Bachelorarbeit, 2020
55 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Hintergrund und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
1.3. Methodik der systematischen Literaturanalyse
2. Theoretische Grundlagen und Definitionen
2.1. Digitalisierung
2.2. Arbeit 4.0
2.2.1. New Work
2.2.2. Digital Workplace
2.3. IT-Tools
3. Herausforderungen bei der Implementierung neuer IT-Tools
3.1. Erhöhter digitaler Stress
3.1.1. Digitalisierung als Stressfaktor
3.1.2. Arbeitsüberlastung als Stressfaktor
3.1.3. Entgrenzung der Arbeit als Stressfaktor
3.1.4. IT-Tools als Stressfaktor
3.2. Technologieakzeptanz auf Mitarbeiterebene
3.2.1. Technologieakzeptanzmodelle TAM, TAM2 und UTAUT
3.2.2. Altersabhängige Akzeptanz
3.2.3. Toolabhängige Akzeptanz
3.3. Mangelnde digitale Kompetenzen
3.4. Unzulängliches Change Management
3.4.1. Technologieakzeptanz auf Managementebene
3.4.2. Mangelnde Nutzerpartizipation und Nutzerzentrierung
3.4.3. Fortbestehen etablierter Unternehmenskulturen
3.5. Zwischenfazit
4. Erfolgsfaktoren bei der Implementierung neuer IT-Tools
4.1. Digital Change Management
4.1.1. Wandel der Führungskultur
4.1.2. Wandel der Unternehmenskultur
4.2. Mitarbeiterpartizipation in Implementierungsprozessen
4.3. Aufbau digitaler Kompetenzen
4.3.1. Lebenslanges, zielgruppenspezifisches Lernen
4.3.2. Zunahme digitaler Lernangebote
5. Fazit
5.1. Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen
5.2. Limitationen und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Implementierung neuer IT-Tools im Zuge der Digitalisierung aus Sicht der Mitarbeiter und leitet daraus notwendige Erfolgsfaktoren und Maßnahmen für eine gelungene Implementierung ab, um das volle Potenzial der Technologien nachhaltig nutzbar zu machen.
3.1.2. Arbeitsüberlastung als Stressfaktor
Bereits seit mehreren Jahren berichten Arbeitnehmer darüber, dass sich ihre Arbeitsbelastung konsequent Jahr für Jahr erhöht. So geben auch zuletzt während einer von Wrike (2018) durchgeführten Umfrage 60% der Befragten an, dass ihre Arbeitsbelastung im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist. Eine zuvor durch das Institut DGB-Index Gute Arbeit (2016) durchgeführte Umfrage unter 9.737 Erwerbstätigen ergibt außerdem, dass bei fast der Hälfte der Befragten die Arbeitsbelastung vor allem durch die Digitalisierung zugenommen hat. Als wesentliche Einflussfaktoren identifizieren Schaff (2019, 304) und Matusiewicz (2019, 292) die erhöhte Geschwindigkeit, in der Arbeit verrichtet wird, die zunehmende Arbeitsverdichtung sowie die dadurch bedingte, signifikante Verringerung von Erholungsphasen.
Das ursprüngliche Ziel von digitalisierter Arbeit war es nach Albers (2018), das reguläre Arbeitspensum in kürzerer Zeit zu erledigen und damit effizienter zu gestalten, da Arbeit mithilfe von digitalen Technologien schneller und ohne große Leerlauf- oder Wartezeiten erledigt werden könne. Er kritisiert jedoch, dass die somit neugewonnene Zeit in der Realität jedoch nicht etwa für Freizeit verwendet, sondern mit noch mehr Arbeit „verdichtet“ würde. Es entfallen kurze Erholungspausen in Warte- oder Leerlaufphasen, die nun ausschließlich in den tatsächlichen Pausenzeiten stattfinden. Er ergänzt außerdem, dass viele Unternehmen ihren Mitarbeitern zwar flexible Arbeitsmodelle anbieten würden, um ihre Work-Life-Balance zu verbessern, jedoch habe sich in vielen Fällen an der grundsätzlichen Erwartungshaltung gegenüber der Anwesenheit der Mitarbeiter in den Büroräumlichkeiten nichts geändert. Unabhängig davon, ob ein Mitarbeiter die Möglichkeit zeitweise aus dem Homeoffice zu arbeiten zugesprochen bekommen hat, besteht also trotzdem noch die Erwartungshaltung, dass die Mitarbeiter jederzeit in den Büros präsent sind. Viele Mitarbeiter können mittlerweile nicht mehr richtig abschalten, fühlen sich von ihrer Arbeit überlastet und leiden unter einer entsprechend hohen Stressbelastung.
Einleitung: Einführung in die Problematik der Implementierung von IT-Tools im Zuge der Digitalisierung und Definition der Forschungsfrage.
Theoretische Grundlagen und Definitionen: Erläuterung der Kernbegriffe wie Digitalisierung, Arbeit 4.0, Digital Workplace und IT-Tools.
Herausforderungen bei der Implementierung neuer IT-Tools: Analyse der Barrieren, insbesondere digitaler Stress, Technologieakzeptanz, mangelnde Kompetenzen und unzureichendes Management.
Erfolgsfaktoren bei der Implementierung neuer IT-Tools: Ableitung von Maßnahmen für eine nachhaltige Implementierung durch Digital Change Management und Förderung von Lernkulturen.
Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, Handlungsempfehlungen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Digitalisierung, Arbeit 4.0, Digital Workplace, IT-Tools, Digitaler Stress, Technologieakzeptanz, Change Management, Unternehmenskultur, Mitarbeiterpartizipation, Digitale Kompetenzen, Lebenslanges Lernen, EdTech, Implementierungsprozesse, User Adoption, Führungskultur
Die Bachelorarbeit beleuchtet die Herausforderungen, die sich bei der Einführung zahlreicher neuer IT-Tools in Unternehmen für die Mitarbeiter ergeben, und identifiziert Erfolgsfaktoren für deren nachhaltige Implementierung.
Die zentralen Themen umfassen die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Stresslevel der Mitarbeiter, die psychologischen Aspekte der Technologieakzeptanz und die Notwendigkeit einer neuen Führungs- und Lernkultur.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen IT-Tools so implementieren können, dass sie tatsächlich als Arbeitserleichterung wahrgenommen werden und das Potenzial der Mitarbeiter fördern, statt sie zu überfordern.
Die Autorin führte eine systematische Literaturanalyse durch, bei der 57 wissenschaftliche Publikationen und Studien ausgewertet wurden, um den aktuellen Forschungsstand zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der verschiedenen Herausforderungen – wie Stress durch ständige Erreichbarkeit und fehlendes Know-how – sowie die Ausarbeitung konkreter Erfolgsfaktoren wie Digital Change Management und Mitarbeiterbeteiligung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere "Digitaler Stress", "Technologieakzeptanz", "Mitarbeiterpartizipation", "Change Management" und "Digitale Kompetenzen".
Die Arbeit stellt fest, dass oft eine "One-Size-Fits-All"-Lösung ohne vorherige Anforderungsanalyse verfolgt wird, wodurch die Tools an den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter vorbeigehen und zu einer Überforderung führen.
Die Führungskraft fungiert als entscheidender Change-Agent; sie muss als Vorbild agieren, Vertrauen schaffen und das Team mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen, anstatt nur hierarchisch zu kontrollieren.
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