Bachelorarbeit, 2020
55 Seiten, Note: 1,4
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Vorgaben des §20 SGB V für ein Bewegungskonzept
3.2 Low Back Pain Syndrom - Volksleiden Nr.1
4 FORSCHUNGSFRAGE
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Prozess der Studienauswahl und Datenerhebung
4.3 Auswertung der Literaturquellen
5 ERGEBNISSE
5.1 Tabellarische Darstellung und Beschreibung der Studienergebnisse
5.2 Kriterienauswertung
5.2.1 Schmerzreduktion
5.2.2 Belastungskomponenten und Übungsauswahlen
5.2.3 Aufklärung
6 DISKUSSION
7 LIMITATIONEN UND AUSBLICK
8 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Bachelor-Thesis verfolgt das Ziel, ein präventivorientiertes Bewegungskurskonzept für erwerbstätige Personen zu konzipieren, das sowohl für Selbstzahler als auch für die Abrechnung über Krankenkassen gemäß den Anforderungen des §20 SGB V geeignet ist, wobei die Wirksamkeit anhand einer systematischen Literaturrecherche untersucht wird.
3.2 Low Back Pain Syndrom - Volksleiden Nr.1
Rückenschmerzen sind subjektive Erfahrungen von Personen ohne indirekten Zugang, welche sich nicht mit Sicherheit durch Untersuchungen und Labortests belegen oder ausschließen lassen können. Erkrankungen der Wirbelsäule sowie Rückenschmerzen sind Störungen der Gesundheit mit medizinischer, epidemiologischer und gesundheitsökonomischer Bedeutung (Raspe, 2012, S. 7).
Einen detaillierten Überblick über die Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und der Inzidenz und Prävalenz von Rückenschmerzen bietet Vouri (2001). Nach Durchsicht und Analyse verschiedener Evidenzquellen zur Inzidenz von Rückenschmerzen kommt er zu dem Schluss, dass es starke Beweise für die Effekte von Primärprävention von körperlicher Aktivität in der Freizeit gibt. Die meisten Formen körperlichen Aktivität in der Freizeit erhöhen das Risiko von Rückenschmerzen nicht. Lediglich längere, schwere körperliche Arbeit oder Sport scheinen einen Einfluss auf Rückenschmerzen zu haben. Jedoch ist unklar, inwieweit ein Risikoanstieg auf die Intensität der körperlichen Aktivität oder auf eventuell erlittene Verletzungen nachzuweisen ist. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die allgemeine Annahme eines Zusammenhangs zwischen Sitzen und dem Auftreten von Rückenschmerzen nicht unterstützt werden kann (Vouri, 2001).
Rückenschmerzen weisen, wie bereits in der Einleitung erwähnt, eine hohe Prävalenz auf. Laut der Deutschen Rückenschmerzstudie aus den Jahren 2003/2006 liegt die Stichtagprävalenz von Rückenschmerzen (Heute Schmerzen) zwischen 32% und 49%. Die Lebenszeitprävalenz (mindestens einmal Rückenschmerzen im Leben) liegt sogar zwischen 74% und 85%. Dementsprechend hatten nur ca. 20% der Personen noch nie in ihrem Leben Rückenschmerzen erlebt. Des Weiteren wird belegt, dass 7% der Befragten schwere und sogar 9% erheblich behindernde Rückenbeschwerden hatten (Raspe, 2012, S. 13). Chronische Schmerzen des Rückens werden als beinahe tägliche, für mindestens 3 Monate anhaltende Schmerzen definiert. So hat laut Robert-Koch-Institut [RKI] jeder sechste Mann sowie jede vierte Frau in den letzten 12 Monaten unter chronischen Rückenschmerzen gelitten. Des Weiteren zeigten Ergebnisse des Instituts eine Zunahme der chronischen Rückenschmerzen mit dem Lebensalter (RKI, 2015, S. 69).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Es wird die Zunahme chronisch-degenerativer Erkrankungen dargestellt und die Relevanz präventiver Bewegungskurse nach §20 SGB V für Kunden mit Low Back Pain erläutert.
2 ZIELSETZUNG: Das Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, ein evidenzbasiertes Bewegungskurskonzept unter Berücksichtigung gesetzlicher Kriterien für die Zielgruppe zu konzipieren.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des §20 SGB V sowie die epidemiologische Bedeutung des Low Back Pain Syndroms als Volkskrankheit beschrieben.
4 FORSCHUNGSFRAGE: Die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit präventivorientierter Bewegungskurse wird formuliert und das methodische Vorgehen der systematischen Literaturrecherche dargelegt.
5 ERGEBNISSE: In diesem Teil werden die selektierten Studien tabellarisch aufgeführt und hinsichtlich Schmerzreduktion, Belastungskomponenten und Aufklärung ausgewertet.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der aktuellen Studienlage diskutiert, wobei die Heterogenität der Programme und Limitationen der Evidenz kritisch betrachtet werden.
7 LIMITATIONEN UND AUSBLICK: Es werden Schwachstellen der Literaturrecherche reflektiert und zukünftiger Forschungsbedarf zur Optimierung präventiver Maßnahmen abgeleitet.
8 ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Wirksamkeit von Bewegungstherapien ab und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur individuellen Anpassung von Kurskonzepten.
Low Back Pain, Rückenschmerzen, §20 SGB V, Präventionsgesetz, Bewegungskurse, Primärprävention, systematische Literaturrecherche, Schmerzreduktion, Rückenschule, Gesundheitsförderung, körperliche Aktivität, Belastungskomponenten, Intervention, Evidenzbasierung, Chronifizierung.
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit von präventivorientierten Bewegungskurskonzepten nach §20 SGB V für Kunden mit Low Back Pain Syndrom, um eine wissenschaftliche Basis für solche Angebote zu schaffen.
Die zentralen Felder sind die gesetzlichen Anforderungen an Präventionskurse, die epidemiologische Situation bei Rückenschmerzen und die Analyse der Wirksamkeit von Bewegungsinterventionen.
Ziel ist die Konzeption eines präventivorientierten Bewegungsprogramms für Erwerbstätige auf Basis systematischer Literaturrecherche, welches sowohl für Selbstzahler als auch für eine Krankenkassenabrechnung geeignet ist.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, bei der relevante Primärstudien und Übersichtsarbeiten gesichtet und nach PRISMA-Richtlinien analysiert wurden.
Im Hauptteil werden der aktuelle Kenntnisstand, das methodische Vorgehen bei der Studienselektion sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der Studienergebnisse in Bezug auf Schmerzreduktion und Übungsauswahl präsentiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Low Back Pain, Präventionsgesetz, Bewegungstherapie, Schmerzreduktion und Evidenzbasierung charakterisiert.
Die Auswertung zeigt, dass Aufklärung über die Funktionsweise des Rückens und die Bedeutung von körperlicher Aktivität eine zentrale Rolle für die Verhaltensänderung und Chronifizierungsprophylaxe spielt.
Die Studienlage deutet darauf hin, dass arbeitsplatznahe Programme oft sehr effektiv sind, wobei die Wirksamkeit außerhalb dieser Umgebung stärker von der individuellen Gestaltung und Nachhaltigkeit des Programms abhängt.
Die Heterogenität der untersuchten Programme, unterschiedliche Beobachtungszeiträume und variierende Messmethoden bei der Schmerzintensität erschweren eine eindeutige, generalisierbare Aussage.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

