Bachelorarbeit, 2020
163 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungstand und Forschungslücke
1.3 Aufbau der Arbeit, Abgrenzung und Zielsetzung
2. Private Equity Grundlagen
2.1 Private Equity im Kontext der Unternehmensfinanzierung
2.2 Geschäftsmodell, Transaktionsablauf und die rechtlichen Strukturen
3. Grundlagen Big Data und Künstliche Intelligenz
3.1 Begriff und Anforderungen
3.2 Überblick über Big Data Technologien
3.3 Big Data Analytics
3.3.1 Data Mining Prozess
3.3.2 Big Data als Treiber für Künstliche Intelligenz (KI)
4. Chancen und Risiken für die Private Equity Branche durch den Einsatz von Big Data (Analytics) und KI
4.1 Methodik/Aufbau der empirischen Studie
4.2 Der traditionelle PE-Investmentprozess
4.2.1 Deal Sourcing
4.2.2 Due Diligence und Kaufabwicklung
4.2.3 Operative Wertschöpfung/Portfolio-Management und Exit
4.3 Digitale Disruption des PE-Investmentprozesses
4.3.2 Deal Sourcing
4.3.3 Due Diligence und Kaufabwicklung
4.3.4 Portfolio-Monitoring/operative Wertschöpfung und Exit
4.4 Darlegung der Forschungsergebnisse
4.4.1 Positionen, Tätigkeitsbereiche und Sweet-Spots (Frage 1)
4.4.2 Fondsgrößen und Mitarbeiteranzahl (Fragen 2 und 3)
4.4.3 Bisherige Berührungspunkte zu BDA und KI (Frage 4)
4.4.4 Akzeptanz und Rogers‘ Adaptionskurve (Fragen 5 und 6)
4.4.5 Vor- und Nachteile (Frage 7)
4.4.6 beeinflusste Phasen und Job-Positionen (Frage 8)
4.4.7 Überblick Investmentprozess (Frage 9)
4.4.8 Gründe für/gegen den bisherigen Einsatz von KI und/oder BDA (Frage 10)
4.4.9 Erkenntnisse bisheriger KI/BDA-Verwendung bzw. Nachdenken über künftige Implementierung (Fragen 11 und 12)
4.5 Interpretation der Forschungsergebnisse
5. Fazit
Ziel dieser Bachelorthesis ist es, die Auswirkungen der Digitalisierung, insbesondere durch Big Data Analytics (BDA) und Künstliche Intelligenz (KI), auf den Investmentprozess der deutschen Private-Equity-Branche zu untersuchen und den Handlungsbedarf sowie das Potenzial für moderne Investment-Workflows aufzuzeigen.
1.1 Problemstellung
Die Private Equity-Branche ist noch eine der wenigen Branchen, in der die Digitalisierung noch nicht so fortgeschritten ist, wie in anderen Branchen. Bisher wurden nur von wenigen PEGs Big Data Technologien implementiert. Internationale Beispiele dafür sind bspw. Two-Six Capital, Connetic Ventures oder auch Ardian. Die Mitarbeiter einer PEG berufen sich auf ihr mühsam aufgebautes Netzwerk, um z. B. bei einer Konferenz neue Investment-Möglichkeiten auf ihren Radar zu bekommen (sog. Deal Sourcing) und genau dieser traditionelle Weg ist nicht mehr zeitgemäß. Der Grund dafür liegt darin, dass durch den Technologiefortschritt effizientere Wege zur Verfügung stehen.
