Masterarbeit, 2020
182 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung & Abgrenzung
1.3 Übersicht über die Arbeit
2 Theorie
2.1 Grundlagen der Digitalisierung
2.1.1 Begriffe aus der digitalen Welt
2.1.2 Die Digitale Transformation
2.1.2.1 Gestaltungsfelder & Kernelemente
2.1.2.2 Reifegradmodelle zur Messung des Digitalisierungsgrades
2.2 (Sport-)Vereinsorganisation in Österreich
2.2.1 Gesetzliche Grundlagen für den Verein
2.2.2 Aufbau- & Ablauforganisation
2.2.3 Besonderheiten von Sportvereinen
2.2.3.1 Merkmale von Sportvereinen & Einordnung im organisierten Sport
2.2.3.2 Einflussfaktoren
2.3 Digitalisierung in Sportvereinen
2.3.1 Chancen & Herausforderungen
2.3.2 Aktueller Forschungsstand & Modelle zur digitalen Bestandsanalyse
2.3.3 Die Bereiche der Sportvereinsanalyse
2.3.3.1 Digitale Grundlagen
2.3.3.2 Digitale Kommunikation
2.3.3.3 Digitale Prozesse
2.3.3.4 Digitale (Sport-)Angebote
2.4 Eigene Fragestellung
2.4.1 Zusammenfassung & Übertragung auf die eigene Fragestellung
2.4.2 Auswahl des relevanten Ansatzes
2.4.3 Hypothesen & Präzisierung der Zielsetzung
3 Methodik
3.1 Beschreibung der österreichischen TanzSport-Klubs
3.2 Vorgehen
3.2.1 Auswahl der Untersuchungsmethode
3.2.2 Zielgruppendefinition & Stichprobe
3.2.3 Ablauf der Datenerhebung
3.3 Präzisierung der Variablen (Operationalisierung)
3.4 Erhebungsinstrument
3.4.1 Fragebogenkonstruktion
3.4.2 Pretest
3.5 Statistische Analysemethoden
4 Ergebnisse
4.1 Darstellung der statistischen Merkmale
4.1.1 Merkmale der teilgenommenen Vereine
4.1.2 Merkmale der teilgenommenen Mitglieder
4.2 Vereinsanalyse: Deskriptive Statistik
4.2.1 Digitale Grundlagen
4.2.2 Digitalisierungsgrad der Kernbereiche
4.2.3 Einstellung zu Chancen & Herausforderungen der Digitalisierung
4.2.4 Mitgliederbedürfnisse
4.3 Inferenzstatistische Untersuchung
4.3.1 Einflussfaktoren auf den Digitalisierungsgrad
4.3.1.1 Digitale Kompetenz
4.3.1.2 Einstellung zur Digitalisierung
4.3.1.3 Interne Faktoren: Mitgliederstruktur & Finanzielle Mittel
4.3.2 Unterschiede zwischen Digitalisierungsgrad & Mitgliederbedürfnissen
4.3.3 Unterschiede in den Bedürfnissen von Leistungs- & Breitensportlern
4.4 Strukturierung der Variablen
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Qualität des eigenen Vorgehens
5.3 Digitales Reifegradmodell für Sportvereine
5.4 Ableitung von Maßnahmen für TanzSport-Klubs
5.4.1 Webseite: Mitgliederportal & Webforen
5.4.2 Digital Video: Live-Übertragung & Video-Analyse
5.4.3 Implementierung einer Vereinssoftware
5.4.4 Digitales Beziehungsmanagement & Kooperation
5.5 Ausblick
Die vorliegende Masterthesis zielt darauf ab, den digitalen Reifegrad von 35 österreichischen TanzSport-Klubs sowie die diesbezüglichen Bedürfnisse von 54 Vereinsmitgliedern zu untersuchen, um Potenziale für die Verbesserung von Dienstleistungen und die Aufwertung des organisierten Tanzsports zu identifizieren.
Digitale Kommunikation
Für Sportvereine empfiehlt sich die Erstellung eines ganzheitlichen Kommunikationskonzepts mit Fokus auf Website, Zielgruppenansprache und Analytics (Barmscheidt et al., 2018, S. 32–33). Obwohl das Marketing eines Sportvereins – vorwiegend aus finanziellen Gründen – nicht so umfangreich wie das eines klassischen gewinnorientierten Unternehmens ist, sollte dennoch Wert auf den Aufbau eines stringenten Außenauftritts gelegt werden. Dazu zählt ein Logo mit Wiedererkennungswert, ein Claim und die Entwicklung eines Corporate Designs (Fink, 2020, S. 4). Diese Bestandteile gehören sowohl auf die Webseite als auch in sämtlichen anderen Medien platziert.
