Bachelorarbeit, 2020
109 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau
2. Ansatz der Technischen Analyse
2.1 Definition der Technischen Analyse
2.2 Die Dow-Theorie – Basis der Technischen Analyse
2.3 Technische Analysemethoden im Überblick
2.4 Die Technische Analyse vor dem Hintergrund der Random-Walk-Hypothese
3. Technische Indikatoren
3.1 Definition und Überblick von Technischen Indikatoren
3.2 Trendfolge-Indikatoren
3.2.1 Gleitende Durchschnitte
3.2.1.1 Der einfache gleitende Durchschnitt
3.2.1.2 Der gewichtete gleitende Durchschnitt
3.2.1.3 Der exponentiell gleitende Durchschnitt
3.2.1.4 Anwendung von zwei gleitenden Durchschnitten – Double Crossover Method
3.2.1.5 Anwendung von drei gleitenden Durchschnitten – Triple Crossover Method
3.3 Trendbestimmungsindikatoren
3.3.1 Der ADX und das Directional Movement Konzept
3.3.1.1 Vorgehensweise zur Berechnung des DMI
3.3.1.2 Der ADX Indikator
4. Backtest der vorgestellten Technischen Indikatoren und unterschiedlichen Handelssystemen
4.1 Verwendete Indizes für den Backtest
4.2 Kennzahlen zur Bewertung der Technischen Indikatoren
4.2.1 Varianz und Standardabweichung
4.2.2 Das Sharpe Ratio
4.2.3 Downside-Risiko
4.3 Perfomance von gleitenden Durchschnitten und deren Handelssystemen
4.3.1 Vorgehensweise
4.3.2 Vorstellung und Auswertung der Ergebnisse mit gleitenden Durchschnitten im DAX
4.3.3 Vorstellung und Auswertung der Ergebnisse mit gleitenden Durchschnitten im S&P 500
4.3.4 Vorstellung und Auswertung der Ergebnisse mit gleitenden Durchschnitten im Euro STOXX 50 TR
4.4 Performance von gleitenden Durchschnitten in Kombination mit dem Average Directional Movement Index
4.4.1 Vorgehensweise
4.4.2 Auswertung der Ergebnisse im DAX
4.4.3 Auswertung der Ergebnisse im S&P 500
4.4.4 Auswertung der Ergebnisse im Euro STOXX 50 TR
5. Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, zu untersuchen, ob Technische Indikatoren im Vergleich zu einer Benchmark eine risikoadjustierte Überrendite erzielen können, wobei der Fokus speziell auf gleitenden Durchschnitten und dem Average Directional Movement Index liegt.
3.2.1.1 Der einfache gleitende Durchschnitt
Der einfache gleitende Durchschnitt (= „Simple Moving Average“ oder auch „SMA“,) ist gleichbedeutend mit dem arithmetischen Mittel. Der SMA ist die meist verwendete und gleichzeitig auch die älteste Variante zur Ermittlung eines gleitenden Durchschnittes. Die nachfolgende Formel zeigt, wie der einfache gleitende Durchschnitt berechnet wird:
„GD“ steht für den gleitenden Durchschnitt. Die Abkürzung „arith.“ zeigt, dass es sich hier um den arithmetisch gleitenden Durchschnitt handelt. Die Variable „n“ soll die Anzahl der benötigten Datensätze widerspiegeln. „t“ steht für den gewünschten gleitenden Durchschnitt, z.B. 20-Tages-Durchschnitt. Mit „i“ wird der Startpunkt zur Berechnung des Durchschnitts festgelegt. Der älteste Schlusskurs entspricht dem Startpunkt. „i=0“ definiert den Startpunkt und „i Neben den Vorteilen, welche in Kapitel 3.2.1 auf Seite 10 erläutert wurden, gibt es bei der Verwendung des SMA einige Kritiker, die die Vorteile in Frage stellen. Zum einen wird kritisiert, dass bei der Berechnung des arithmetischen Mittels nur die Schlusskurse der festgelegten Zeitperiode berücksichtigt werden. Der zweite Kritikpunkt ist, dass jeder einzelne Tag innerhalb des Berechnungszeitraumes gleich gewichtet wird. Somit erhält bei der Bestimmung des Durchschnitts der älteste Wert die gleiche Gewichtung wie der aktuellste Wert. Allerdings ist der größte Nachteil bei der Durchschnittsberechnung die zeitliche Verzögerung, im englischen „lag“ genannt, die zwischen dem richtigen Kursverlauf und dem Verlauf des GD entsteht. Aus diesem Grund kann dieser technische Indikator keine zukünftigen Kursbewegungen antizipieren. Vielmehr hinkt der Moving Average hinterher. In der nachfolgenden Abbildung wird, das eben genannte Hauptproblem der zeitlichen Verzögerung, anhand eines Beispiels verdeutlicht.
