Fachbuch, 2021
102 Seiten
1 Einleitung
2 Beratung in der Sozialen Arbeit – ein Überblick
2.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen von Beratung
2.2 Zum Begriff Beratung
2.3 Soziale Beratung / Rechtsberatung
2.4 Psychosoziale Beratung
2.5 Zusammenfassung
3 Videoberatung in der Sozialen Arbeit
3.1 Einführung
3.1.1 Interpersonale Kommunikation und Kanalreduktionstheorie
3.1.2 Onlineberatung – Besonderheiten, Chancen und Grenzen
3.2 Besonderheiten von Videoberatung
3.2.1 Einsatzfelder
3.2.2 Voraussetzungen und Vorbereitung
3.3 Zusammenfassung und Ausblick
4 Gesetzliche Vorgaben für die Soziale Arbeit im Überblick
4.1 Einschränkung der Bearbeitung
4.2 Internationale Ebene
4.2.1 Europäische Menschenrechtskonvention
4.2.2 Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte
4.3 Europäische Ebene
4.3.1 Die Grundrechtecharta der EU
4.3.2 Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung
4.4 Nationale Ebene
4.4.1 Verfassungsrecht
4.4.2 § 203 StGB Verletzung von Privatgeheimnissen
4.4.3 BDSG nF
4.4.4 SächsDSG
4.4.5 TMG
4.4.6 TKG
4.4.7 SGB
5 Praktische Umsetzung
5.1 Datensicherheits- und Datenschutzkonzepte
5.1.1 ISO/IEC 27000-Reihe
5.1.2 BSI-Standards
5.1.3 Standard-Datenschutzmodell
5.1.4 Zusammenfassung
5.2 Technische und organisatorische Umsetzung der rechtlichen Vorgaben
5.2.1 Netzwerkprotokolle
5.2.2 Client-Server oder Peer to Peer?
5.2.3 Kryptographische Verfahren
5.2.4 Latente Gefahr für Datenschutz und Datensicherheit
5.3 Zusammenfassung
6 Fazit
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Status der juristischen Regelsetzung zur Verarbeitung personenbezogener Daten im Kontext der Digitalisierung zu klären und diese Erkenntnisse auf das spezifische Medium der Videoberatung in der Sozialen Arbeit anzuwenden. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine solche Beratung im Einklang mit nationalen, europäischen und internationalen Datenschutzvorgaben möglich ist und wie die notwendige technische und organisatorische Umsetzung in die Praxis integriert werden kann.
3.1.1 Interpersonale Kommunikation und Kanalreduktionstheorie
Die geläufigste Form zwischenmenschlicher Kommunikation ist die sogenannte Face-to-Face-Kommunikation. Von ihr wird gesprochen, wenn sich mindestens zwei Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort zusammenfinden, um Botschaften auszutauschen. Dieser Zustand wird auch als körperliche Kopräsenz bezeichnet. Die besondere Eigenschaft dieser Kopräsenz ist, dass die interagierenden Personen Botschaften auf mehreren Ebenen austauschen sowie ihr Gegenüber mit allen Sinnen wahrnehmen können. Neben dem reinen Informationsgehalt eines Gespräches werden eine Vielzahl an verbalen, paraverbalen und nonverbalen Botschaften übertragen, welche vom Empfänger auf vielfältige Art verarbeitet, interpretiert, zusammengeführt und in einen Kontext gestellt werden müssen. Dadurch entsteht soziale und interpersonale Kommunikation.
Die Theorie der Kanalreduktion besagt, dass die Reduzierung der Kommunikationskanäle, etwa bei computergestütztem Austausch von Nachrichten, menschliche Kommunikation ihrer originär interpersonalen Merkmale wie Emotionalität, Ambiguität und Sinnlichkeit beraubt und daher kein Ersatz für interpersonale Kommunikation darstellen kann. Dieser Auffassung entspricht zum Beispiel das grundsätzliche Fernbehandlungsverbot, welchem die Überzeugung innewohnt, dass der persönliche Kontakt zur behandelten Person einen elementaren Teil der gewissenhaften Berufsausübung darstellt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung für die Soziale Arbeit ein und skizziert die Fragestellung der Arbeit bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen für Videoberatung.
2 Beratung in der Sozialen Arbeit – ein Überblick: Das Kapitel bietet einen Überblick über moderne Beratungsformen und deren gesellschaftliche Einbettung sowie begriffliche Abgrenzungen.
3 Videoberatung in der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten der Videoberatung, setzt sie in den Kontext der Kanalreduktionstheorie und beleuchtet erste Einsatzfelder und notwendige Voraussetzungen.
4 Gesetzliche Vorgaben für die Soziale Arbeit im Überblick: Der Hauptteil analysiert die internationalen, europäischen und nationalen Rechtsgrundlagen, insbesondere die DSGVO und deren Relevanz für datenschutzkonforme Videoberatung.
5 Praktische Umsetzung: Dieser Abschnitt beschreibt die konkrete technische und organisatorische Implementierung von Datenschutz- und Sicherheitskonzepten in die Beratungspraxis.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen rechtlichen und praktischen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Realisierbarkeit unter Einhaltung strenger Auflagen.
7 Ausblick: Der Ausblick thematisiert zukünftige Entwicklungen in der Gesetzgebung und den Forschungsbedarf zur Integration von Videoberatung in der Sozialen Arbeit.
Videoberatung, Soziale Arbeit, Datenschutz, DSGVO, Onlineberatung, Kanalreduktionstheorie, Datensicherheit, Rechtliche Vorgaben, Informationelle Selbstbestimmung, Sozialgeheimnis, Verschlüsselung, Personengebundene Daten, Berufsgeheimnis, Compliance, Digitalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, welche technischen und datenschutzrechtlichen Vorgaben bei der Durchführung von Videoberatung in der Sozialen Arbeit beachtet werden müssen.
Die Schwerpunkte liegen auf den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen (insbesondere DSGVO), den Besonderheiten der Videoberatung als Beratungsform und der praktischen, datenschutzkonformen Umsetzung technischer Lösungen.
Das Ziel ist zu klären, ob Videoberatung in Einklang mit der geltenden internationalen, europäischen und nationalen Gesetzgebung steht und wie Beratungsstellen diese Anforderungen praktisch umsetzen können.
Es handelt sich um eine juristische und sozialwissenschaftliche Literaturarbeit, die durch ein Experteninterview mit einem IT-Fachmann ergänzt wurde, um die technischen Aspekte fundiert zu beleuchten.
Der Hauptteil analysiert detailliert die gesetzlichen Anforderungen, darunter die DSGVO, das SGB, das TMG und das TKG, sowie die daraus resultierenden Pflichten für Videoberatungsstellen.
Die zentralen Schlagworte sind Videoberatung, Datenschutz, DSGVO, Soziale Arbeit, Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung.
Videoberatung bietet durch die visuelle und akustische Komponente eine größere Ähnlichkeit zum klassischen Face-to-Face-Setting, stellt jedoch gleichzeitig höhere Anforderungen an die technische Ausstattung und den Datenschutz.
Die Videoübertragung erfordert den Schutz von Bild- und Stimmdaten, die in der Sozialen Arbeit oft sensible Informationen enthalten, was eine explizite datenschutzrechtliche Absicherung und Dokumentation notwendig macht.
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