Masterarbeit, 2020
133 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Einführende Betrachtungen
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Fragestellung und forschungsmethodische Herangehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Nachhaltige Berichterstattung und Unternehmensleitbilder
2.1 Nachhaltigkeit
2.1.1 Definition von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung
2.1.2 Ursprung der Nachhaltigkeitsdebatte und zeitlicher Verlauf
2.1.3 Dimensionen und Stärke der Nachhaltigkeit
2.1.4 Modelle der Nachhaltigkeit
2.1.5 Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
2.2 Berichterstattung von Unternehmen
2.2.1 Erweiterte Berichterstattung
2.2.2 Nachhaltigkeitsbericht
2.2.3 Standards zur nachhaltigen Berichterstattung
2.3 Unternehmensleitbilder
2.3.1 Definition
2.3.2 Abgrenzung und Einordnung zu ähnlichen Begriffen
2.3.3 Funktionen und Ziele
2.3.4 Umfang und Inhalt
2.3.5 Anforderungen an ein nachhaltiges Unternehmensleitbild
3. Aktuelle Forschung und Ergebnisse
3.1 Unternehmensleitbilder
3.2 Nachhaltigkeitsberichte
4. Analyse der Unternehmensleitbilder und der korrespondierenden Nachhaltigkeitsberichte
4.1 Die qualitative Inhaltsanalyse als Auswertemethode
4.2 Qualitative Inhaltsanalyse mit Computerunterstützung
4.3 Auswahl der Unternehmen
4.4 Inhaltsanalyse der Unternehmensleitbilder
4.4.1 Festlegung und Definition des Ausgangsmaterials
4.4.2 Zusammenstellung des Kategoriensystems
4.4.3 Bearbeitung und Extraktion der Fundstellen
4.5 Inhaltsanalyse der Nachhaltigkeitsberichte
4.5.1 Festlegung und Definition des Ausgangsmaterials
4.5.2 Durchführung der Analyse
5. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Unternehmensleitbilder
5.1.1 Bayer AG
5.1.2 RWE AG
5.1.3 Siemens AG
5.1.4 Volkswagen AG
5.1.5 Vergleich der Unternehmensleitbilder
5.2 Korrespondierende Nachhaltigkeitsberichte
5.2.1 Bayer AG
5.2.2 RWE AG
5.2.3 Siemens AG
5.2.4 Volkswagen AG
5.2.5 Vergleich der Nachhaltigkeitsberichte
5.3 Zusammenfassende Interpretation und Reflexion der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit ist die Analyse und der Vergleich, wie stark der Gedanke der Nachhaltigkeit in den Unternehmensleitbildern ausgewählter DAX-Unternehmen verankert ist und inwieweit diese theoretisch manifestierte Nachhaltigkeit in der Praxis durch die korrespondierenden Nachhaltigkeitsberichte belegt wird.
2.1.2 Ursprung der Nachhaltigkeitsdebatte und zeitlicher Verlauf
Geht man im geschichtlichen Verlauf des Nachhaltigkeitsbegriffes bis zu seinen Wurzeln zurück, so führt die Spur ins barocke Sachsen zu Hans von Carlowitz (1645 - 1714), einem deutschen Kameralisten und Oberberghauptmann des Erzgebirges. In seiner Arbeit Sylvicultura Oeconomica - Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht forderte er eine beständige und nachhaltende Nutzung des Waldes.1 Ungewöhnlich ist hierbei, dass der Name des Autors in den Naturwissenschaften und zugleich in den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften bekannt ist und häufig zitiert wird. Noch ungewöhnlicher ist, dass er fast immer nur mit einem Satz zitiert wird, als wäre der Rest des Buches nicht existent:2
„Wird derhalben die größte Kunst / Wissenschaft / Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darin beruhen / wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentberliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse nicht bleiben mag.“3
Der Satz scheint, auch aufgrund seiner Abfassung in barocker Sprache und Syntax, nicht so attraktiv, dass man ihm eine solch außerordentliche Rezeption in der Wissenschaft zutrauen würde. Dies liegt nicht an dem Satz selbst oder dem Gedanken in ihm, sondern an einem Wort, welches zum ersten Mal in einem bestimmten Zusammenhang erscheint. Es ist der Begriff und das Prinzip der Nachhaltigkeit, welches hier erstmals fassbar wird.4 Carlowitz stammte aus einer Familie, deren Domäne seit Generationen das Jagd- und Forstwesen sowie die Holz-Flößerei im Erzgebirge gewesen war. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sah man sich jedoch durch den prognostizierten Holzmangel in seiner Existenz bedroht. Besonders der Erzabbau mittels Feuersetzen, der Grubenausbau mit dem Baustoff Holz und die mit Holzkohle betriebenen Schmelzhütten verzehrten ganze Wälder.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die globalen ökologischen Herausforderungen ein, definiert das Forschungsproblem sowie das Ziel der Arbeit und erläutert die forschungsmethodische Herangehensweise.
