Bachelorarbeit, 2018
91 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Verortung
2.1 Theorien der Erwachsenenbildung: Andragogik nach Knowles
2.2 Formales, non-formales und informelles Lernen
2.3 Konstruktivistische Gestaltungsformen von Lernarrangements
2.4 Fazit
3. E-Learning und Instruktionsdesign
3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
3.2 Aufbau, Struktur und Didaktik von Online-Kursen
3.3 Lernszenarien im virtuellen Bildungsraum
3.4 Prinzipien multimedialen Lernens nach Mayer
3.5 Instruktionsdesign
3.5.1 Das ARCS-Modell nach Keller
3.5.2 Volitionales Designmodell nach Deimann
3.6 Fazit
4. Gestaltung von Online-Kursen durch Instruktionsdesign
4.1 Die zehn Stufen des ARCS-Modells
4.2 Einbindung des volitionalen Designmodells nach Deimann
4.3 Selbstreflexion, Lernerfolg und Feedback
4.4 Evaluationsverfahren im E-Learning
4.5 Fazit
5. Fachdidaktische Betrachtung
5.1 Traditionelle Violinpädagogik im Einzelunterricht
5.1.1 Relevante Schulwerke und ihre Vertreter
5.1.2 Cognitive Apprenticeship im Violinunterricht
5.2 Das Üben am Instrument
5.2.1 Deliberate Practice
5.2.2 Üben im Flow
5.3 Fazit
6. Didaktische Umsetzung: Ein Musterentwurf für einen Online-Kurs für erwachsene Anfänger*innen der Violine
6.1 Definitionsphase
6.1.1 Informationen über den Kurs
6.1.2 Informationen über die Lernenden
6.1.3 Analyse der Lernenden
6.1.4 Analyse vorhandenen Materials
6.1.5 Kursziele und Bewertung der Zielerreichung
6.2 Designphase
6.2.1 Motivationale Strategien
6.2.2 Volitionale Strategien
6.2.3 Integration in die Instruktion
6.3 Implementationsphase
6.4 Evaluationsphase
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie ein E-Learning-Kurs für Violine gestaltet werden muss, damit erwachsene Anfänger*innen erfolgreich lernen können. Das Ziel ist die Erstellung eines didaktischen Musterentwurfs für einen solchen Online-Kurs unter Einbeziehung lernpsychologischer und fachdidaktischer Modelle.
1.1 Problemstellung
Auch wenn das musikalische Lernen Erwachsener bisher wenig erforscht ist (Beckers, 2004, S. 329), mag dennoch die Annahme gelten, dass auch das Erlernen eines Instruments nicht an das Kindesalter gebunden ist. Der Strukturplan des Verbands deutscher Musikschulen beschreibt seine Institutionen als „Bildungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, die „mit qualifiziertem Fachunterricht die Grundlage für eine lebenslange Beschäftigung mit Musik“ lege (VdM, 2009, §4), wobei Erwachsene dann als Zielgruppe genannt werden, für die es spezielle Angebote gäbe (ebd., §8). In der Regel findet Instrumentalunterricht an Musikschulen oder privaten Institutionen in regelmäßigem (meist wöchentlichem) Turnus einzeln oder in Kleingruppen als Interaktion zwischen Fachlehrer*innen und Schüler*innen statt. Das Deutsche Musikinformationszentrum MIZ (2014a) weist für den Bereich des instrumentalen Laienmusizierens rund 13,5% der Bevölkerung ab vierzehn Jahren aus, die regelmäßig in ihrer Freizeit ein Musikinstrument spielen. Das entspricht umgerechnet rund 9,5 Millionen Menschen. Rechnet man hinzu, dass ca. 22% der Bevölkerung in Kindheit oder Jugend musikalisch aktiv waren, so könne man ein Drittel der Bevölkerung als am Musikmachen interessiert bezeichnen (Hintz, 2007, o.S.). So ist es doch auf den ersten Blick verwunderlich, dass an Einrichtungen, die dem Verband deutscher Musikschulen angehören, Erwachsene im Jahr 2015 mit 132371 Personen nur knapp 10% der Schülerschaft ausmachen (Deutsches Musikinformationszentrum, 2014b).
1. Einleitung: Beleuchtung der Motivation und Lernfähigkeit Erwachsener sowie der Problematik bei der Teilnahme am klassischen Instrumentalunterricht.
2. Theoretische Verortung: Grundlagen der Erwachsenenbildung nach Knowles und Abgrenzung verschiedener Lernformen sowie konstruktivistischer Lernarrangements.
3. E-Learning und Instruktionsdesign: Definition von E-Learning, didaktische Anforderungen an Online-Kurse sowie Einführung in das ARCS-Modell und das Volitionale Designmodell.
4. Gestaltung von Online-Kursen durch Instruktionsdesign: Anwendung der Design-Modelle auf die Kurspraxis, inklusive Feedback, Reflexion und Evaluationsmöglichkeiten.
5. Fachdidaktische Betrachtung: Analyse der traditionellen Violinpädagogik und theoretische Einordnung zielführender Übe-Methoden wie Deliberate Practice und Üben im Flow.
6. Didaktische Umsetzung: Ein Musterentwurf für einen Online-Kurs für erwachsene Anfänger*innen der Violine: Konkreter Praxistransfer durch Anwendung des theoretischen Rahmens auf die Phasen Definition, Design, Implementation und Evaluation.
7. Fazit und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Weiterentwicklung von Online-Instrumentalkursen.
E-Learning, Erwachsenenbildung, Instruktionsdesign, Violinpädagogik, ARCS-Modell, Volition, Cognitive Apprenticeship, Deliberate Practice, Flow, Online-Kurs, Musikdidaktik, Selbstgesteuertes Lernen, Evaluation, Medienpädagogik, Musiklernen.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Gestaltung eines didaktisch fundierten E-Learning-Kurses für erwachsene Anfänger, die das Instrument Violine erlernen möchten.
Die zentralen Felder umfassen die Erwachsenenbildung, das Instruktionsdesign für multimediale Lernumgebungen, spezifische fachdidaktische Methoden für den Geigenunterricht und Ansätze für ein effizientes Üben am Instrument.
Die Arbeit stellt die Frage, wie ein Online-Kurs für Violine gestaltet sein muss, damit erwachsene Musikschüler effektiv lernen und ihre Ziele erreichen können.
Neben einer umfangreichen Literaturrecherche zu pädagogischen und lernpsychologischen Modellen wurden Expert*inneninterviews geführt, um Bedürfnisse und Erwartungen der Zielgruppe für das Design des Online-Kurses zu eruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu E-Learning und Instruktionsdesign, eine fachdidaktische Betrachtung der Violinpädagogik sowie einen konkreten Musterentwurf für den Online-Kurs, der die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis umsetzt.
Besonders prägend sind die Begriffe E-Learning, Erwachsenenbildung, Instruktionsdesign, Violinpädagogik und Übe-Methoden wie Deliberate Practice.
Da beim E-Learning soziale Kontrolle fehlt, müssen Lernende selbst die Motivation aufrechterhalten und Schwierigkeiten überwinden; hierbei unterstützen volitionale Strategien den Lernprozess.
Das ARCS-Modell bietet einen strukturierten Rahmen, um die Motivation der Lernenden durch Aufmerksamkeit, Relevanz, Zuversicht und Zufriedenheit systematisch in allen Phasen des Kursprozesses zu fördern.
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