Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Forschungsgegenstand – Das bedingungslose Grundeinkommen
3. Theoriehintergrund
3.1. Sozialkapitaltheorie nach Robert D. Putnam
3.1.1. Entstehung Sozialkapital
3.1.2. Wirkung Sozialkapital
3.1.2.1. Generalisiertes Vertrauen
3.2. Soziale Gerechtigkeit
3.2.1. Startchancen
3.2.2. Leistung
3.2.3. Bedarf
3.2.4. Gleichheit
3.2.5. Zielbeziehungen
4. Hypothesenformulierung
5. Forschungsstand
6. Daten und Methoden
6.1. Erhebungsform, -verfahren und -inhalt
6.2. Operationalisierung
7. Darstellung der Ergebnisse
7.1. Deskriptive Statistik
7.1.1. Bedingungsloses Grundeinkommen
7.1.2. Sozialkapital
7.1.3. Gerechtigkeitsprinzipien
7.2. Analyse bivariater Zusammenhänge
7.2.1. Bedingungsloses Grundeinkommen und Sozialkapital
7.2.2. Bedingungsloses Grundeinkommen und Gerechtigkeitsprinzipien
7.3. Analyse multivariater Zusammenhänge
7.3.1. Darstellung der Ergebnisse der logistischen Regressionsanalyse
7.3.1.1. Block I
7.3.1.2. Block II
7.3.1.3. Block III
7.3.1.4. Block IV
7.3.2. Multikollinearität
8. Zusammenfassende Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
9. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob generalisiertes Vertrauen als Form des Sozialkapitals einen signifikanten Erklärungsansatz für die Einstellung zum bedingungslosen Grundeinkommen liefert und welche Rolle dabei Gerechtigkeitsprinzipien spielen.
3.1. Sozialkapitaltheorie nach Robert D. Putnam
Die Theorie des Sozialkapitals ist Inhalt verschiedener Fachrichtungen. Unter anderem in der Politikwissenschaft, der Wirtschaftswissenschaft und der Soziologie. Über die Jahrzehnte hinweg entstanden im Diskurs verschiedene Definitionen. In Folge der Bandbreite an Definitionen kann das Sozialkapital unterschiedlich fungieren und angewendet werden. Insgesamt hat der Sachverhalt, der in den Vordergrund stellt, dass die soziale Eingebundenheit für das Handeln der Individuen eine ausschlaggebende Rolle spielt, eine konkretere Bezeichnung erhalten. Diese Vorstellung entspricht einer Grundidee der soziologischen Fachrichtung und manifestiert damit den Kerngedanken in ein theoretisches Konstrukt (Franzen, Freitag 2007: S.7).
In meiner Bachelorarbeit möchte ich mich auf die Definition und die theoretische Ausarbeitung von Robert D. Putnam beziehen. Robert D. Putnam war, neben Bourdieu und Coleman, einer der Vertreter der 1990er Jahre, der die Bekanntheit der Sozialkapitaltheorie in der Wissenschaft belebte. Sozialkapital wird nach Robert D. Putnam als „features of social life, networks, norms and trust, that enable participants to act together more effectively to pursue shared objectives“ (Putnam 1995: S.664-665) definiert. Nach Putnam bezieht sich die Theorie des Sozialkapitals auf drei elementare Bereiche, die sozialen Netzwerke, das soziale Vertrauen und die Normen der generalisierten Reziprozität.
1. Einführung: Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz des Themas Digitalisierung und der wissenschaftlichen Einordnung des bedingungslosen Grundeinkommens sowie der Forschungsfrage.
2. Forschungsgegenstand – Das bedingungslose Grundeinkommen: Definition und historische Herleitung des Konzepts sowie Diskussion von Freiheitsidealen und ökonomischen Aspekten.
3. Theoriehintergrund: Theoretische Fundierung durch die Sozialkapitaltheorie nach Putnam und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Gerechtigkeitsprinzipien.
4. Hypothesenformulierung: Aufstellung von drei zentralen Arbeitshypothesen basierend auf der theoretischen Literaturrecherche.
5. Forschungsstand: Überblick über existierende Studien und das bestehende Meinungsbild zum Thema Grundeinkommen.
6. Daten und Methoden: Beschreibung der quantitativen Online-Befragung, der Operationalisierung der Variablen und der methodischen Vorgehensweise.
7. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der deskriptiven, bivariaten und multivariaten statistischen Analysedaten.
8. Zusammenfassende Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Kritische Würdigung der statistischen Befunde im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialkapital, Robert D. Putnam, Generalisiertes Vertrauen, Soziale Gerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Lebenszufriedenheit, Finanzierbarkeit, Quantitative Befragung, Logistische Regression.
Das Hauptziel ist die Untersuchung, ob und in welchem Maße generalisiertes Vertrauen (Sozialkapital) die Einstellung von Menschen zum bedingungslosen Grundeinkommen erklären kann.
Die Arbeit nutzt maßgeblich die Sozialkapitaltheorie nach Robert D. Putnam sowie verschiedene Gerechtigkeitskonzeptionen (Leistung, Bedarf, Gleichheit, Startchancen) als theoretischen Rahmen.
Die zentrale Frage ist, ob die Einstellung zum Grundeinkommen deutlich durch den Grad des vorhandenen generalisierten Vertrauens erklärt werden kann.
Der Autor führt eine quantitative Online-Befragung durch und wertet die Daten mittels deskriptiver, bivariater und multivariater Analysen (speziell binär logistische Regression) in der Software STATA aus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung, die Hypothesenformulierung, die Methodik sowie die ausführliche Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Sozialkapital, Grundeinkommen, Vertrauen, Gerechtigkeitsprinzipien und logistische Regressionsanalyse.
Die Ergebnisse zeigen, dass die subjektive Einschätzung der Finanzierbarkeit einen ausschlaggebenden, stark rational geprägten Einfluss auf die Befürwortung der Idee hat.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Befürwortung des Grundeinkommens häufig mit der Annahme korreliert, dass andere Gesellschaftsmitglieder trotz des Grundeinkommens weiterhin produktiv arbeiten würden.
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