Bachelorarbeit, 2011
58 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Menschenbilder
2.1. Was sind Menschenbilder?
2.2. Die Bedeutung von Menschenbildern
2.3. Menschenbilder in der Betriebswirtschaft und den Managementwissenschaften
2.3.1. Explizite Menschenbilder in der Betriebswirtschaftlehre
2.3.2. Implizite Menschenbilder in der Betriebswirtschaftslehre
2.4. Schlussfolgerung für das betriebswirtschaftliche Menschenbild
3. Der faktortheoretische Ansatz
3.1. Das Faktorsystem – Grundlage des faktortheoretischen Ansatzes
3.2. Einbettung in den historischen Kontext: Technisierung und Taylorismus
3.2.1. Historische Rahmenbedingungen und Lebensumstände
3.2.2. Grundsätze der wissenschaftlichen Betriebsführung
3.3. Merkmale und Eigenschaften des faktortheoretischen Ansatzes
3.3.1. Der dispositive Faktor
3.3.2. Der Faktor Arbeit
3.3.3. Betriebsmittel
3.3.4. Werkstoffe
3.4. Bedeutung für die heutige Betriebswirtschaftlehre
3.5. Das Menschenbild im faktortheoretischen Ansatz
3.5.1. Herleitung des Menschenbildes der Faktorentheorie
3.5.2. Der Homo oeconomicus
4. Die Ressourcentheorie
4.1. Problematik und Konzeptualisierung des Begriffs Human Resource Management
4.2. Historische Wurzeln und Entwicklung des Resource-based view und des Human Resource Management
4.3. Merkmale und Eigenschaften der Ressourcentheorie
4.3.1. Der Begriff der ‚Strategie‘ und die Ausrichtung des HRM
4.3.2. Abhängigkeit von anhaltenden Wettbewerbsvorteilen
4.3.3. Ressourcen als Mittel zur Erreichung von anhaltenden Wettbewerbsvorteilen
4.4. Das Menschenbild im ressourcentheoretischen Ansatz
4.4.1. Herleitung des Menschenbildes im ressourcentheoretischen Ansatzes
4.4.2. Das Menschenbild im ressourcentheoretischen Ansatz
5. Vergleich
5.1. Vergleich des faktortheoretischen Ansatzes und der Ressourcentheorie
5.2. Vergleich des homo oeconomicus mit dem Menschenbild der Ressourcentheorie
5.3. Vergleich durch Einbettung in die Theorie X und Y
6. Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht und vergleicht das Menschenbild des faktortheoretischen Ansatzes nach Erich Gutenberg mit dem der Ressourcentheorie (Resource-based view). Dabei wird hinterfragt, wie unterschiedliche Führungsmodelle und Annahmen über den Menschen das Managementhandeln prägen und ob eine Diskrepanz zwischen den theoretischen Modellen und den zugrunde liegenden Menschenbildern besteht.
3.5.1. Herleitung des Menschenbildes der Faktorentheorie
Gutenberg beginnt sein Werk ‚Die Unternehmung als Gegenstand betriebswirtschaftlicher Theorie‘ mit der Umschreibung des Begriffs der Untenehmung.
„Die Unternehmung entsteht durch bewußten, schöpferischen Akt des Menschen (…) Jede Unternehmung (…) ist das Ergebnis eines zielstrebigen, die Güter unter einem einheitlichen Zweck zusammenfassenden Willens“ (Gutenberg 1929, S. 11).
Wie zuvor dargestellt, ist das Faktorsystem eine generelle und quantifizierbare Form der Unternehmung. Es handelt sich um eine Abstraktion von der in der Realität durch die Individualität des Menschen geprägte Institution, die durch die Einführung eines Gebots vereinfacht wird. Dieses Gebot ist das Rationalprinzip, welches jegliches menschliche Handeln im Betrieb bestimmt. Die Trennung von Zweck und Mitteln ist der Kern des Rationalprinzips: „Es ist (...) für alles menschliche Schaffen und Handeln charakteristisch, daß es sich in der Zweck-Mittel-Relation vollzieht“ (Gutenberg 1929, S. 30).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Wandel der Wertschätzung von Personal und führt in die Fragestellung ein, wie Menschenbilder wirtschaftliches Handeln beeinflussen.
2. Menschenbilder: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Menschenbildes, unterscheidet zwischen expliziten und impliziten Formen und erläutert deren Bedeutung für die Managementwissenschaften.
3. Der faktortheoretische Ansatz: Es wird das von Gutenberg entwickelte Faktorsystem und dessen historischer Kontext (Taylorismus) dargestellt, woraus das Menschenbild des rational agierenden Homo oeconomicus abgeleitet wird.
4. Die Ressourcentheorie: Dieses Kapitel behandelt den Resource-based view und das Human Resource Management, wobei der Mensch hier als komplexes, individuelles Potenzialträger-Wesen gesehen wird.
5. Vergleich: Die beiden Theorien werden kontrastiert, wobei die Unterschiede in der Wertschätzung des Faktors Mensch sowie in der Flexibilität der Managementinstrumente hervorgehoben werden.
6. Schlussfolgerung: Das Fazit stellt fest, dass beide Ansätze ihre Berechtigung haben, da sie unterschiedliche betriebliche Anforderungen adressieren und auf verschiedenen Kontexten basieren.
Menschenbild, Betriebswirtschaftslehre, Faktortheorie, Ressourcentheorie, Erich Gutenberg, Resource-based view, Homo oeconomicus, Human Resource Management, Rationalprinzip, Taylorismus, Personalmanagement, Unternehmensführung, Wettbewerbsvorteil, Motivationspsychologie, Theorie X und Y
Die Arbeit analysiert und vergleicht, wie die Betriebswirtschaftslehre den Menschen betrachtet und wie diese Vorstellungen die Organisation und das Management von Mitarbeitern beeinflussen.
Die zentralen Themenfelder sind die Menschenbild-Ansätze innerhalb des faktortheoretischen Modells nach Gutenberg und der ressourcentheoretischen Sichtweise (Resource-based view) unter Einbeziehung von Personalmanagement-Konzepten.
Das Ziel ist es, die zwei unterschiedlichen Theorien als gegensätzliche Punkte auf einem Spektrum der Menschenbilder im Managementbereich zu positionieren und zu hinterfragen, wie sich das Führungsverhalten daraus begründet.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich von Fachliteratur, um die impliziten und expliziten Menschenbilder aus den genannten Organisationstheorien zu extrahieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem faktortheoretischen Ansatz, der Ressourcentheorie sowie einen direkten Vergleich dieser beiden Konzepte inklusive einer Einordnung durch McGregors Theorien X und Y.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Menschenbild, Faktortheorie, Ressourcentheorie, Homo oeconomicus, Human Resource Management und Wettbewerbsvorteil.
Das Modell dient der Vereinfachung und Formalisierung, um eine mathematisch präzise Grundlage für die betriebswirtschaftliche Planung und Effizienzsteigerung zu schaffen, bei der psychische Unwägbarkeiten ausgeklammert werden.
Während der faktortheoretische Ansatz den Menschen als homogene, effiziente Arbeitskraft-Einheit betrachtet, sieht die Ressourcentheorie den Menschen als komplexes, individuelles und motivierbares Potenzial, das einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil sichern kann.
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