Des Weiteren erfolgt das sog. Portfolio Monitoring (vgl. Kap. 4.2.3) immer noch mit fragmentierten Berichten und manuellen Spreadsheet-Programmen, d. h., dass auch hier enormes Verbesserungspotenzial steckt. Generell müssten alle administrativen und Investment-Prozesse innerhalb der PEG auf den Prüfstand gestellt werden. Dies verdeutlicht auch die Tatsache, dass die Mehrzahl an PEGs in Sachen Digitalisierung um Jahre zurückliegen. Demzufolge besteht ein großer Handlungsbedarf. Nach einer Studie von Kearny/TU München (2019) wird davon ausgegangen, dass in zehn Jahren (2029) bspw. Technologien wie Machine Learning in der Due Diligence (vgl. Kap. 4.2.2) und im Investmentprozess als Standard angesehen werden könnten. Aus diesem Grund müssen die PEGs jetzt tätig werden. Somit wird aus der Problemstellung schon die große Relevanz deutlich.
1. Einführung: Dieses Kapitel stellt das boomende Umfeld von Private Equity dar, identifiziert die fehlende Digitalisierung als zentrale Herausforderung und definiert das Ziel, den Einfluss von Big Data und KI auf den Investmentprozess zu untersuchen.
2. Private Equity Grundlagen: Es werden die begrifflichen Grundlagen, das Geschäftsmodell von PE-Gesellschaften sowie die rechtlichen und transaktionalen Strukturen erläutert, um ein Basisverständnis für die Branche zu schaffen.
3. Grundlagen Big Data und Künstliche Intelligenz: Das Kapitel definiert Big Data, erläutert die verschiedenen Analysetechnologien (Data Mining, Predictive Analytics) und zeigt, wie Big Data als Treiber für Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen dient.
4. Chancen und Risiken für die Private Equity Branche durch den Einsatz von Big Data (Analytics) und KI: Dieser Kernteil analysiert den traditionellen Investmentprozess und seine digitale Disruption, präsentiert empirische Ergebnisse aus Experteninterviews und interpretiert diese im Kontext der aktuellen Forschung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Effizienzpotenziale durch digitale Transformation im Investment-Workflow und leitet Handlungsempfehlungen für PE-Gesellschaften ab.
Private Equity, Digitalisierung, Investmentprozess, Künstliche Intelligenz, Big Data, Big Data Analytics, Rogers‘ Innovations-Adaptionskurve, Deal Sourcing, Due Diligence, Portfoliomanagement, Wertschöpfung, Machine Learning, Investmententscheidungen, Technologie, Effizienz
Die Thesis befasst sich mit der digitalen Transformation innerhalb der deutschen Private-Equity-Branche, insbesondere mit der Frage, wie Technologien wie Big Data und Künstliche Intelligenz den traditionellen Investmentprozess verändern können.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Phasen des Investmentprozesses (Deal Sourcing, Due Diligence, Portfolio-Management, Exit), die Grundlagen von Big Data und KI sowie die empirische Untersuchung der Adaptionsrate in der Praxis.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, inwieweit Private-Equity-Gesellschaften durch den Einsatz von Big Data Analytics und KI profitieren können und ob diese Technologien einen notwendigen digitalen Handlungsbedarf widerspiegeln.
Der Verfasser kombinierte eine umfassende Literaturrecherche mit einer qualitativen empirischen Studie, die auf sieben Experteninterviews basiert, sowie einem praxisorientierten Use Case.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen zu PE und BDA/KI sowie die Analyse des traditionellen gegenüber dem digital disruptierten Investmentprozess inklusive der Auswertung der Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Private Equity, Digitalisierung, Investmentprozess, Big Data Analytics, KI, Deal Sourcing, Due Diligence und Rogers‘ Innovations-Adaptionskurve.
Die Experten verorten die deutsche PE-Branche aktuell in einem frühen Stadium zwischen „Innovators“ und „Early Adopters“, wobei die USA als technologisch einen Schritt weiter eingeschätzt werden.
Als Vorteile werden vor allem Zeiteinsparungen, Effizienzgewinne und eine bessere Datenbasis genannt; als Risiken bzw. Nachteile werden das potenzielle Verlernen des menschlichen „Handwerks“, Datenreliabilität und ethische Graubereiche angeführt.

