Masterarbeit, 2020
90 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Konzept der Selbstwirksamkeit
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Die vier Quellen der Selbstwirksamkeit
2.3 Training der Selbstwirksamkeit
2.4 Forschungsstand
3 Konzeption der Untersuchung
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Forschungsfrage und Hypothesen
3.3 Fragebogen
3.4 Stichprobe und Ausschalten von Störgrößen
3.5 Durchführung des Pre- und Post-Tests
3.6 Simulation einer Drucksituation
3.7 Durchführung der Trainingsphase
3.7.1 Allgemeines
3.7.2 Training der Kontrollgruppe
3.7.3 Training der Experimentalgruppe
4 Ergebnisse
4.1 Allgemeines
4.2 Unterschiede zwischen Kontrollgruppe und Experimentalgruppe bzw. zwischen Pre- und Post-Test (deskriptive Statistik)
4.3 Ergebnisse der Inferenzstatistik
4.3.1 Allgemeines
4.3.2 Korrelationsanalyse
4.3.3 Signifikanzprüfung
5 Zusammenfassung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
5.3 Methodenkritik
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit ein gezieltes Selbstwirksamkeitstraining die Trefferquote und die Selbstwirksamkeitserwartung von jungen Handballern im Alter von 12 bis 15 Jahren bei 7m-Strafwürfen verbessern kann.
2.1 Begriffsbestimmung
Das Konstrukt der Selbstwirksamkeit (auch Kompetenz- oder Selbstwirksamkeitserwartung genannt) beruht auf der sozial-kognitiven Lerntheorie von Albert Bandura (1979) und kennzeichnet die Fähigkeit durch subjektive Überzeugung bezüglich der eigenen Fähigkeiten selbst- oder fremdformulierte Ziele zu erreichen:
„Among the mechanisms of personal agency, none is more central or pervasive than people's beliefs about their capabilities to exercise control over events that affect their lives “
– Bandura, 1989, S. 1175.
Die Überzeugung etwas mit seinen eigenen Fähigkeiten bewältigen zu können beeinflusst die kognitiven Prozesse einer Person (Vorstellung, die Bewegung erfolgreich auszuführen oder das Ziel zu erreichen) und motiviert diese eine Handlung trotz Widrigkeiten auszuführen (ebd.). Personen, die eine hohe eigene Selbstwirksamkeit aufweisen, diesbezüglich, eine starke Überzeugung besitzen Situationen mit ihren Fähigkeiten bewältigen zu können, weichen trotz verschiedener Anforderungen und schwierigen Situationen nicht von der Überzeugung ab, die Aufgabe lösen zu können. Menschen mit hoher wahrgenommener Selbstwirksamkeit neigen zudem dazu sich schwierigere oder höhere Ziele auszuwählen. Im Gegensatz dazu meiden Personen mit niedriger Selbstwirksamkeit solche Situationen, da sie schon vor Beginn der Aufgabe davon überzeugt sind diese nicht bewältigen zu können. Somit wirkt sich die Selbstwirksamkeit direkt auf das Verhalten und die daraus resultierenden Handlungsergebnisse einer Person aus (siehe Abb. 1). Zusätzlich zur höheren Zielsetzung verfolgen Personen mit hoher subjektiver Selbstwirksamkeit ihre Ziele mit hoher Ausdauer und Anstrengung (Haffke, 2018, S. 43). Diese Aspekte werden in der vorliegenden Untersuchung besonders berücksichtigt und dienen als Grundlage der Interpretation der Ergebnisse.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des 7m-Strafwurfs im Handballsport und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Selbstwirksamkeit.
2 Das Konzept der Selbstwirksamkeit: Theoretische Herleitung des Konstrukts Selbstwirksamkeit nach Bandura sowie Beschreibung der vier Quellen und möglicher Trainingsmethoden.
3 Konzeption der Untersuchung: Darstellung des Untersuchungsdesigns, der Stichprobenauswahl sowie der Durchführung des Trainings und der Pre- bzw. Post-Tests.
4 Ergebnisse: Deskriptive und inferenzstatistische Auswertung der erhobenen Daten zur Trefferquote und Selbstwirksamkeitserwartung.
5 Zusammenfassung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Synthese der Ergebnisse aus den statistischen Auswertungen und kritische Reflexion des Studiendesigns.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Trainingskonzepte im Handballsport.
Selbstwirksamkeit, Selbstwirksamkeitserwartung, 7m-Strafwurf, Handball, Sportpsychologie, Trainingskonzept, Experimentalgruppe, Kontrollgruppe, Trefferquote, Leistungssteigerung, Prognosetraining, Emotionsregulation, Jugendliche, motorische Fähigkeiten, Statistik.
Die Masterarbeit untersucht, ob ein spezifisches, sportpsychologisch orientiertes Selbstwirksamkeitstraining die Trefferquote von Jugendlichen beim 7m-Strafwurf im Handball verbessern kann.
Die Arbeit verknüpft sportwissenschaftliche Theorien zur Selbstwirksamkeit mit praktischen Trainingsmethoden im Handballsport und evaluiert diese durch ein quantitatives Untersuchungsdesign.
Das Ziel ist zu prüfen, ob die Kombination aus praktischem Training und ergänzendem Selbstwirksamkeitstraining zu einer signifikant höheren Trefferquote führt als ausschließlich praktisches Training.
Es wurde ein experimentelles Untersuchungsdesign mit einer Experimental- und einer Kontrollgruppe gewählt, wobei Daten über Pre- und Post-Tests erhoben und mittels deskriptiver sowie Inferenzstatistik analysiert wurden.
Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen der Selbstwirksamkeit, die Konzeption der Untersuchung inklusive der Trainingspläne und die ausführliche statistische Auswertung der Studienergebnisse ab.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Selbstwirksamkeit, Handball, 7m-Strafwurf, sportpsychologisches Training und Leistungssteigerung charakterisieren.
Die Untersuchung ergab, dass beide Gruppen – sowohl mit als auch ohne zusätzliches Selbstwirksamkeitstraining – durch das praktische Training signifikante Verbesserungen ihrer Leistungen zeigten.
Statistisch waren die Unterschiede zwischen den Gruppen bei der Inferenzprüfung weitgehend nicht signifikant, was der Autor unter anderem auf eine begrenzte Stichprobengröße und geringe Mittelwertsdifferenzen zurückführt.
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