Bachelorarbeit, 2020
160 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Konzeptualisierung
2.1 Theoretischer Begriffsrahmen
2.2 Aktuelle Forschungsbezüge im Bereich des PPK
2.3 Relevanz des Forschungsgegenstands und Forschungsinteresse
3. Methodische Vorgehensweise
3.1 Forschungsdesign
3.2 Ablauf der Datenerhebung
3.3 Datenauswertung
3.4 Vorstellung der Ergebnisse
4. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der acht Wissensfacetten des pädagogisch-psychologischen Wissens (PPK) bei Dozierenden in einer sächsischen Weiterbildungseinrichtung. Ziel ist es, zu analysieren, welche dieser Wissensbereiche von den Dozierenden als besonders relevant für die Gestaltung optimaler Lehr-Lernsituationen für die spezifische Zielgruppe der Umschüler eingeschätzt werden.
Wissen über Lernprozesse von Lernenden
Anhand der Aussagen der Dozierenden lässt sich gut erkennen, dass sich das Lernen nicht allein mit nur einer Lerntheorie beschreiben lässt (Reinmann, 2013, S. 4). Vielmehr lassen sich die getroffenen Aussagen auf mehrere Lerntheorien beziehen. So betonen C (Anhang 3, Zeile 67-71) und A (Anhang 5, Zeile 80-83), dass die Lernenden in den Umschulungsklassen das Lernen an sich erstmals wieder lernen müssen. Teilweise sind die Teilnehmenden den Schulalltag so fern, dass ihnen das Lernen vorerst schwerfällt. Die Aussagen können sich rückbinden lassen in Bezug auf den Behaviorismus. Das Lernen als Vorgang muss zu Beginn der Umschulung erstmal wieder trainiert werden. Lehrende wollen, dass angestrebte Lernergebnisse eintreten und zugleich stabilisiert werden (Reinmann, 2013, S. 2 f.). A (Anhang 5, Zeile 60-62, Zeile 247-249 & Zeile 295-297) betont zudem, dass die Lernenden in den Umschulungsklassen alles Menschen mit Erfahrungen sind. Die meisten haben schon eine abgeschlossene Ausbildung oder anderweitige Vorerfahrungen, welche sie in ihren Lernprozess mit einbringen. A meint, dass die Lernenden für sich und das erfolgreiche Lernen selbst verantwortlich sind. Sie greifen dementsprechend selbst in ihre Umwelt ein und verändern diese (Reinmann, 2013, S. 2 ff.). Lehrkräfte können laut A versuchen, die Teilnehmenden so gut wie möglich zu motivieren und Lernaktivitäten anzuregen. Auch B (Anhang 4, Zeile 228-233) und C (Anhang 3, Zeile 418-424) verdeutlichen in ihren Aussagen die notwendige Anleitung der Teilnehmenden für gewisse Aufgaben. Daraus lässt sich schließen, dass die Lernenden in den Umschulungsklassen erfahrungsbasiert lernen und eine aktive, selbstbestimmte Rolle einnehmen. Gleichwohl sind Anleitung und Unterstützung seitens der Dozierenden notwendig, da die Lernenden an den Lernprozess vorerst wieder herangeführt werden müssen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kompetenzmessung ein und definiert das pädagogisch-psychologische Wissen (PPK) als zentralen Bestandteil der Lehrerprofessionalität.
2. Konzeptualisierung: Hier werden der theoretische Begriffsrahmen sowie die acht Wissensfacetten des PPK detailliert erarbeitet und in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet.
3. Methodische Vorgehensweise: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Erhebung mittels leitfadengestützter Experteninterviews sowie die anschließende Datenauswertung nach Mayring.
4. Resümee: Hier werden die Ergebnisse reflektiert, die Forschungsfragen beantwortet und Handlungsempfehlungen für die Praxis der Weiterbildungseinrichtung abgeleitet.
Pädagogisch-psychologisches Wissen, PPK, Umschüler, Erwachsenenbildung, Professionelle Kompetenz, Lehr-Lernsituationen, Unterrichtsqualität, Qualitative Inhaltsanalyse, Heterogenität, Lernmotivation, Dozierende, Lehrkompetenz, Experteninterview, Unterrichtsführung.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des pädagogisch-psychologischen Wissens (PPK) für Dozierende in der Erwachsenenbildung, speziell für die Arbeit mit Umschulungsklassen.
Zentrale Themen sind die fachliche und pädagogische Professionalität, die Motivation und Heterogenität der Lernenden sowie die Gestaltung effektiver Lehr-Lern-Methoden.
Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Wissensfacetten des PPK für Dozierende in einer sächsischen Weiterbildungseinrichtung am relevantesten sind, um Umschüler optimal zu fördern.
Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, wobei drei Experteninterviews mit Dozierenden geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung des PPK, die Darstellung der aktuellen Forschungslage und die detaillierte Vorstellung der empirischen Ergebnisse, unterteilt in acht Kategorien.
Schlüsselbegriffe sind Pädagogisch-psychologisches Wissen, Umschüler, Erwachsenenbildung, Unterrichtsqualität und professionelle Kompetenz.
Die Befragten berichten häufig von Burnout, bipolaren Störungen, ADHS sowie körperlichen Beschwerden wie Bandscheibenvorfällen bei den Teilnehmenden, die den Unterrichtsalltag beeinflussen.
Aufgrund der hohen Heterogenität und der individuellen Problemlagen der Teilnehmenden ist neben dem Fachwissen die Fähigkeit zur Kommunikation und sozialen Interaktion essenziell, um die Lernmotivation aufrechtzuerhalten.
Die Dozierenden bewerten eine ansprechende Raumgestaltung, inklusive Ordnung und eine angenehme Atmosphäre, als unterstützend für die Lernmotivation, wenngleich die Umsetzungsmöglichkeiten teils begrenzt sind.
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