Diplomarbeit, 2000
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Untersuchungsfokus
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Grundlagen des Wissensmanagements
2.1.1 Grundbegriffe: Zeichen, Daten, Information und Wissen
2.1.2 Vom Organisationalen Lernen zum Wissensmanagement
2.1.3 Konzept des ganzheitlichen Wissensmanagements
2.1.4 Wissensmanagement als Teil des Strategischen Managements
2.1.4.1 Grundzüge des Strategischen Managements
2.1.4.2 Integration des Wissensmanagements in das Strategische Management
2.2 Charakterisierung von Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus
2.2.1 Begriff und Bedeutung des Vertriebs
2.2.2 Philosophie des schlanken Vertriebs: Wandel zu Lean Distribution
2.2.3 Netzwerkansätze im Vertrieb
2.2.4 Vertriebsorgane des Maschinenbaus
2.2.5 Bedeutung von Informationen in Vertriebsnetzwerkstrukturen
3 Strategische Optionen: SWOT Konzept
3.1 Chancen und Risiken des Maschinenbaus
3.1.1 Chancen für den Maschinenbau
3.1.2 Risiken für den Maschinenbau
3.2 Stärken und Schwächen der Maschinenbaus
4 Strategische Konzeption eines Wissensmanagements in Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus
4.1 Normative Ebene
4.1.1 Unternehmensleitung: Promotor des Wissensmanagement
4.1.2 Wissensbewusste Unternehmenskultur: Basis der Netzwerkkohäsion
4.1.3 Wissensleitbilder: „Richtschnur“ für die Vertriebsarbeit
4.2 Konzeptionelle Ebene
4.2.1 Wissensziele
4.2.2 Identifikation interner und externer Wissenspotenziale
4.2.3 Wissenserwerb
4.2.4 Wissensentwicklung
4.2.5 Wissens(ver)teilung
4.2.6 Wissensnutzung
4.2.7 Wissensbewahrung
4.2.8 Wissensbewertung
4.2.9 Wissensmanagement steuern: Die Balanced Scorecard
4.3 Organisationale Ebene
4.3.1 Institutionalisierung des Vertriebswissens
4.3.2 Wissensexplizierung im Rahmen der Vertragsgestaltung
4.3.3 Wissensförderung durch monetäre und nicht-monetäre Anreize
4.3.4 Wissensschaffende Organisationsstruktur: Hypertextorganisation
4.3.5 Wissenstransfer und Wissensschaffung im Rahmen der Projektorganisation
4.3.6 Wissenstransfer und Wissensschaffung initiiert durch Wissensorganisatoren
4.3.7 Informationstechnische Unterstützung der Vertriebsorgane
4.3.8 Wissensbasierte Systeme zur Unterstützung der Vertriebsorgane: Reserven im Bereich Vertriebsinformatik
4.4 Instrumentelle Ebene
4.4.1 Informationstechnologische Werkzeuge
4.4.1.1 Intranet/Extranet
4.4.1.2 Document Warehouse, Data Warehouse
4.4.1.3 OLAP, Data Mining
4.4.1.4 Computer-Aided-Selling
4.4.1.5 Expertensysteme
4.4.1.6 Groupware
4.4.1.7 Workflowmanagementsysteme
4.4.2 Humanorientierte Werkzeuge - Wissenskarten
4.4.3 Klassische Werkzeuge
4.4.4 Zusammenfassung zu den Implementierungstools
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Wissensmanagement im Maschinenbau, insbesondere in komplexen Vertriebsnetzwerken, als strategische Konzeption implementiert werden kann, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
2.1.1 Grundbegriffe: Zeichen, Daten, Information und Wissen
Auf der untersten Stufe der Begriffshierarchie sind die Zeichen angesiedelt. Zeichen sind die Grundelemente der Darstellungsform von Informationen und dienen als Basis für alle weiter oben angesiedelten Begriffe. Nach DIN 44300 (DIN 1972) werden Daten durch Zeichen repräsentiert, die zur Verarbeitung dargestellt werden und in einem sinnvollen (bekannten oder unterstellten) Zusammenhang zueinander stehen, jedoch noch keine Aussage über den Verwendungszweck beinhalten.