1. Einleitung: Die Problemstellung der Technischen Analyse wird diskutiert und die Forschungsfrage, ob Technische Indikatoren eine einfache Buy-and-Hold-Strategie übertreffen können, aufgeworfen.
2. Ansatz der Technischen Analyse: Hier werden die Grundlagen der Technischen Analyse, die Dow-Theorie sowie die vier Teilbereiche der Technischen Analyse im Überblick vorgestellt.
3. Technische Indikatoren: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert verschiedene technische Indikatoren, mit Fokus auf gleitende Durchschnitte und Trendbestimmungsindikatoren wie den ADX.
4. Backtest der vorgestellten Technischen Indikatoren und unterschiedlichen Handelssystemen: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise des Backtests und präsentiert die Ergebnisse der Indikatorenperformance in den Indizes DAX, S&P 500 und Euro STOXX 50 TR.
5. Fazit: Die Ergebnisse des Backtests werden zusammengefasst und die Berechtigung des Einsatzes von technischen Handelsstrategien kritisch bewertet.
Technische Analyse, Technische Indikatoren, Gleitende Durchschnitte, SMA, WMA, EMA, Average Directional Movement Index, ADX, Backtest, Sharpe Ratio, Volatilität, Downside-Risiko, DAX, S&P 500, Euro STOXX 50 TR.
Die Arbeit analysiert die Performance von technischen Indikatoren an den Aktienmärkten und untersucht, ob diese im Vergleich zu einer passiven Buy-and-Hold-Strategie eine risikoadjustierte Überrendite erwirtschaften können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise und Anwendung von verschiedenen Varianten gleitender Durchschnitte sowie des Average Directional Movement Index (ADX) zur Identifizierung von Markttrends.
Das Ziel ist es, durch einen umfassenden Backtest auf historischen Daten zu prüfen, ob der Einsatz objektiver, vordefinierter Handelsregeln einen finanziellen Mehrwert gegenüber dem einfachen Investieren in Indizes bietet.
Es wird ein quantitativer Backtest durchgeführt, der verschiedene Indikatoren auf historischen Schlusskursdaten der Indizes DAX, S&P 500 und Euro STOXX 50 TR über einen Zeitraum von zehn Jahren testet und anhand von Kennzahlen wie dem Sharpe Ratio bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Technische Analyse und die Indikatorwelt sowie eine detaillierte empirische Auswertung verschiedener Handelssysteme (Single/Double/Triple Crossover) und deren Kombination mit dem ADX.
Die wichtigsten Begriffe sind Technische Indikatoren, Backtest, Gleitende Durchschnitte, Sharpe Ratio, ADX, Volatilität und risikoadjustierte Rendite.
Für einen fairen Vergleich mit einer Buy-and-Hold-Strategie sind Performance-Indizes notwendig, da diese Dividendenzahlungen berücksichtigen, was die Grundlage der langfristigen Wertentwicklung eines Investments widerspiegelt.
Die Arbeit stellt fest, dass die theoretische Erwartung, wonach gewichtete (WMA) oder exponentielle (EMA) Durchschnitte den einfachen Durchschnitt (SMA) deutlich übertreffen, im durchgeführten Backtest nicht durchgängig bestätigt werden konnte; teils schnitten SMA-Varianten besser ab.
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