Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Vertrauen als bedeutende Komponente bei Dienstleistungen
2.1 Abgrenzung von Such-, Erfahrungs- und Vertrauensgütern
2.2 Bedeutung des Vertrauens zwischen Anbieter und Kunde
2.3 Besonderheiten des Vertrauens bei Gesundheitsdienstleistungen
3 Gesundheitsdienstleistungen in Deutschland
3.1 Die verschiedenen Akteure und deren Beziehung
3.2 Die klassische Gesundheitsdienstleistung – Das Arzt-Patient-Verhältnis
3.2.1 Bedeutung einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Arzt und Patient
3.2.2 Unterschiedliche Motive für den Arztbesuch
3.2.3 Shared Decision Making – Die partizipative Entscheidungsfindung
3.2.4 Die Bedeutung von Compliance und Adherence in diesem Zusammenhang
4 Die Relevanz unterschiedlicher Akteure in der Vertrauensbildung
4.1 Bedeutung der Dienstleistungsanbieter
4.2 Aufbau von Vertrauen durch Empfehlungen Dritter
4.2.1 Freunde und Familie
4.2.2 Bewertungsportale und internetbasierte Informationen
4.2.3 Meinungsführer und Experten
4.3 Die Bedeutung beeinflussender Akteure in der Dienstleistungsbranche - Eine Reflexion auf den Gesundheitssektor
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Vertrauen im Kontext von Gesundheitsdienstleistungen, die aufgrund ihrer Informationsasymmetrien als Vertrauensgüter klassifiziert werden. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Faktoren der Vertrauensbildung sowie der Relevanz verschiedener Akteure, wie Ärzte, soziales Umfeld und digitale Informationsquellen, für den Patienten.
2.1 Abgrenzung von Such-, Erfahrungs- und Vertrauensgütern
Wie bereits aufgezeigt, sind Transaktionen im Dienstleistungsbereich durch Informationsprobleme und Unsicherheiten gekennzeichnet. Diese Annahme ist Bestandteil der Neuen Institutionenökonomie. Mit Hilfe der darin behandelten Informationsökonomik soll geklärt werden, wie Informationsasymmetrien und Unsicherheiten überwunden werden können, da bei nahezu jeder neuen Transaktion sowohl Anbieter als auch Nachfrager ein Informationsdefizit aufweisen.12 Mit zunehmender Informationsasymmetrie werden drei Arten von Gütern unterschieden, welche in nachfolgender Abbildung dargestellt sind. Vertrauensgüter weisen demnach den höchsten Grad der Informationsasymmetrie auf.
Dienstleistungen sind dabei nicht klar abgrenzbar als Such-, Erfahrungs-, oder Vertrauensgut, sondern weisen meist Eigenschaften mehrerer Güterarten auf.13 Such- oder auch Inspektionsgüter sind dadurch gekennzeichnet, dass Eigenschaften und Qualität bereits vor dem Kauf für den Konsumenten beurteilbar sind. Das Vertrauen in den Anbieter spielt daher eine untergeordnete Rolle. Beispielsweise sind dies Grundnahrungsmittel wie Mehl oder Salz. Bei Erfahrungsgütern hingegen lassen sich die qualitativen Eigenschaften erst während oder nach dem Kauf feststellen, weshalb das Risiko eines Fehlkaufs gegeben ist. Der Kunde muss dem Anbieter also einen gewissen Vertrauensvorschuss entgegenbringen, wie es z.B. bei einem Restaurant oder Friseurbesuch der Fall ist. Außerdem sind mit der Informationsbeschaffung Opportunitätskosten verknüpft. Wurden letztlich positive Erfahrungen gemacht, wirkt sich dies auf das Vertrauen und künftige Käufe aus. Vertrauensgüter können vom Kunden auch nach dem Kauf häufig nur sehr schwierig oder gar nicht bewertet werden. Die Qualität ist somit erst nach gewisser Zeit und einer bestimmten konsumierten Menge beurteilbar. Dies ist meist dann der Fall, wenn Güter einen sehr hohen Dienstleistungsanteil beinhalten wie in etwa bei Rechtsanwälten oder Ärzten.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Gesundheitswesens dar und führt in das zentrale Problem der Vertrauensbildung bei Gesundheitsdienstleistungen ein.
2 Vertrauen als bedeutende Komponente bei Dienstleistungen: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Relevanz von Vertrauen und grenzt verschiedene Güterarten basierend auf deren Informationsasymmetrien voneinander ab.
3 Gesundheitsdienstleistungen in Deutschland: Hier werden die Akteure des deutschen Gesundheitssystems, insbesondere das Arzt-Patient-Verhältnis, sowie Konzepte wie Shared Decision Making und Compliance detailliert untersucht.
4 Die Relevanz unterschiedlicher Akteure in der Vertrauensbildung: Dieses Kapitel analysiert, wie verschiedene Akteure – vom sozialen Umfeld bis hin zu digitalen Plattformen – das Vertrauen der Patienten aktiv beeinflussen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Bedeutung von Vertrauen als essentielle Komponente bei Gesundheitsdienstleistungen zusammen und betont die wachsende Rolle neuer Informationswege.
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Die Arbeit behandelt die ökonomische und soziale Bedeutung von Vertrauen bei Gesundheitsdienstleistungen und analysiert, welche Akteure bei der Bildung dieses Vertrauens eine tragende Rolle spielen.
Zu den zentralen Feldern gehören die Informationsökonomik von Dienstleistungen, die Arzt-Patient-Interaktion, moderne Konzepte wie Shared Decision Making sowie der Einfluss von Internetportalen und sozialen Netzwerken.
Das primäre Ziel ist es, zu ergründen, warum Gesundheitsdienstleistungen als Vertrauensgüter eingestuft werden müssen und wie sich das Vertrauen in diesem Sektor durch verschiedene Einflusspersonen und Informationsquellen aufbauen lässt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung informationsökonomischer Theorien, um die Dynamiken in der Arzt-Patient-Beziehung und auf dem Gesundheitsmarkt zu erklären.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Vertrauens, die Analyse der Akteure im deutschen Gesundheitsmarkt und die detaillierte Betrachtung von Vertrauensbildern durch Freunde, Experten und digitale Medien.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Vertrauensgüter, Arzt-Patient-Verhältnis, Informationsasymmetrie, Compliance und digitale Vertrauensbildung geprägt.
Der Begriff Compliance wird oft mit einer paternalistischen Arzt-Patient-Beziehung gleichgesetzt, weshalb er zunehmend vom Konzept der Adherence abgelöst wird, das die Eigenverantwortung des Patienten stärker betont.
Obwohl Ärzte solchen Portalen oft kritisch gegenüberstehen, gewinnen sie als Informationsquelle an Bedeutung, da Patienten sie zunehmend zur Vorauswahl und zur Validierung ihrer Entscheidung für einen Arzt nutzen.
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