Bachelorarbeit, 2020
42 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Allgemeines zur Umsatzsteuer
1.2 Der Onlinehandel und seine Besteuerung
2 Problematik der Umsatzsteuer im Onlinehandel
2.1 Problematik der Identitätsbestimmung der Nutzer von Internetplattformen
2.2 Die fehlende Haftung der Onlinemarktplätze
3 Die steuerliche Prüfung im Onlinehandel nach dem Prüfschema zur Umsatzsteuer
3.1 Die Steuerbarkeit der Umsätze für Lieferungen und sonstige Leistungen im Onlinehandel
3.1.1 Die Lieferungen im Onlinehandel
3.1.2 Die sonstigen Leistungen im Onlinehandel
3.2 Die Steuerpflicht/ Steuerfreiheit für innergemeinschaftliche Lieferungen/ Erwerbe und Ausfuhrlieferungen/ Einfuhren aus dem Drittland im Onlinehandel
3.2.1 Innergemeinschaftliche Erwerbe und Lieferungen
3.2.2 Einfuhren und Ausfuhren
3.3 Die Bestimmung der Bemessungsgrundlage für den Onlinehandel
3.4 Die Gewährung des Vorsteuerabzugs im Onlinehandel
4 MOSS Verfahren
5 Aktuelle gesetzliche Regelungen in Bezug auf den Onlinehandel
5.1 Gesetzliche Regelungen zur Haftung von Marktplatzbetreibern
5.2 Mehrwertsteuersystem für die Besteuerung des Handels zwischen Mitgliedsstaaten und Drittländern
6 Fazit
Die Bachelor-Arbeit untersucht die komplexen umsatzsteuerlichen Herausforderungen, die durch das stetige Wachstum des Onlinehandels entstehen, und analysiert die Wirksamkeit aktueller sowie geplanter gesetzlicher Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerbetrug.
2.1 Problematik der Identitätsbestimmung der Nutzer von Internetplattformen
Viele Nutzer von diversen Internetplattformen verwenden anstelle ihres echten Namens, sogenannte Benutzernamen. Eine E-Mail- Adresse wird ebenfalls angegeben und somit ist die Registrierung als Privatperson bei einer Internetplattform abgeschlossen. Letztendlich wird kein Nachweis eingereicht, ob der Nutzer eines solchen Kontos tatsächlich eine Privatperson ist. Ohne einen Nachweis über die Identität eines solchen Nutzers, wird keine Umsatzsteuer erhoben, da nicht bekannt ist, von wem sie zu entrichten ist. Dies führt zum Ausfall von Umsatzsteuerzahlungen, da die Erhebung in bestimmten Fällen verpflichtend wäre.
Um solche Ausfälle zu verhindern, wurde zum Jahresbeginn 2019 eine neue Regelung vorgestellt, die für elektronische Marktplatzbetreiber neue Pflichten mit sich bringt. Gemäß §22f Abs. 1 S.1 UStG müssen die Marktplatzbetreiber bestimmte Grunddaten der Händler in einer Bescheinigung erfassen. Auch die Erfassung der Daten von Privatpersonen wurde in dieser Norm geregelt. Wenn solch eine gültige Bescheinigung nicht vorliegt, gemäß §25e Abs. 1 UStG die Marktplatzbetreiber für die zu entrichtende Umsatzsteuer. Auf die Haftung der Marktplatzbetreiber wird im weiteren Verlauf näher eingegangen.
Ein weiteres Problem im Bereich der Identitätsbestimmung der Nutzer tritt hervor, wenn nicht mehr klar zu differenzieren ist, ob es sich um einen privaten oder gewerblichen Nutzer handelt. Grundsätzlich sollte ein Mitglied, das gewerbliche, als auch private Verkäufe auf Internetplattformen tätig, zwei separate Mitgliedskonten erstellen. Da es für die steuerliche Bestimmung einfacher zu erkennen ist, auf welche Transaktionen die Umsatzsteuer tatsächlich anfällt, es ist wichtig, die gewerblichen und privaten Umsätze zu differenzieren. Wenn auf diese Differenzierung keine Rücksicht genommen wird, kann das Finanzamt nicht mehr unterscheiden, welche Umsätze zu versteuern sind und welche nicht versteuert müssen, da es sich um einen Privatverkauf handelt. Aus diesem Grund sollte in jeder privaten Anzeige angegeben werden, dass es sich um einen Privatverkauf handelt.
