucht den Beitrag des Werkes „Das Prinzip Verantwortung“ von Hans Jonas zur Begründung einer moralischen Zukunftsverantwortung vor dem Hintergrund der aktuellen Klimakrise. Dabei wird die ethische Relevanz seines Imperativs auf die heute durch den Klimawandel bedrohten Lebensgrundlagen analysiert.
4.2 Jonas grundlegender Imperativ
Der neue und oft zitierte Imperativ von Jonas wird auch als ökologischer Imperativ bezeichnet. In diesem wird dem Menschen, in Anbetracht des vielfältigen Bedrohungspotenzials der Moderne, die Verantwortung für die zukünftige Menschheit in einer intakten Umwelt, übertragen (W. E. Müller 2008: 9).
In Anlehnung und Kritik an Kants Imperativ: „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte“ (K. Müller 2012: 169) formuliert Jonas einen neuen Imperativ, „der auf einen neuen Typ menschlichen Handelns paßt und an den neuen Typ von Handlungssubjekten gerichtet ist“ (Jonas 1979: 36). Der in die Zukunft gerichtete Imperativ lautet: „Handle so, dass die Wirkung deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf der Erde“ (Jonas 1979: 33).
1 Einleitung: Die Einleitung verknüpft die ökologische Krise und den Klimawandel mit der Forderung nach Zukunftsverantwortung, wie sie durch kirchliche Enzykliken und junge Klimabewegungen thematisiert wird.
2 Aktualität des Klimawandels: Dieses Kapitel definiert den Klimawandel wissenschaftlich, beleuchtet dessen anthropogene sowie natürliche Ursachen und beschreibt die gravierenden globalen Folgen.
3 Eine zukunftsethische Verantwortungstheorie: Hier wird der philosophische Verantwortungsbegriff eingeführt und die spezielle ethische Herausforderung im Hinblick auf künftige Generationen erörtert.
4 Hans Jonas – Das Prinzip Verantwortung: Das Hauptkapitel expliziert Jonas’ ethisches System, insbesondere seinen neuen Imperativ, die Heuristik der Furcht und die Unterscheidung von Verantwortungstypen.
5 Aktualität von Hans Jonas Prinzip Verantwortung: Dieses Kapitel prüft, inwiefern die 40 Jahre alten Thesen von Jonas angesichts der gegenwärtigen ökologischen Krise weiterhin oder sogar verstärkt Gültigkeit besitzen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Jonas’ Werk wesentliche Impulse für ein verantwortliches Handeln angesichts der Zukunftsgefahren durch den Klimawandel bietet.
Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung, Klimawandel, Zukunftsethik, Verantwortung, Nachhaltigkeit, Ökologischer Imperativ, Anthropogene Ursachen, Heuristik der Furcht, Generationengerechtigkeit, Technikethik, Umweltschutz, Zukunftsverantwortung, Ethik, Biosphäre.
Die Arbeit analysiert die Relevanz der zukunftsethischen Philosophie von Hans Jonas, insbesondere seines Werkes „Das Prinzip Verantwortung“, in Bezug auf die aktuelle globale Klimaproblematik.
Die zentralen Felder sind die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, der philosophische Begriff der Verantwortung und die ethische Notwendigkeit einer Handlungsorientierung für kommende Generationen.
Das Ziel ist es, den Beitrag von Hans Jonas’ Werk zur Begründung einer Zukunftsverantwortung im Kontext menschlicher Eingriffe in die Biosphäre zu evaluieren.
Die Arbeit nutzt eine ethisch-philosophische Analyse, die mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel verknüpft wird, um Jonas’ Theorien auf aktuelle Probleme anzuwenden.
Der Hauptteil erörtert die Veränderung der Ethik durch moderne Technik, präsentiert Jonas’ Imperativ, die „Heuristik der Furcht“ sowie die spezifische Verantwortungstheorie für zukünftige Generationen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hans Jonas, Klimawandel, Zukunftsethik, Ökologischer Imperativ, Verantwortung und Zukunftsverantwortung.
Jonas postuliert, dass heutige Handlungen so gestaltet sein müssen, dass sie die dauerhafte Möglichkeit echten menschlichen Lebens auf der Erde nicht gefährden.
Die Heuristik der Furcht dient als Handlungsgrundlage, da der Mensch das „Schlechte“ oder Bedrohliche oft leichter erkennt als das „Gute“ und dieses Gefühl als Motivation für verantwortungsvolles Handeln fungiert.
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