Masterarbeit, 2020
75 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Begründung der Leitfrage
1.3 Aufbau der Masterarbeit
2. Theoretische Grundlagen zum Umgang mit Geschlecht im Sportunterricht
2.1 Zur Kategorie Geschlecht
2.1.1 Das Geschlecht im biologischen Sinn
2.1.2 Das Geschlecht im soziologischen Sinn
2.2 Koedukation im Schulunterricht
2.2.1 Geschichtlicher Hintergrund zum Umgang mit Geschlecht im Unterricht
2.2.2 Die Debatte um die Koedukation im Sportunterricht
2.2.3 Geschlechtersensibilität im Sportunterricht
2.2.4 Reflexive Koedukation
2.2.5 Geschlechtergerechtigkeit
2.2.6 Koedukation im Sportunterricht – pro und contra
2.3 Genderkompetenz im Schulunterricht
2.3.1 Definition Genderkompetenz
2.3.2 Genderkompetenz von Lehrerinnen und Lehrern
2.4 Formulierung von Grundannahmen
3. Methodik
3.1 Methodendiskussion
3.2 Das Leitfaden-Interview
3.3 Grounded Theory
3.4 Kodierverfahren der Grounded Theory
3.5 Untersuchungsfeld
3.6 Gang der Untersuchung
4. Ergebnisse
4.1 Koedukative Aspekte
4.1.1 Bevorzugung geschlechtergemischten Unterrichts
4.1.2 Geschlechtergemischter Unterricht als Chance für positive Entwicklungen
4.1.3 Gleichberechtigte Förderung von Mädchen und Jungen
4.2 Monoedukative Aspekte
4.2.1 Phasenweise Trennung zwischen Jungen und Mädchen
4.2.2 Geschlechtergetrennter Unterricht wird von Schülerinnen und Schülern selbst organisiert
4.3 Umgang mit Klischees
4.3.1 Klischeehafte Äußerungen werden wahrgenommen
4.3.2 Klischeehafte Äußerungen werden thematisiert und behandelt
4.4 Umgang mit Geschlecht
4.4.1 Dem Umgang mit Geschlecht wird keine hohe Relevanz beigemessen
4.4.2 Unsicherheiten im Umgang mit Geschlecht
4.5 Reproduktion von Rollenverhalten
4.6 Kulturelle Vielfalt als Ursache für verstärkte Rollenverhalten
5. Diskussion
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Geschlechterverhältnisse im koedukativen Sportunterricht an einer Grundschule aus der Perspektive der Sportlehrkräfte. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie erleben und deuten Sportlehrkräfte Geschlechterbrücken und -barrieren im Sportunterricht?“
4.1.1 Bevorzugung geschlechtergemischten Unterrichts
Viele Fragen zielten darauf ab, herauszufinden, wie Sportlehrkräfte (Mono)- und Koedukation beurteilen. Dabei stellte sich heraus, dass die gemischte Form sich eher im Sportunterricht durchsetzt. Oftmals wurden noch keine Erfahrungen mit geschlechtergetrenntem Unterricht gemacht und daher keine Erkenntnisse darüber gewonnen, wann das getrennte Unterrichten sinnvoll wäre. Alle Lehrkräfte wurden zudem dazu befragt, ob sie selbst während ihrer eigenen Schulzeit Mono- oder Koedukativ unterrichtet wurden. Da alle Lehrkräfte während ihrer eigenen Schulzeit in geschlechtergemischten Klassen unterrichtet wurden, bevorzugen die Lehrkräfte den Koedukativen Unterricht. Außerdem sind die Lehrkräfte nicht aus einer politischen Einstellung heraus motiviert, den Unterricht geschlechterspezifisch zu gestalten, sondern weil die Klasse als Gemeinschaft im Vordergrund stehen soll.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des koedukativen Sportunterrichts, Begründung der Forschungsfrage und Darstellung des Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen zum Umgang mit Geschlecht im Sportunterricht: Darstellung der theoretischen Basis, insbesondere zu Gender, Koedukation, Geschlechtersensibilität und Genderkompetenz.
3. Methodik: Erläuterung des qualitativen Forschungsansatzes mittels Leitfaden-Interviews und Grounded Theory zur Auswertung der Daten.
4. Ergebnisse: Präsentation und Interpretation der aus den Experteninterviews gewonnenen Kategorien und Ankerbeispiele.
5. Diskussion: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen sowie kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen im Kontext der Fachliteratur.
6. Fazit: Zusammenfassende Schlussbetrachtung und Ausblick auf die Bedeutung der Reflexion von Geschlechterverhältnissen für die Unterrichtspraxis.
Sportunterricht, Koedukation, Genderkompetenz, Geschlechtersensibilität, Sportlehrkräfte, Grundschule, Rollenverhalten, Geschlechtergerechtigkeit, Qualitative Forschung, Leitfaden-Interview, Grounded Theory, Gender, Schulsport, Stereotypen, Reflexive Koedukation.
Die Arbeit untersucht das Geschlechterverhältnis im koedukativen Sportunterricht an Grundschulen aus der Sicht der unterrichtenden Lehrkräfte.
Die zentralen Themen umfassen Koedukation, reflexive Pädagogik, Genderkompetenz der Lehrkräfte, den Umgang mit Rollenbildern sowie die Auswirkungen kultureller Vielfalt auf den Schulsport.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Sportlehrkräfte Geschlechterbrücken und -barrieren erleben und deuten, um so Rückschlüsse auf ihre Genderkompetenz und Unterrichtsgestaltung zu ziehen.
Es handelt sich um eine qualitative empirische Untersuchung, bei der Leitfaden-Interviews mit fünf Sportlehrkräften geführt und nach der Methode der Grounded Theory ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Gender-Thematik im Sportunterricht und die anschließende empirische Untersuchung mit Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit fokussiert auf Schlüsselbegriffe wie Sportunterricht, Koedukation, Genderkompetenz, Gendersensibilität und Geschlechtergerechtigkeit.
Die Lehrkräfte befürworten das koedukative Modell mehrheitlich, wobei sie die Klasse als Gemeinschaft betonen und nur in speziellen Situationen (z. B. Ringen/Raufen) eine phasenweise Geschlechtertrennung für sinnvoll erachten.
Sie dient als Analysekategorie für die Lehrkräfte, unterteilt in die Dimensionen Wollen, Wissen und Können, um deren Handlungsfähigkeit und Reflexionsvermögen in Bezug auf Genderthemen zu beurteilen.
Die Lehrkräfte führen ein verstärktes stereotypisches Rollenverhalten der Kinder teilweise auf kulturelle Unterschiede zurück, die durch Zuwanderung geprägt sind und traditionellere Rollenbilder in die Schule tragen.
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