Diplomarbeit, 2002
140 Seiten, Note: 1,1
0 Problemstellung
1 Projektinformationssysteme
1.1 Motivation
1.2 Definition und Abgrenzung
1.3 Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten
1.3.1 Lotus Domino
1.3.2 BSCW
1.4 Chancen und Risiken
1.5 Fazit
2 Open Source - Software
2.1 Motivation
2.2 Definition und Abgrenzung
2.3 Open Source in der Praxis
2.4 Chancen und Risiken
2.5 Fazit
3 Komponentenorientierte Softwareentwicklung
3.1 Motivation
3.2 Definition
3.3 Komponentenorientierte Software in der Praxis
3.3.1 Begründung des Einsatzes
3.3.2 Entwicklung von komponentenorientierter Software
3.4 Chancen und Risiken
3.5 Fazit
4 Konzeption des EMG - Projektinformationssystems
4.1 Der Informationsaustausch im EMG - Team
4.2 Die konkreten Anforderungen des EMG - Teams
5 Funktionale Umsetzung des Projektinformationssystems
5.1 PHProjekt
5.2 PHPWiki
5.3 FileManagement
6 Einsatz von Open Source und Eigenentwicklung
6.1 Open Source - Analysemethodik
6.2 Entwicklungsmethodik
7 Realisierung des komponentenbasierten Systems
7.1 Implementierung der Komponentenarchitektur
7.2 Das vollendete System
8 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konzeption und Realisierung eines komponentenbasierten Projektinformationssystems für die Enterprise Modeling Group (EMG) der BRAIN International AG, wobei Open-Source-Software als stabile Basis genutzt wird. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie eine solche Architektur unter Verwendung von Open-Source-Komponenten und Eigenentwicklungen eine praxisbewährte Alternative zur traditionellen "Make or Buy"-Entscheidung darstellt.
Die konkreten Anforderungen des EMG - Teams
Um nun beurteilen zu können, welche Form von System den Ansprüchen des EMG-Teams gerecht wird, wurden die im Folgenden dargestellten Anforderungskataloge vom Team selbst erstellt. Die Anforderungen sind nummeriert, um später leichter darauf verweisen zu können. Zuerst werden die funktionalen Anforderungen (kurz: FA) dargestellt :
Allein das Vorhandensein dieser Funktionalitäten würde einer Groupware nicht gerecht werden. Es muss eine „Group Awareness“, also ein Bewusstsein für das Vorhandensein einer Gruppe, existieren. Jeder sollte z.B. über den Anderen Bescheid wissen - im einfachsten Fall über dessen Urlaubstage. Dieses Wissen fördert den Aufbau eines allgemeinen Informationsstandes, sowie die informelle Kommunikation und erleichtert das Planen von Gruppenaktivitäten. Für ein System impliziert dies das Vorhandensein von weiteren Features, wie Gruppenkalender, Diskussionsforen und Chat. Das Gruppenbewusstsein wird durch Groupware auch dadurch gefördert, dass der Benutzer z.B. auch per E-Mail automatisch auf bestimmte Ereignisse hingewiesen wird.
0 Problemstellung: Analyse der zunehmenden Bedeutung von Informationen und Projektarbeit in modernen Unternehmen, die den Bedarf an spezialisierten IT-Werkzeugen zur Koordination virtuteller Teams verdeutlicht.
1 Projektinformationssysteme: Untersuchung der Begriffsdefinitionen, Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten von Systemen, die zur Verwaltung verteilter Projektinformationen dienen.
2 Open Source - Software: Analyse des Open-Source-Phänomens, seiner Entwicklungsmethodik im Vergleich zu proprietären Ansätzen sowie der resultierenden Chancen und Risiken für Unternehmen.
3 Komponentenorientierte Softwareentwicklung: Erläuterung der KBSW als moderne Vorgehensweise zur Steigerung der Softwarequalität und Wiederverwendbarkeit durch funktionsorientierte Bausteine.
4 Konzeption des EMG - Projektinformationssystems: Herleitung der konkreten funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen für das spezifische System der Enterprise Modeling Group.
5 Funktionale Umsetzung des Projektinformationssystems: Beschreibung der Auswahl und Integration der Open-Source-Komponenten PHProjekt, PHPWiki und einer FileManagement-Lösung.
6 Einsatz von Open Source und Eigenentwicklung: Darstellung der Analysemethodik basierend auf dem "4+1 View Model" sowie Reflexion der praktischen Erfahrungen mit Open-Source-Methodologien.
7 Realisierung des komponentenbasierten Systems: Zusammenführung der einzelnen Komponenten zu einer konsistenten, zukunftssicheren Gesamtarchitektur unter Beibehaltung einer einheitlichen Datenbasis.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele und kritische Würdigung der gewählten Strategie, ergänzt um eine Einschätzung der zukünftigen Entwicklungspotenziale.
Projektinformationssystem, Open Source, Komponentenorientierte Softwareentwicklung, KBSW, Groupware, Projektmanagement, Softwarearchitektur, PHP, PHProjekt, PHPWiki, Wiederverwendbarkeit, Systemkonzeption, Systemrealisierung, CSCW, Informationstechnologie.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption und technischen Umsetzung eines Projektinformationssystems für ein international verteiltes Team, wobei gezielt auf Open-Source-Software und eine komponentenbasierte Architektur gesetzt wird.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von Projektinformationssystemen, das Open-Source-Entwicklungsmodell, die Methoden der komponentenbasierten Softwareentwicklung (KBSW) sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte im Unternehmensumfeld.
Das Ziel ist die Schaffung einer stabilen, skalierbaren und kostengünstigen Plattform für die Enterprise Modeling Group (EMG), um den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit weltweit verteilter Teammitglieder effizient zu unterstützen.
Der Autor führt eine Anforderungsanalyse durch, bewertet Lösungsalternativen mittels eines Scoring-Modells (Punktbewertungsverfahren) und nutzt das "4+1 View Model" zur Analyse der Softwarearchitekturen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block (Grundlagen zu Systemen, Open Source und Komponentenarchitektur) und einen praktischen Block, in dem die Konzeption und Implementierung des EMG-Systems detailliert beschrieben wird.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Komponentenorientierte Softwareentwicklung (KBSW), Open Source, Projektinformationssysteme, PHP und Systemarchitektur charakterisieren.
PHProjekt bietet eine robuste, in PHP geschriebene Basis mit integrierter Schnittstelle (API), die es ermöglicht, neue Module wie PHPWiki oder ein eigenes FileManagement dynamisch als "AddOns" oder Registerkacheln einzubinden.
Durch die komponentenorientierte Architektur und ein einheitliches Benutzermanagement (Single Sign-On) sowie eine gemeinsame, zentrale Datenbasis werden die verschiedenen Open-Source-Teilkomponenten zu einem in sich geschlossenen Gesamtsystem integriert.
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