Wenn Daten in einen Problembezug eingeordnet und für die Erreichung eines Ziels verwendet, also mit zusätzlichem Kontext angereichert werden, entstehen Informationen. Der Begriff „Information“ bezieht sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht auf die Kenntnisse, die der Vorbereitung von (ökonomischen) Handlungen dienen und wird im gebräuchlichsten Ansatz als zweckorientiertes Wissen bezeichnet. In diesem Zusammenhang bedeutet Zweckorientierung, dass nur solches Wissen als Information bezeichnet wird, das dazu dient, Entscheidungen oder Handeln vorzubereiten.
Diese Sichtweise führt zur Aufwertung der Information zum Produktionsfaktor im betrieblichen Leistungsprozess.
Die zweckorientierte Sichtweise des Informationsbegriffes wird jedoch von WILD kritisiert, der feststellt, dass „Informationen nicht per se zweckorientiert sind, sondern lediglich zweckbezogene Verwendung finden können“, somit einen subjektiven Charakter haben und immer an eine Person gebunden sind. Auch KIRSCH bemerkt in diesem Sinne, dass Informationen, die in bestimmten Unternehmensbereichen bekannt sind, für ein Individuum außerhalb des Bereiches eben keine Informationen darstellen. KRAMER führt den Begriff der „latenten Informationen“ ein; dies sind Informationen, die zu relevanten Informationen werden können, denen aber im Augenblick noch die Zweckorientierung fehlt.
Daraus ergibt sich eine Objektivierung des Informationsbegriffes, weg von der anfänglichen subjektiven Orientierung.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den Paradigmenwechsel im Maschinenbau hin zur wissensbasierten Organisation angesichts steigender globaler Komplexität.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Wissensmanagements und charakterisiert die spezifischen Anforderungen von Vertriebsnetzwerken im Maschinenbau.
3 Strategische Optionen: SWOT Konzept: Hier erfolgt eine Analyse der Chancen und Risiken sowie Stärken und Schwächen für die Implementierung eines Wissensmanagements im Maschinenbau.
4 Strategische Konzeption eines Wissensmanagements in Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus: Das Kernkapitel entwickelt ein ganzheitliches Schichtenmodell, das normative, konzeptionelle, organisationale und instrumentelle Ebenen für die Praxis integriert.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel würdigt die Ergebnisse und fasst das entwickelte Schichtenmodell zur strategischen Implementierung zusammen.
Wissensmanagement, Maschinenbau, Vertriebsnetzwerke, Strategisches Management, Lean Distribution, Wissensspirale, Balanced Scorecard, Hypertextorganisation, Wissenslandkarten, Daten, Information, Wissen, Prozessorientierung, Wettbewerbsvorteil, Implementierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer strategischen Konzeption zur Implementierung von Wissensmanagement innerhalb von Vertriebsnetzwerken im Maschinenbau.
Zentrale Themen sind der technologische und organisatorische Wandel im Maschinenbau, die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements sowie die praxisorientierte Gestaltung durch ein Schichtenmodell.
Ziel ist es, ein ganzheitliches Modell zu schaffen, das den Praktikern im Maschinenbau als Leitfaden dient, um Wissen als strategischen Produktionsfaktor zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen.
Es werden fundierte Managementtheorien, eine SWOT-Analyse zur strategischen Einordnung sowie die Entwicklung eines implementierungsorientierten Schichtenmodells angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die SWOT-Analyse der Branche und die detaillierte Entwicklung der strategischen Konzeption über vier Schichten (normativ, konzeptionell, organisational, instrumentell).
Wichtige Begriffe sind Wissensmanagement, Maschinenbau, Vertriebsnetzwerke, Lean Distribution, Wissensspirale und Hypertextorganisation.
Daten sind durch Zeichen repräsentiert, Information entsteht durch Einordnung von Daten in einen Problembezug (Zweckorientierung), und Wissen stellt die höchste Ebene dar, die durch Vernetzung von Informationen Handlungsvermögen schafft.
Der Autor betont, dass Wissen oft personengebunden ist und Mitarbeiter aus Angst vor Machtverlust ("Wissen ist Macht") Barrieren aufbauen; daher ist eine Kultur der Offenheit und Vertrautheit für den Wissenstransfer essenziell.
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