2. Nachhaltige Berichterstattung und Unternehmensleitbilder: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen zum Nachhaltigkeitsbegriff, zu verschiedenen Berichterstattungsformen von Unternehmen sowie zu Funktion und Inhalt von Unternehmensleitbildern.
3. Aktuelle Forschung und Ergebnisse: Hier wird der Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Unternehmensleitbildern und Nachhaltigkeitsberichten im deutschsprachigen Raum gegeben.
4. Analyse der Unternehmensleitbilder und der korrespondierenden Nachhaltigkeitsberichte: Dieses methodische Kapitel beschreibt die Anwendung der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz sowie die Auswahl und Kategoriensystembildung für die Untersuchung.
5. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Inhaltsanalyse, interpretiert diese unternehmensbezogen und stellt die Leitbilder sowie die Berichte im Vergleich gegenüber.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten im Kontext nachhaltiger Unternehmensführung.
Nachhaltigkeit, Unternehmensleitbild, Nachhaltigkeitsbericht, DAX-Unternehmen, qualitative Inhaltsanalyse, Corporate Social Responsibility (CSR), Shareholder-Value-Ansatz, Stakeholder, ökologische Dimension, ökonomische Dimension, soziale Dimension, Compliance, Global Reporting Initiative (GRI), Agenda 2030, Unternehmensverantwortung.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert und die Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens in den Unternehmensleitbildern von DAX-Unternehmen und prüft deren praktische Umsetzung durch eine Analyse der entsprechenden Nachhaltigkeitsberichte.
Die zentralen Themen sind Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie, die Rolle von Unternehmensleitbildern als normativer Rahmen sowie die nicht-monetäre Berichterstattung (CSR) als Instrument der Status-quo-Analyse.
Das Hauptziel ist es zu analysieren, wie stark Nachhaltigkeit in den Leitbildern ausgewählter DAX-Unternehmen verankert ist und ob diese theoretisch manifestierten Ziele in der operativen Unternehmenspraxis tatsächlich gelebt werden.
Die Arbeit stützt sich auf die inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz, unterstützt durch die Software MAXQDA.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen definiert, der Forschungsstand beleuchtet, die Methodik dargelegt und anschließend die Ergebnisse für die untersuchten DAX-Konzerne (Bayer, RWE, Siemens, Volkswagen) detailliert dargestellt und verglichen.
Die wichtigsten Begriffe sind Nachhaltigkeit, Unternehmensleitbild, Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Social Responsibility (CSR), Stakeholder und qualitative Inhaltsanalyse.
Diese Konzerne wurden gewählt, da sie zum einen unterschiedliche Branchen repräsentieren, eine Vorreiterrolle in der Nachhaltigkeitskommunikation einnehmen möchten und zum anderen in der Vergangenheit aufgrund verschiedener Skandale in der öffentlichen Kritik zum Thema Nachhaltigkeit standen.
MAXQDA dient als zentrales Instrument für die computergestützte qualitative Daten- und Textanalyse, um die Kategorisierung zu systematisieren, die Validität der Ergebnisse zu erhöhen und die Reproduzierbarkeit des Codierprozesses zu gewährleisten.
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