Bachelorarbeit, 2020
57 Seiten, Note: 1,7
1. Abstract
2. Einleitung
3. Theorie
3.1 Theoretischer Hintergrund
3.1.1 Der normative Kern sozialer Konflikte
3.1.2 Das Mediationskonzept nach Montada und Kals (2013)
3.1.3 Das Präventionsprogramm Conflict Food (Maes & Jaudas, in prep.)
3.1.4 Die Follow-Up Untersuchung
3.2 Fragestellungen
3.3 Hypothesen
4. Methodik
4.1 Untersuchungsdesign
4.2. Operationalisierung
4.2.1 UV: Conflict Food Intervention
4.2.2 Gruppe und Messwiederholungsfaktor Zeit
4.2.3 AV: IMKK-V2
4.2.4 Gütekriterien des IMKK-V2
4.2.5 Drittvariablen
4.3 Stichprobe und Erhebung
4.4 Auswertungsverfahren und Auswertungsvorbereitung
5. Ergebnisse
6. Diskussion
6.1 Inhaltliche Diskussion der Ergebnisse
6.2 Darlegung der Störvariablen
6.3 Ausblick auf weitere Forschung und alltägliche Implikationen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die langfristige Wirksamkeit des online-basierten Präventionsprogramms "Conflict Food" zur Vermittlung mediationsspezifischer Konfliktkompetenzen. Im Rahmen einer Follow-Up-Studie wird analysiert, ob die durch das Programm induzierten Kompetenzsteigerungen über einen längeren Zeitraum stabil bleiben und ob eine Veränderung des individuellen Konfliktstils feststellbar ist.
3.1.1 Der normative Kern sozialer Konflikte
Konflikte setzen sich trotz sozialer Unerwünschtheit und dem Bedürfnis nach Frieden als Realität fest. Im folgenden Teil werden der Konfliktbegriff und die Substanz sozialer Konflikte erläutert.
Peter Fiedler und Thomas Haar geben Einblicke in die Psychologie des Konflikts (Fiedler & Haar, 2005). Dabei gehen sie nicht von universalen Eigenschaften der Menschheit und daraus resultierendem Fehlverhalten aus. Sie beabsichtigen die Formulierung von Gesetzmäßigkeiten, die vor allem auch die Umwelt und situative Gegebenheiten als Konfliktursache heranzieht. Konflikte sind zudem in der Lage in sehr heterogenen Gruppen ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu erzeugen, welche sich in In- und Out-group-Bildungen äußern und schließlich zu einem Konflikt führen (Pfetsch, 2005). So kann sich das Selbstwertgefühl nach einem Sieg der eigenen Gruppe steigern. Aus Sicht der klinischen Psychologie können nach Fiedler in unbewusste Konflikte, soziale Konflikte, motivationale Konflikte, Angstkonflikte, Normkonflikte und Konfliktdialektik differenziert werden (Fiedler, 2005). Allgemein wird in der Psychologie zwischen intra- und interindividuellen Konflikten unterschieden. Erlebt ein Mensch in widersprüchliche Bedürfnisse, Wünsche, Ziele oder Gefühle, kann dies zu Spannung innerhalb der Person führen. Es entsteht ein intrapersoneller oder innerpsychischer Konflikt. Interpersonelle, beziehungsweise soziale Konflikte, bilden sich zwischen zwei oder mehreren Personen, Gruppen oder Organisationen (Schwarz, 2004).
1. Abstract: Eine englischsprachige Kurzzusammenfassung der Studie, die die Bestätigung der Hypothesen zur langfristigen Wirksamkeit der Konfliktkompetenzvermittlung hervorhebt.
2. Einleitung: Führt in die Relevanz der Konfliktforschung ein und stellt das Projekt Conflict Food als kostengünstige, online-basierte Lösung zur Vermittlung von Mediationskompetenzen vor.
3. Theorie: Detaillierte Darstellung des theoretischen Rahmens, einschließlich des normativen Konfliktkerns, des Mediationsmodells nach Montada und Kals sowie des edutainment-basierten Interventionsdesigns.
4. Methodik: Beschreibt das randomisierte Mixed-Between-Within-Untersuchungsdesign, die Operationalisierung mittels IMKK-V2 und die statistischen Auswertungsverfahren der Follow-Up-Studie.
5. Ergebnisse: Präsentation der empirischen Daten, die mittels t-Tests signifikante Langzeiteffekte in verschiedenen Teilkompetenzen der Konfliktbewältigung belegen.
6. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, Reflexion von Störvariablen und Erörterung zukünftiger Forschungspotenziale für digitale Meditationsansätze.
Konfliktkompetenz, Mediation, Conflict Food, Online-Intervention, Edutainment, Dual-Coding, Langzeiteffekt, IMKK-V2, soziale Konflikte, Präventionsprogramm, Follow-Up-Studie, Konfliktstile, Wirksamkeitsprüfung.
Die Bachelorarbeit evaluiert die Langzeitwirkung des online-basierten Trainingsprogramms "Conflict Food" auf die Konfliktkompetenz von Personen.
Die Arbeit verknüpft die theoretischen Konzepte der Konfliktpsychologie (nach Montada & Kals) mit modernen Methoden der Wissensvermittlung wie Edutainment und dem Dual-Coding-Ansatz.
Das Hauptziel besteht darin, empirisch zu prüfen, ob die durch ein Online-Training kurzfristig vermittelten Konfliktkompetenzen über einen Zeitraum von fünf Monaten stabil bleiben.
Es wurde ein randomisiertes, kontrolliertes Mixed-Between-Within-Untersuchungsdesign eingesetzt, das eine Messwiederholung bei einer Stichprobe von n = 280 Teilnehmern umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der methodischen Durchführung, die Darstellung der statistischen Ergebnisse sowie eine reflektierte Diskussion.
Zentrale Begriffe sind Konfliktkompetenz, Mediation, Online-Intervention, Langzeiteffekt, Edutainment und das Messinstrument IMKK-V2.
Das Programm ist ein niederschwelliger, online-basierter Ansatz, der Konfliktthemen spielerisch durch Videos vermittelt, anstatt auf kostenintensive Präsenzschulungen zu setzen.
Der Dual-Coding-Ansatz geht davon aus, dass die kombinierte Präsentation von Bild- und Textinformationen das Langzeitgedächtnis stärker aktiviert und somit den Lernerfolg bei der Kompetenzvermittlung nachhaltig fördert.
Durch eine große Stichprobengröße und die Randomisierung der Teilnehmer in Experimental- und Kontrollgruppen über einen Online-Panel-Anbieter konnten systematische Verzerrungen weitgehend minimiert werden.
Die Studie belegt, dass digitale Ansätze zur Konfliktkompetenzvermittlung ein hohes Potenzial haben und als Grundlage für weitere Projekte im Bereich der Friedenserziehung und sozialen Kompetenzentwicklung dienen können.
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