Bachelorarbeit, 2020
62 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Verlauf der SARS-CoV2-Pandemie von Januar bis Mai 2020 im Hinblick auf Kinder und Jugendliche von 11-16 Jahren in Baden-Württemberg
2.2 Situation von Kindern und Jugendlichen von 11-16 Jahren in der SARS-CoV2-Pandemie im Juni 2020 am Beispiel Baden Württemberg
2.3 Spezifische kognitive Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen
2.3.1 Einfluss des Entwicklungsstandes auf die Situationsbewertung
2.4 Angst
2.5 Entwicklungsspezifische Ängste
2.6 Angststörungen
2.6.1 Generalisierte Angststörungen
2.6.2 Soziale Angststörung
2.6.3 Trennungsangst
2.6.4 Phobische Störungen
2.6.5 Ätiologie und Pathogenese
2.6.6 Komorbiditäten
2.6.7 Prävention
3. Gegenwärtige Studienlage
4. Wissenschaftliche Hypothesenbildung
5. Methodisches Vorgehen
5.1 Zielgruppe
5.2 Fragebogenkonstruktion
5.3 Fragebogenentwurf
5.3.1 Pretest
6. Ergebnisse der Datenerhebung
6.1 Stichprobenbeschreibung
6.2 Mittelwerte
6.3 Überprüfung der Hypothesen
7. Interpretation der Ergebnisse
7.1 Diskussion
7.2 Reflexion der Forschungsmethodik
8. Zusammenfassung
9. Literaturverzeichnis
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis besteht in der empirischen Untersuchung der Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen auf die Entwicklung von Angstsymptomen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob und inwieweit das psychische Befinden dieser Altersgruppe durch die spezifische Ausnahmesituation beeinflusst wurde.
2.4 Angst
Im Gegensatz zur Furcht, die sich als Basisemotion als eine Reaktion auf einen als Gefahr wahrgenommenen, konkreten Anlass zeigt, ist Angst eine komplexe Mischung aus verschiedenen Emotionen und Kognitionen, die sich sowohl auf aktuelle Umstände, als auch auf zukünftige Ereignisse beziehen können (vgl. Butcher; Mineka; Hooley,, 2009, S. 24). Ist die unspezifische Angst grundsätzlich vorhanden, kommt es demnach schneller zur spezifischen Furcht.
Sowohl Angst als auch Furcht können neben psychischen auch somatische Ursachen haben. So können etwa Störungen im endokrinen System, wie z.B. Schilddrüsen- oder Nebennierenrindenerkrankungen, Angst- und/ oder Furcht auslösen (vgl. Kasten, 2010, S. 17). In einer klinischen Diagnostik wäre demzufolge eine somatische Abklärung von Angstsymptomen durchzuführen. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird aber auf mögliche körperliche Ursachen nicht weiter eingegangen.
Grundsätzlich zu unterscheiden sind Angst als Zustand (state anxiety) und Angst als Eigenschaft (trait anxiety) (vgl. Walitzka; Melissen, 2019, S. 266):
Angst als Zustand wird definiert als eine vorübergehende Emotion als Reaktion auf eine als Gefahr wahrgenommene Situation; durch Anpassungs- und Lernprozesse kann das Maß der individuell tolerierten Angst verändert werden.
Angst als Eigenschaft bezeichnet eine Disposition zur Ängstlichkeit im Sinne einer Persönlichkeitseigenschaft, die dazu führt, dass Umstände ohne objektive Bedrohung subjektiv als Bedrohung wahrgenommen werden.
Ängste bewirken Reaktionen auf vier Ebenen (vgl. Pinquart; Schwarzer; Zimmermann, 201, S. 300); die Ausprägungen der Reaktionen auf der jeweiligen Ebene werden auch zur Abgrenzung zwischen noch entwicklungsbedingten, nicht behandlungsbedürftigen Ängsten und pathologischen Angststörungen herangezogen:
1. Einleitung: Darlegung der Relevanz des Themas im Kontext der Corona-Pandemie und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der Auswirkungen auf Angstsymptome bei Kindern und Jugendlichen.
2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung des Verlaufs der Pandemie, relevanter entwicklungspsychologischer Aspekte, Grundlagen der Angst und verschiedener Angststörungen.
3. Gegenwärtige Studienlage: Überblick über existierende Forschungsergebnisse zu den psychischen Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche.
4. Wissenschaftliche Hypothesenbildung: Ableitung spezifischer Forschungshypothesen basierend auf der theoretischen Grundlage und bestehender Studien.
5. Methodisches Vorgehen: Beschreibung der Zielgruppe, der Konstruktion des Fragebogens sowie des Ablaufs der Datenerhebung inklusive Pretest.
6. Ergebnisse der Datenerhebung: Deskriptive Darstellung der Stichprobe, Präsentation der Mittelwerte und statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
7. Interpretation der Ergebnisse: Einordnung und kritische Diskussion der erhobenen Daten sowie Reflexion der Forschungsmethodik.
8. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, Ableitung von Empfehlungen für zukünftige Erhebungen und Fazit.
9. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.
SARS-CoV-2, Corona-Pandemie, Kinder und Jugendliche, Angst, Angstsymptome, Angststörung, Generalisierte Angststörung, Soziale Angststörung, Trennungsangst, Krankheitsphobie, Psychische Gesundheit, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Fragebogen, Empirische Analyse, Prävention
Die Bachelor-Thesis untersucht empirisch, wie sich die Maßnahmen zur Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie auf das psychische Befinden, insbesondere die Entwicklung von Angstsymptomen, bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren ausgewirkt haben.
Die Arbeit verknüpft theoretische Grundlagen zu Angst, Angststörungen und entwicklungspsychologischen Aspekten mit der konkreten Situation der Pandemie in Baden-Württemberg sowie aktuellen Forschungserkenntnissen zu diesem Thema.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob eine Zunahme von Angstsymptomen in der untersuchten Altersgruppe feststellbar ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Es wurde eine quantitative Querschnittstudie mittels eines standardisierten Fragebogens in einer Kinderarztpraxis durchgeführt, wobei die Daten anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in den theoretischen Hintergrund, die Darstellung der aktuellen Studienlage, die Hypothesenbildung, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und deren anschließende Diskussion.
Wichtige Begriffe sind SARS-CoV-2, Angst, Angstsymptome, verschiedene Angststörungen (generalisiert, sozial, Trennungsangst, Phobie) sowie der methodische Fokus auf die empirische Fragebogenerhebung.
Die Wahl fiel auf eine Kinderarztpraxis, um eine ausreichende Datenmenge im Rahmen des laufenden Praxisbetriebs (Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen) innerhalb des begrenzten Zeitrahmens einer Bachelor-Thesis zu generieren.
Die Ergebnisse sind heterogen und deuten nur auf eine geringe Zunahme von Angstsymptomen hin, wobei die statistische Signifikanz bei vielen Hypothesen nicht bestätigt werden konnte; zudem wird auf die Bedeutung individueller Bewältigungsstrategien und die methodischen Limitationen der Studie hingewiesen.
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