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die wachsende Bedeutung des Onlinehandels und die daraus resultierenden Herausforderungen für das Steuerrecht sowie die Zielsetzung dieser Arbeit.
2 Problematik der Umsatzsteuer im Onlinehandel: Das Kapitel behandelt die grundlegenden Schwierigkeiten bei der Identitätsfeststellung von Marktplatznutzern und die Problematik der fehlenden Haftung der Plattformbetreiber.
3 Die steuerliche Prüfung im Onlinehandel nach dem Prüfschema zur Umsatzsteuer: Hier werden die Kriterien für die Steuerbarkeit von Lieferungen und sonstigen Leistungen sowie die Besonderheiten bei grenzüberschreitenden Transaktionen und dem Vorsteuerabzug erläutert.
4 MOSS Verfahren: Dieses Kapitel widmet sich dem „Mini-One-Stop-Shop“-Verfahren als Instrument zur Vereinfachung der umsatzsteuerlichen Abwicklung bei elektronischen Dienstleistungen für Privatkunden.
5 Aktuelle gesetzliche Regelungen in Bezug auf den Onlinehandel: Die Ausführungen konzentrieren sich auf neue Gesetzesnormen zur Haftung von Marktplatzbetreibern und die Modernisierung des Mehrwertsteuersystems für den Handel zwischen EU und Drittstaaten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Regelungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige kontinuierliche Anpassung der Gesetzgebung an den dynamischen Onlinehandel.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit den steuerrechtlichen Rahmenbedingungen im Onlinehandel, insbesondere mit der Problematik der Umsatzsteuererhebung bei Transaktionen über elektronische Marktplätze.
Zu den Schwerpunkten zählen die Haftung von Plattformbetreibern, die Identifizierung von Händlern, die umsatzsteuerliche Behandlung von Lieferungen und Dienstleistungen sowie die Vereinfachungsverfahren MOSS und OSS.
Das Ziel ist es, aktuelle gesetzliche Regelungen zur Besteuerung im Onlinehandel zu analysieren, deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen und die Wirksamkeit der Maßnahmen gegen Steuerbetrug zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse aktueller Gesetze, Richtlinien der EU sowie einschlägiger Rechtsprechung und Fachliteratur zur steuerlichen Einordnung von Sachverhalten im Onlinehandel.
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Steuerbarkeit von Umsätzen, die spezifischen Regelungen für grenzüberschreitende Lieferungen, die Haftung der Marktplatzbetreiber und die Details der Verfahren für elektronisch erbrachte Dienstleistungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Umsatzsteuerbetrug, Marktplatzhaftung, Lieferschwelle, Reverse-Charge-Verfahren und grenzüberschreitender elektronischer Warenverkehr geprägt.
Die Regelung verpflichtet Marktplatzbetreiber dazu, Grunddaten von Händlern zu erfassen und zu bescheinigen, was die Identifizierbarkeit der Händler verbessert und dem Finanzamt die Kontrolle über die Steuerentrichtung ermöglicht.
Da Nutzer auf Plattformen oft dasselbe Mitgliedskonto für beide Zwecke verwenden und keine eindeutige Trennung vornehmen, entstehen Schwierigkeiten bei der steuerlichen Zuordnung, was zu Steuerausfällen führen kann.
Das MOSS-Verfahren (bzw. zukünftig OSS) dient dazu, den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu senken, indem sie ihre Umsatzsteuerpflichten für elektronische Dienstleistungen in verschiedenen EU-Ländern über eine zentrale Stelle im Inland abwickeln können.
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