Fachbuch, 2021
68 Seiten
1. Einleitung
2. Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung
2.1 Was ist Motorik?
2.2 Bewegungsempfehlungen für Kinder im Grundschulalter
2.3 Positive Effekte von Bewegung bei Kindern im Grundschulalter
3. Ausgewählte Studienergebnisse zur körperlichen Aktivität
3.1 KiGGS Studie
4. Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen
4.1 Die Veränderung der kindlichen Bewegungswelt
4.2 Auswirkungen von Bewegungsmangel
5. Bewegung im institutionellen Rahmen der Grundschule
5.1. Schulsport
5.2. Bewegung und Lernen
6. Bewegungsfördernde Maßnahmen in der Grundschule
6.1. Entwicklung bewegungsorientierter Schulkonzepte
6.2. Das Konzept „Bewegte Schule“
7. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der mangelnden Bewegungserfahrungen bei Kindern im heutigen Alltag und analysiert, welche Maßnahmen zur Bewegungsförderung effektiv innerhalb der Institution Grundschule implementiert werden können, um eine gesunde kindliche Gesamtentwicklung zu unterstützen.
4.1.2. Verstädterung und Motorisierung der Lebenswelt
Ein weiterer Risikofaktor bildet die steigende Urbanisierung in Deutschland, die den natürlichen Spielraum eines Kindes einschränkt. Häufig liest man Schilder mit der Aufschrift „Spielen verboten“ oder „Rasen betreten verboten“. Durch das „Wegnehmen“ des natürlichen Spielraumes, wird es Kindern nicht ermöglicht ihren Bewegungsbedürfnissen nachzukommen. Dies hat die Konsequenz, dass Kinder in der heutigen Zeit weniger im Grünen spielen, und damit einen geringeren Bezug zur Natur entwickeln können. Städtische Bewegungsmöglichkeiten finden Kinder häufig nur auf öffentlichen Spielplätzen in Parks oder auf der Straße. Diese Spielmöglichkeiten werden von Kindern oft als unattraktiv bewertet, da es sich um „künstlich erschaffene“ Spielräume handelt, die den Bewegungsreiz bei Kindern verringern, da sie weder die kindliche Kreativität noch die Fantasie aktiv anregen (vgl. Grieper, 2012, S.1-3). Eine natürliche Umgebung dagegen, „(...) erlaubt ein breiteres und individuell angepasstes Spektrum von Bewegung und vor allem auch Spiel“ (Burdette & Whitaker, 2005; zit. nach De Boeck, 2012, S. 9) stellt de Boeck fest. Eine weitere Ursache für die Entstehung von Bewegungsmangel liefert das Fortbewegungsmittel Nummer eins in Deutschland. Das Auto. Für das Auto erschaffene Parkflächen, reduzieren die Bewegungs- und Spielräume der Kinder. Die hohe Verkehrsdichte schränkt das freie Spielen der Kinder stark ein. Fußball spielen auf der Straße ist heute kaum mehr vorstellbar, da aufgrund der vielen Autos keine richtige Spielsituation entstehen kann und der Bewegungsreiz verloren geht (vgl. Kehne, 2011, S. 38f.).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Wandel der kindlichen Lebenswelt hin zu einer eingeschränkten Bewegungskultur und definiert das Ziel der Arbeit, Maßnahmen der Bewegungsförderung in der Grundschule zu untersuchen.
2. Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung: Das Kapitel erläutert den wissenschaftlichen Bewegungsbegriff und stellt die essenzielle Funktion von körperlicher Aktivität für die ganzheitliche motorische, soziale und emotionale Entwicklung im Kindesalter dar.
3. Ausgewählte Studienergebnisse zur körperlichen Aktivität: Hier werden die Ergebnisse der KiGGS- und MoMo-Studien analysiert, um die aktuelle Prävalenz von Bewegungsmangel und die sinkende körperliche Aktivität bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu belegen.
4. Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Ursachen für Bewegungsmangel, wie Urbanisierung, Mediatisierung und veränderte Familienstrukturen, und beleuchtet die gesundheitlichen Auswirkungen wie motorische Entwicklungsstörungen und Übergewicht.
5. Bewegung im institutionellen Rahmen der Grundschule: Es wird die Rolle der Schule als zentrales Interventionsfeld für präventive Bewegungsangebote sowie die Bedeutung von Schulsport und die Verknüpfung von Bewegung und Lernen thematisiert.
6. Bewegungsfördernde Maßnahmen in der Grundschule: Dieses Kapitel stellt konkrete Konzepte zur Bewegungsförderung im Schulalltag vor, mit Fokus auf die Entwicklung bewegungsorientierter Schulkonzepte und das Modell der „Bewegten Schule“.
7. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Notwendigkeit, trotz politischer und institutioneller Ansätze den dringenden Handlungsbedarf zur Förderung eines bewegungsaktiven Lebensstils in Grundschulen kontinuierlich zu adressieren.
Bewegungsmangel, Grundschule, Bewegte Schule, motorische Entwicklung, Gesundheitsförderung, körperliche Aktivität, KiGGS Studie, kindliche Entwicklung, Bewegungsförderung, Schulsport, Prävention, Motorik, Lebenswelt, Sitzzeit, Gesundheitsbewusstsein
Die Arbeit befasst sich mit der Abnahme körperlicher Aktivität bei Kindern im Grundschulalter und untersucht, wie Schulen durch gezielte Konzepte Bewegungsmangel entgegenwirken können.
Zentrale Themen sind die Bedeutung der Motorik für die kindliche Entwicklung, die Analyse aktueller Studiendaten zum Bewegungsverhalten sowie die praktische Umsetzung bewegungsfördernder Maßnahmen in Schulen.
Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Kinder in der heutigen, oft bewegungsarmen Umwelt durch Institutionen wie die Grundschule besser gefördert werden können, um eine gesunde Gesamtentwicklung zu sichern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literatur- und Studienrecherche basiert, inklusive der Analyse von Daten aus Gesundheitsstudien wie KiGGS und MoMo.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Motorik, die Analyse von Ursachen für den Bewegungsmangel (wie Urbanisierung und Digitalisierung) sowie die konkrete Darstellung von Interventionsmöglichkeiten innerhalb der Grundschule.
Die wichtigsten Schlagworte sind Bewegungsmangel, Bewegte Schule, motorische Entwicklung, Grundschule, Prävention und körperliche Aktivität.
Während sich der klassische Sportunterricht auf spezifische Stunden konzentriert, zielt das Konzept der „Bewegten Schule“ darauf ab, Bewegung in den gesamten Schulalltag und die Schulumgebung zu integrieren.
Die Studie zeigt, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien oft über weniger Ressourcen für Bewegung verfügen, was die Grundschule als neutralen, für alle zugänglichen Lernort für Prävention besonders wichtig macht.
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