Bachelorarbeit, 2017
52 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Problemaufriss
3 Häusliche Gewalt
3.1 Definitionen
3.2 Formen von Häuslicher Gewalt
3.3 Ursachen
3.4 Kreislauf der Gewalt
3.5 Gründe gegen eine Trennung
3.5.1 Innere Gründe gegen eine Trennung
3.5.2 Strukturelle Gründe
4 Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern
4.1 Die psychosozialen Stadien nach Erikson
4.2 Bindung
4.2.1 Die Bindungstheorie
4.2.2 Bindungsverhalten
4.2.3 Bindungsqualität
5 Fragestellung
6 Methodisches Vorgehen
7 Kinder und Häusliche Gewalt
7.1 Kinder als Betroffene von Häuslicher Gewalt
7.2 Häusliche Gewalt als Trauma
7.4 Risiko und Schutzfaktoren
7.5 Folgen für Kinder
7.6 Empirische Studien
7.6.1 Studie
7.6.2 STUDIE
8 Diskussion
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf die sozial-emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern, die als Zeugen oder Mitbetroffene in einem gewaltbelasteten familialen Umfeld aufwachsen, und analysiert die daraus resultierenden langfristigen Entwicklungsstörungen.
3.4 Kreislauf der Gewalt
Dieses Kapitel beschreibt den Ablauf einer Gewalttat. Die amerikanische Psychologin Lenore Walker (Walker 1984) nennt drei Phasen, die bei Häuslicher Gewalt, durchlaufen werden und die sich immer wiederholen und sich zum Teufelskreis entwickeln. Es ist möglich den Kreis zu verlassen und aus den Gewaltumständen auszubrechen, jedoch müssen Frauen viel Kraft und Mut aufbringen, damit ihnen das gelingt.
Die erste Phase ist der Spannungsaufbau, auch „tension-building“ genannt. In dieser Phase bilden äußere Faktoren wie Stress bei der Arbeit den Auslöser für verbale Angriffe. Die Stimmung im Haus ist angespannt. In dieser Phase unterdrückt die Frau ihre Gefühle und versucht nach den Wünschen ihres Mannes zu agieren, um die Spannung abzubauen. Trotz des Versuches, dem Mann „alles recht zu machen“, steigt die Spannung weiter an, da sich der Mann nicht beruhigen lässt. Die Täter provozieren in dieser Phase den Ausbruch von Gewalt, sowohl durch psychische Verletzungen als auch durch leichte physische Verletzungen.
Als zweite Phase nennt Walker (1984) den Gewaltausbruch, auch „acutte battering incident“ genannt. In dieser Phase hat der Spannungsaufbau seinen Höhepunkt erreicht und führt zu Gewaltausbrüchen. Es kann dabei sowohl zu körperlichen als auch zu sexuellen Übergriffen kommen. Die Frau hat hierbei keinen Einfluss auf das Ausmaß der Gewalt und fühlt sich hilflos. Die Frau hat Angst zu handeln, denn jede weitere Handlung könnte zu einem weiteren Gewaltausbruch führen. In dieser Phase sind Frauen am besten erreichbar für Hilfe und Unterstützungsangebote.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität und die verschiedenen Formen von Gewalt ein und verdeutlicht, dass Gewalt nicht nur physisch, sondern auch psychisch tiefgreifende Verletzungen hinterlässt.
2 Problemaufriss: Der Abschnitt definiert den Fokus auf die Familie als sozialen Kontext und beleuchtet die Rolle von Kindern als Mitbetroffene in gewaltbelasteten Haushalten.
3 Häusliche Gewalt: Hier werden Definitionen, Gewaltformen, Ursachen sowie der als Teufelskreis beschriebene Ablauf der Gewalt inklusive Trennungsbarrieren detailliert dargelegt.
4 Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern: Das Kapitel bietet eine theoretische Basis durch das Acht-Stufen-Modell nach Erikson und die Bindungstheorie, um kindliche Entwicklungsprozesse zu verstehen.
5 Fragestellung: Hier wird die zentrale Forschungsfrage formuliert und durch drei Hypothesen konkretisiert, die den Zusammenhang zwischen Gewalt und kindlicher Entwicklung untersuchen.
6 Methodisches Vorgehen: Diese Beschreibung erläutert das methodische Vorgehen als rein theoretische Literaturarbeit und die Recherchestrategien in Bibliotheken und Datenbanken.
7 Kinder und Häusliche Gewalt: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Folgen, Traumata sowie Risiko- und Schutzfaktoren und belegt diese durch zwei empirische Studien.
8 Diskussion: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf Präventionsmaßnahmen und die Bedeutung von Resilienz.
Häusliche Gewalt, Sozial-emotionale Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Bindungstheorie, Trauma, Erikson, Psychosoziale Entwicklung, Gewaltanwendung, Kindesmisshandlung, Resilienz, Verhaltensstörungen, Bindungsqualität, Teufelskreis, Externalisierung, Internalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen häuslicher Gewalt auf die sozial-emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern, die in einem gewaltbelasteten familiären Umfeld aufwachsen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von häuslicher Gewalt, der kindlichen Bindungstheorie nach Bowlby, den psychosozialen Stadien nach Erikson sowie den konkreten psychischen Folgen für Kinder.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die miterlebte häusliche Gewalt auf die Entwicklung eines Kindes auswirkt, und dabei insbesondere die Frage nach Verhaltensauffälligkeiten, Intelligenzentwicklung und Bindungsqualität zu klären.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit (Literaturarbeit), die auf einer fundierten Auswertung aktueller Forschungsliteratur und empirischer Studien basiert.
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen häuslicher Gewalt, die traumatischen Folgen für Kinder (z.B. als Zeugen), die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren sowie zwei konkrete empirische Studien.
Zentrale Begriffe sind häusliche Gewalt, Bindung, Trauma, psychosoziale Entwicklung, Resilienz und Verhaltensstörungen.
Die Arbeit erläutert, dass Mütter, die selbst Gewalt erfahren haben, dazu neigen, ihre eigenen unerfüllten Bedürfnisse oder traumatischen Erfahrungen auf das Kind zu projizieren, was eine desorganisierte Bindung begünstigen kann.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Faktoren wie eine stabile Bindung zu einer Bezugsperson oder ein robustes Temperament die Resilienz stärken können, um trotz belastender Lebensumstände eine normale Entwicklung zu fördern.
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