Bachelorarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1. Einleitung
2. Ziele und Forschungsfragen
3. Methodik und Aufbau
4. Begriffsdefinitionen
4.1. Desertifikation
4.2. Semiaridität
5. Untersuchungsgebiet
5.1. Klima
5.2. Natürliche Vegetation
5.3. Gesteinsuntergrund
5.4. Agrarwirtschaft
6. Landflucht und Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen
6.1. Landaufgabe als globales Problem
6.2. Aktuelle Entwicklungen im ländlichen Südostspanien
7. Theoretisch-konzeptionelle Grundlagen und Problembeschreibung
7.1. Landnutzung in der Mediterraneis
7.2. Vegetationsbedeckung und Bodenerosion
8. Analyse
8.1. Vegetationssukzession auf verlassenen Feldern
8.2. Vegetation und Erosion auf unterschiedlichen Flächen
8.3. Vegetation und Erosion auf Terrassenfeldern
8.4. Gesteinsuntergrund als wesentlicher Faktor
9. Diskussion der Analyseergebnisse
10. Synthese und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen der Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen im semiariden Südostspanien auf die Vegetationsdynamik sowie auf Erosionsprozesse durch Wasser, um zu klären, ob eine natürliche Regeneration der Vegetation die Bodenerosion signifikant reduzieren kann.
8.1. Vegetationssukzession auf verlassenen Feldern
Die sekundäre Vegetationssukzession in semiariden Gebieten unterscheidet sich von jenen in humiden Regionen. In der gemäßigten oder tropischen Klimazone werden verlassenen Felder in der Regel von Wald bewachsen. In semiariden mediterranen Gebieten ist dies nur selten zu beobachten, da die umliegende Vegetation, aufgrund von fehlendem Wasser und jahrhundertelangem Einfluss des Menschen, oft baumfrei ist. Die potentielle Vegetation im semiariden Südosten der iberischen Halbinsel ist extremen Trockenstress ausgesetzt und muss Methoden entwickeln, um sich an diese Bedingungen anzupassen. Die Vegetation auf den verlassenen Feldern erholt sich im Regelfall. Kräuter und Sträucher besiedeln bereits nach weniger als fünf Jahren die ehemaligen Anbauflächen. Nichtsdestotrotz ist aufgrund des Wassermangels in semiariden Gebieten die Regeneration der Vegetation eingeschränkt.
Ziel einer Studie in der Provinz Alicante war es die sekundäre Vegetationssukzession auf Terrassenfeldern, die zwischen 1946 und 1956 aufgegeben wurden und für den Trockenfeldbau genutzt wurden, zu untersuchen. Die Böden des Gebietes bildeten sich über Mergel und kalkhaltigem Grundgestein. Die Terrassen wurden zum Teil mit Pinus halepensis (Aleppo-Kiefer) aufgeforstet. Umgeben sind die ehemaligen Anbauflächen von Busch- und Grasvegetation mit den Arten Stipa tenacissima (Halfagras), Brachypodium retusum (Zwenke), Erica multiflora (Vielblütige Heide) sowie Quercus coccifera (Kermes-Eiche). Auf den ehemaligen Feldern mischten sich zu den übergebliebenen Kulturpflanzen (Johannisbrotbäume, Mandelbäume, Olivenbäume) Aleppo-Kiefern und die zuvor genannten Sträucher und Gräser. Das bedeutet, dass eine Wiederbesiedlung der halb-natürlichen Vegetation (98% der Ackerfläche) stattgefunden hat.
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die voranschreitende Desertifikation und Bodenerosion im semiariden Südostspanien infolge menschlicher Eingriffe und veränderter Landnutzung.
2. Ziele und Forschungsfragen: Das Kapitel definiert das Untersuchungsziel, die natürliche Vegetationsregeneration und deren Einfluss auf die Erosionsreduktion zu analysieren.
3. Methodik und Aufbau: Hier wird das Vorgehen als Literaturarbeit dargelegt, wobei Studien zu Erosionsprozessen und Vegetationssukzession zusammengeführt werden.
4. Begriffsdefinitionen: Es erfolgt eine wissenschaftliche Klärung der Kernbegriffe Desertifikation und Semiaridität für den regionalen Kontext.
5. Untersuchungsgebiet: Das Kapitel beschreibt die klimatischen, geologischen und agrarischen Charakteristika des südöstlichen Spaniens.
6. Landflucht und Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen: Hier werden die globalen sowie spezifisch regionalen Ursachen und Folgen der landwirtschaftlichen Nutzungsaufgabe analysiert.
7. Theoretisch-konzeptionelle Grundlagen und Problembeschreibung: Das Kapitel erläutert die historische Landnutzung und die theoretischen Zusammenhänge zwischen Vegetation und Bodenerosion.
8. Analyse: Der Hauptteil untersucht detailliert die Vegetationssukzession, den Einfluss des Gesteinsuntergrunds sowie die Erosionsprozesse auf unterschiedlichen Flächen und Terrassen.
9. Diskussion der Analyseergebnisse: Die Ergebnisse der verschiedenen Studien werden synthetisiert, um die komplexen Einflussfaktoren auf Erosion und Regeneration kritisch zu diskutieren.
10. Synthese und Ausblick: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen, überprüft die Hypothesen und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen durch den Klimawandel.
Bodenerosion, Desertifikation, Vegetationsregeneration, Landaufgabe, Semiaridität, Südostspanien, Sukzession, Terrassenfelder, Infiltration, Bodenqualität, Klimawandel, Agrarwirtschaft, Matorral, Sedimentabtrag, Ökosystemdynamik
Die Arbeit untersucht, wie sich verlassene landwirtschaftliche Flächen im semiariden Südostspanien entwickeln, insbesondere ob die Vegetation natürlich nachwächst und dadurch die Bodenerosion verringert wird.
Zentrale Themen sind die Vegetationssukzession, Bodendegradation, erosive Prozesse durch Wasser sowie die Rolle von Standortfaktoren wie Gesteinsuntergrund und Bodenbearbeitung.
Ziel ist es zu identifizieren, ob sich halb-natürliche Vegetation auf Brachflächen wiederherstellt und welche Faktoren diese Erholung sowie die damit verbundene Bodenerhaltung positiv oder negativ beeinflussen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, in der die Ergebnisse zahlreicher vorliegender Studien analysiert und zusammengeführt werden, um den aktuellen Forschungsstand zu synthetisieren.
Der Hauptteil analysiert die Sukzessionsprozesse auf ehemaligen Feldern, vergleicht Erosionsraten auf unterschiedlichen Standorten (insb. Terrassen) und untersucht den Einfluss des geologischen Untergrunds auf die Bodenstabilität.
Wichtige Begriffe sind Bodenerosion, Desertifikation, Vegetationsregeneration, Landaufgabe, Semiaridität und Ökosystemdynamik.
Die Arbeit zeigt, dass nach der Aufgabe die notwendige Bodenbearbeitung entfällt, was zu Krustenbildung führt. Zudem stürzen Terrassenmauern mit der Zeit ein, was die Erosion beschleunigt.
Ja, Böden über Mergel gelten als besonders erosionsanfällig und schwierig für die natürliche Vegetationsregeneration, da sie spröde, wasserundurchlässig und arm an organischem Material sind.
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