Die Vereins-Webseite – mehr als nur eine Informationsplattform
Für ein positives Vereinsimage ist es nicht sinnvoll nur in sozialen Netzwerken vertreten zu sein. Eine eigene Internetseite ist ein wichtiges Kommunikations- und Informationsmedium sowie das Aushängeschild für den Sportverein (Golinsky, 2020, S. 89–91). Neben der strukturierten Informationsvermittlung bietet eine Vereins-Webseite auch die Möglichkeit Profile einzelner Mitglieder zu publizieren, einen Erfahrungsaustausch über Foren oder Diskussionen über Chaträume anzuregen (Meier, 2006, S. 121). Profile und wichtige Daten können aber auch selbst von den Mitgliedern bearbeitet werden, wenn die Webseite ein Mitgliederportal bzw. ein Intranet zur Verfügung stellt. Dort lassen sich zusätzliche interne Informationen bspw. zu Trainerstunden, Änderungen im Trainingsbetrieb (vor allem in Zeiten von Corona) oder zu Trainingscamps bereitstellen (Golinsky, 2020, S. 93).
Das Baukastensystem ist die einfachste Variante, um schnell die wichtigsten Vereins-Informationen ins Internet zu bringen. Diese müssen aber trotzdem immer aktuell gehalten werden. Der Verein kann aber auch eine Fachfirma zur Erstellung und Wartung einer Webseite beauftragen, was jedoch eine teure Variante ist. Eine einfache Lösung zum Selbermachen sind die sogenannten Content-Management-Systeme wie z. B. WordPress, Magento oder TYPO3. Sie haben den Vorteil, dass die Verantwortlichen notfalls wechseln können und dass sie zum Teil kostenfrei zur Verfügung stehen. Aufgrund der vermehrten Nutzung von Smartphones sollte darauf geachtet werden, dass die Webseite in einem responsivem Design erstellt wird. Außerdem ist eine Transportverschlüsselung von Daten mit https unbedingt notwendig. Das Verschlüsselungszertifikat kann sich der Verein tlw. sogar gratis beim Domainanbieter holen (Golinsky, 2020, S. 90–91).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung für Sportvereine und begründet die Notwendigkeit einer empirischen Bestandsaufnahme am Beispiel österreichischer TanzSport-Klubs.
2 Theorie: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit durch Definitionen zur digitalen Transformation, die Einordnung der österreichischen Vereinsorganisation und die Vorstellung von Modellen zur Bestandsanalyse.
3 Methodik: Der methodische Teil beschreibt das Forschungsdesign, die Zielgruppendefinition und das Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die Operationalisierung der untersuchten Variablen.
4 Ergebnisse: Die deskriptive und inferenzstatistische Analyse liefert Erkenntnisse zum Digitalisierungsgrad der Vereine, den Mitgliederbedürfnissen sowie einflussnehmenden Faktoren wie Mitgliederstruktur und digitale Kompetenz.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, ein Reifegradmodell für Sportvereine präsentiert und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis der TanzSport-Klubs abgeleitet.
Digitaler Reifegrad, Sportverein, Tanzsport, Mitgliederbedürfnis, Digitalisierung, digitale Transformation, Vereinsorganisation, Kommunikationskonzept, Online-Befragung, Vereinsmanagement, digitale Kompetenz, Bestandsanalyse, IT-Infrastruktur, Nischensport, Mitgliederbindung.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Digitalisierungsgrad von österreichischen TanzSport-Klubs und gleicht diesen mit den Bedürfnissen der Vereinsmitglieder ab, um Potenziale zur Verbesserung des Vereinsangebots aufzuzeigen.
Die zentralen Felder sind die digitale Infrastruktur in Sportvereinen, die interne und externe Kommunikation, digitale Prozesse, moderne Trainingsangebote sowie die Einstellung der Verantwortlichen und Mitglieder zur Digitalisierung.
Das Ziel ist eine fundierte Bestandsanalyse, die als Grundlage für die Entwicklung eines spezifischen Reifegradmodells für Sportvereine dient und konkrete Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung digitaler Maßnahmen liefert.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz in Form von zwei parallelen Online-Befragungen: eine zur Erhebung des IST-Stands der Vereine und eine zur Ermittlung der Bedürfnisse ihrer Mitglieder.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse, inklusive der Erstellung eines digitalen Reifegradmodells.
Er wird durch die Nutzungsintensität technologischer Ressourcen in den Kernbereichen Kommunikation, Prozesse und Sportangebot definiert und anhand eines modifizierten DRP™-Schnellchecks messbar gemacht.
Die Pandemie fungierte als "Katalysator" für die Digitalisierung, da viele Vereine gezwungen waren, ihr Angebot kurzfristig anzupassen, was die Zufriedenheit und Bedürfnisse der Mitglieder nachhaltig beeinflusste.
Die Untersuchung zeigt, dass beide Gruppen unterschiedliche digitale Bedürfnisse haben, beispielsweise hinsichtlich der Bereitstellung von Blogs und Foren, was für eine zielgruppenspezifische Vereinsstrategie essenziell ist.
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