Bachelorarbeit, 2018
50 Seiten, Note: 1,4
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 METHODIK
3.1 Forschungsfrage
3.2 Untersuchungsobjekte
3.3 Datenerhebung
3.4 Auswertung der Literaturquellen
4 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
4.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes
4.2 Definition und Diagnose von Übergewicht/Adipositas
4.3 Prävalenz von Übergewicht/Adipositas
4.4 Ursachen von Übergewicht/Adipositas
4.5 Definition „Metabolically Healthy Obesity“ und dessen physiologischen Gegebenheiten
5 ERGEBNISSE
5.1 Querschnittsstudien zum Zusammenhang zwischen Adipositas und metabolischen Risikofaktoren
5.2 Längsschnittstudien zur Prognose von anfänglich gesundem Übergewicht auf das Risiko für kardiometabolische Erkrankungen und Typ-2 Diabetes mellitus
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Betrachtung der eigenen Vorgehensweise
6.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
6.3 Interpretation der Ergebnisse
6.4 Weitere Forschungsfragen
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht das wissenschaftlich kontroverse Konzept der "metabolisch gesunden Adipositas" (Metabolically Healthy Obesity, MHO). Ziel ist es, den Begriff präzise zu definieren, physiologische Mechanismen hinter der Abwesenheit metabolischer Auffälligkeiten bei Übergewichtigen zu beleuchten und eine fundierte Einschätzung zur gesundheitlichen Langzeitprognose für diesen Phänotyp anhand aktueller Literatur zu treffen.
4.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes
„Fettgewebe ist eine spezialisierte Form des Bindegewebes, das primär der Speicherung von Triacylglyceriden dient“ (Ströhle & Worm, 2014, S. 57). Das Fettgewebe wird unterschieden in braunes und weißes Fettgewebe. Das weiße Fettgewebe fungiert als Isolierfett, Speicherfett oder auch als Baufett und macht damit „den größten Anteil am Gesamtkörperfett“ (Ströhle & Worm, 2014, S. 57) aus. Das Fettgewebe speichert und mobilisiert Energie. Die Speicherung wird als Lipogenese bezeichnet. Diese findet statt, wenn dem Körper zu viel Energie zugeführt wird. Die Energiefreisetzung wird als Lipolyse bezeichnet. Das Hormon Insulin ist Kontrolleur dieser beiden Vorgänge, in dem es eine hemmende Wirkung auf die Lipase-Aktivität im Fettgewebe hat. Die Lipase ist für die Hydrolyse der Triglyceride zu freien Fettsäuren zuständig. Noradrenalin und Adrenalin haben dabei eine fördernde Wirkung auf die Lipase-Aktivität (Ganong, 2013, S. 290).
Zusätzlich fungiert das weiße Fettgewebe als endokrines Organ und bildet damit über 100 Hormone und Mediatoren (Ströhle & Worm, 2014, S. 57). Das braune Fettgewebe ist für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur zuständig, weshalb es „bei allen Säugern während der Neugeborenenphase“ (Ströhle & Worm, 2014, S. 57) vorkommt. Neue Studien haben nun gezeigt, dass auch Erwachsene das braune Fettgewebe noch besitzen, wie z. B. zwischen der Lunge und der Wirbelsäule (Ströhle & Worm, 2014, S. 57). Durch Kältereize werden die Lipolyse und ein Entkopplungsprotein namens Thermogenin, welches in der inneren Mitochondrienmembran liegt, aktiviert. Mithilfe des Thermogenins wird die oxidative Energie nicht in ATP, sondern in Wärme umgewandelt (Lexikon der Biologie – Spektrum der Wissenschaft, Zugriff am 12.06.18).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet die globale Zunahme von Übergewicht und Adipositas und führt das wissenschaftlich umstrittene Konzept der "metabolisch gesunden Adipositas" als zentrales Untersuchungsthema ein.
2 ZIELSETZUNG: Ziel ist die Definition von MHO, die Identifikation physiologischer Gegebenheiten für metabolische Gesundheit bei Adipositas sowie die Bewertung der Langzeitprognose.
3 METHODIK: Das Kapitel beschreibt die strukturierte Literaturrecherche, Ein- und Ausschlusskriterien für die Datenerhebung in Datenbanken wie PubMed und SpringerLink sowie die Systematik der Auswertung.
4 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es werden grundlegende physiologische Zusammenhänge des Fettgewebes, Definitionen, Prävalenzdaten, Ursachen von Übergewicht und das Krankheitsbild der MHO detailliert dargestellt.
5 ERGEBNISSE: Dieser Hauptteil analysiert Querschnitts- und Längsschnittstudien zum Zusammenhang zwischen Adipositas und metabolischen Risikofaktoren sowie zur langfristigen Entwicklung von MHO.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, Vorgehensweisen bewertet, Studienergebnisse interpretiert und offene Fragen für die weitere Forschung identifiziert.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Kernaussage zusammen, dass MHO kein stabiler Langzeitzustand ist und präventive Maßnahmen essentiell bleiben.
Metabolisch gesunde Adipositas, MHO, Übergewicht, Adipositas, metabolisches Syndrom, kardiovaskuläres Risiko, Typ-2 Diabetes mellitus, Fettgewebe, Längsschnittstudie, Prävalenz, Insulinresistenz, ektopisches Fett, Lebensstil, physiologische Gegebenheiten, Gesundheitsvorsorge
Die Thesis befasst sich mit der Frage, ob Übergewichtige trotz hoher Fettmasse einen "gesunden" Stoffwechselzustand aufweisen können, der nicht mit den üblichen Risiken wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen korreliert.
Die Arbeit fokussiert sich auf die physiologischen Grundlagen von Fettgewebe, die Abgrenzung von metabolisch "gesunden" zu "kranken" Übergewichtigen sowie die langfristige Stabilität dieses Zustands durch die Analyse epidemiologischer Studien.
Die Forschungsfrage lautet, ob das Phänomen des "gesunden" Übergewichtigen wissenschaftlich beweisbar ist und wie es sich kurz- und langfristig vom krankhaften Übergewicht abgrenzen lässt.
Es handelt sich um ein narratives Review. Die Autorin hat systematisch wissenschaftliche Literatur und aktuelle epidemiologische Langzeitstudien aus Datenbanken wie PubMed recherchiert, analysiert und ausgewertet.
Im Hauptteil werden zunächst der aktuelle Kenntnisstand (Physiologie, Ursachen) dargelegt und anschließend Ergebnisse aus Querschnitts- und Längsschnittstudien hinsichtlich metabolischer Risikofaktoren und Langzeitprognosen (CVD/Diabetes) gegenübergestellt.
Die wichtigsten Begriffe sind "Metabolisch gesunde Adipositas" (MHO), "metabolisches Syndrom", "kardiovaskuläres Risiko" und "Stabilität des Phänotyps".
Die Ergebnisse der analysierten Längsschnittstudien zeigen übereinstimmend, dass der MHO-Zustand meist vorübergehend ist und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in einen metabolisch ungesunden Zustand übergeht.
Die Arbeit verdeutlicht, dass insbesondere das viszerale Bauchfett (im Gegensatz zum subkutanen Fett) ein entscheidender Prädiktor für eine spätere metabolische Verschlechterung und ein höheres kardiovaskuläres Risiko ist.
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