Bachelorarbeit, 2020
74 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Identität
2.1 Identitätsbildung bei jungen Erwachsenen
2.2 Teilidentitäten
2.3 Mediale Identitätsarbeit
3. Die evaluative Komponente des Selbstkonzeptes
3.1 Der Selbstwert
3.2 Impliziter und expliziter Selbstwert
3.3 Quellen des Selbstwertes
3.3.1 Soziale Rückmeldungen
3.3.1.1 Die Soziometertheorie nach Leary
3.3.1.2 Die Rolle der Peer-Group
3.3.2 Soziale Vergleichsprozesse
4. Die Social Media Plattform „Instagram“
4.1 Identitätsbildung auf Instagram
4.2 Der Like-Button
4.3 Abschaffung der „Likes“
5. Forschungsfragen
6. Methodisches Vorgehen
6.1 Untersuchungsdesign
6.2 Stichprobe
6.3 Erhebung
7. Ergebnisse
8. Diskussion
9. Fazit
10. Kritik an der eigenen Arbeit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Einfluss des virtuellen Like-Buttons auf die Identitätsbildung junger Erwachsener am Beispiel der Plattform Instagram. Angesichts der gesellschaftlichen Relevanz sozialer Netzwerke und der Diskussion über die Abschaffung öffentlicher Like-Zahlen wird erforscht, welche psychologische Bedeutung dieses Feedback-Instrument für die Selbstwahrnehmung und den Selbstwert der Nutzer hat.
1. Einleitung
Seit Anfang 2019 wird darüber diskutiert, ob die öffentlichen Like-Zahlen abgeschafft werden sollen. Gefolgt von einer Testphase in einigen Ländern müssen sich zahlreiche Menschen aktuell schon damit auseinandersetzen, dass nur noch die eigene erreichte Like-Zahl von Bildern sichtbar ist. Weltweit verbringen mittlerweile etwa 1 Milliarde Menschen, darunter 21 Millionen in Deutschland, Zeit damit, monatlich aktiv Instagram zu nutzen (vgl. Firsching, 2020). Dabei wird eine Vielzahl an Bildern und Videos von Nutzern gepostet, die in der Folge ausschließlich positiv bewertet werden können. Im Zuge der modernen Medien gewinnen soziale Netzwerke für den Alltag junger Menschen zunehmend an Bedeutung.
Besonders das Online-Netzwerk Instagram erfuhr seit seiner Gründung 2010 und der Übernahme durch Facebook 2012 einen stetigen Zuwachs an neuen Nutzern und ist besonders bei jungen Menschen sehr beliebt (vgl. Poleshova, 2020). Dies liegt mitunter darin, dass sich die jungen Instagram-Nutzern oftmals im Ablöseprozess zu den Eltern befinden und eine Plattform suchen, in der sie, frei von Eltern, Kontrolle über sich selbst gewinnen können (vgl. Ihmmdahl, 2019). Einige Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Frage, welche Auswirkungen mit der intensiven Nutzung von Instagram verbunden sind. Dabei ergab die Studie „#StatusofMind“ (vgl. Virneburg, 2017), dass die Plattform die Psyche und das Wohlergehen der Nutzer im Vergleich zu anderen Netzwerken am meisten beeinträchtigt.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Instagram-Nutzung und die Relevanz der Like-Button-Problematik für die Identitätsentwicklung junger Erwachsener.
2. Identität: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Identitätsbegriff, Teilidentitäten und der Bedeutung medialer Identitätsarbeit im modernen Kontext.
3. Die evaluative Komponente des Selbstkonzeptes: Analyse des Selbstwerts, seiner Quellen wie soziale Rückmeldungen und Vergleichsprozesse sowie deren Bedeutung für das Individuum.
4. Die Social Media Plattform „Instagram“: Beschreibung der Plattform sowie der psychologischen Bedeutung des Like-Buttons und der aktuellen Debatte um dessen Abschaffung.
5. Forschungsfragen: Formulierung der zentralen Forschungsfrage und der daraus abgeleiteten Nebenforschungsfragen.
6. Methodisches Vorgehen: Detaillierte Erläuterung der qualitativen Forschungsmethode, der Stichprobenauswahl und der Erhebungsdurchführung.
7. Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Interviewdaten entlang der definierten Themenbereiche.
8. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Lichte des theoretischen Rahmens und Reflexion der Zusammenhänge.
9. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
10. Kritik an der eigenen Arbeit: Selbstreflexion der Forschungsarbeit hinsichtlich methodischer Herausforderungen und persönlicher Lernerfahrung.
Identitätsbildung, Instagram, Like-Button, Selbstwertgefühl, soziale Netzwerke, Identitätsarbeit, soziale Vergleichsprozesse, Soziometertheorie, junge Erwachsene, mediale Identität, soziale Anerkennung, qualitatives Interview, Selbstkonzept, psychologische Auswirkungen, Peer-Group.
Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Einfluss, den der Like-Button auf Instagram auf die Identitätsbildung junger Erwachsener ausübt.
Die zentralen Themen umfassen Identitätstheorien, das Selbstkonzept, soziale Vergleichsprozesse sowie die Rolle von sozialer Anerkennung durch digitale Rückmeldungen.
Das primäre Ziel ist es zu ergründen, welchen Einfluss der Like-Button auf die Identitätsbildung junger Erwachsener hat und welche Bedeutung Likes für ihr Selbstwertgefühl besitzen.
Die Autorin wendet ein halbstandardisiertes, qualitatives Interview-Verfahren an, um tiefe Ansichten und Meinungen der Zielgruppe zu erheben.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Identität und Selbstwert gelegt, die Plattform Instagram analysiert und die empirischen Ergebnisse der durchgeführten Interviews diskutiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Identitätsbildung, Instagram, Like-Button, Selbstwertgefühl und soziale Vergleichsprozesse charakterisiert.
Die Meinungen sind zwiegespalten: Einige sehen darin eine Entlastung vom Vergleichsdruck, während andere dies als Eingriff in die Funktionalität und den „Sinn“ der Plattform ablehnen.
Die Peer-Group fungiert als entscheidende Anerkennungsinstanz; die Befragten orientieren sich stark an den Interessen und dem Feedback ihres sozialen Umfelds.
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