Bachelorarbeit, 2020
61 Seiten, Note: 2,0
1. SOZIALPÄDAGOGISCHE THEORIEN
2.1 NORMALISIERUNGSPRINZIP
2.2 INTEGRATION
2.3 INKLUSION
2.3.1 Gesetzliche Grundlagen
2.3.2 Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention
2.4 EXKLUSION – INTEGRATION – INKLUSION IM VERGLEICH
2. KONZEPTTHEORIE
3. WOHNEN-FÜR-HILFE
4.1 UMSETZUNG IN EUROPA
4.2 PROJEKTE IN DEUTSCHLAND
4.3 FORSCHUNGSBEDARF
4. DOMINIKUS-RINGEISEN-WERK
5.1 DOMINIKUS-RINGEISEN-WERK (DRW)
5.1.1 Wohnen und Freizeit
5.1.2 Arbeit und Beschäftigung // Ausbildung und Beruf
5.1.3 (Vor-)Schulische Angebote
5.1.4 Beratung
5.1.5 Mitarbeiterbildung
5.1 DRW EINRICHTUNG AM STANDORT IN KOCHEL
5.1.1 Ambulant betreutes Wohnen
5.1.2 Betreutes Einzelwohnen
5.2.3 Forschungsbedarfe
5. STUDIERENDE
6.1 DER PROZESS DES ERWACHSENWERDENS
6.2 STUDIERENDE IN DEUTSCHLAND
6.3 BELASTUNG DER STUDIERENDEN
6.4 STUDIERENDE IN BENEDIKTBEUERN
6.5 FORSCHUNGSBEDARFE
6. EMPIRISCHE FORSCHUNG
7.1 AUSWAHL DES FORSCHUNGSPARADIGMAS
7.2 METHODISCHES VORGEHEN UND ENTWICKLUNG DES ERHEBUNGSINSTRUMENTES
7.2.1 Layout
7.2.2 Zielgruppe
7.2.3 Eventuelle Probleme bei der Erreichung der Zielgruppe
7.2.4 Forschungsethnische Fragen in Bezug auf die Zielgruppe und das Erhebungsinstrument
7.2.5 Methodisches Vorgehen und Entwicklung des Erhebungsinstrumentes
7.3 AUFBAU DES FRAGEBOGENS
7.4 DURCHFÜHRUNG VON PRETEST-FRAGEBÖGEN
7.5 AUSWERTUNG UND EINSCHÄTZUNG DER ERGEBNISSE
7.5 FACHLICHE REFLEXION DES FORSCHUNGSPROZESSES
7. ARBEITS- UND WOHNKONZEPT
8. FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit entwickelt ein Arbeits- und Wohnkonzept für Studierende in einer Einrichtung des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) in Kochel, um die Wohnform "Wohnen-für-Hilfe" auf die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen zu übertragen. Ziel ist es, ein tragfähiges, bedarfsgerechtes Modell zu erstellen, das auf empirischen Daten aus Befragungen von Studierenden und Mitarbeitern basiert.
2.1 Normalisierungsprinzip
Infolge der vermehrten Kritik an den schlechten Verhältnissen in Institution für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung resultierte in den 50er Jahren der Gedanke der Normalisierung. In der Folge verbreitete sich der Ansatz über die USA und Kanada bis nach Deutschland. Der Fokus lag dabei zunächst auf Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung, bevor auch auf andere Zielgruppen betrachtet wurden. Das Grundprinzip „ist es, geistig behinderte Mitmenschen die Lebensumstände zu eröffnen, die dem normalen Leben möglichst entsprechen.“ (Nirje, Perrin, 1). Damit werden die „Erfahrungen, die dem normalen Lebenszyklus entsprechen“ (Nirje, Perrin, 3) gemeint.
Dies entspricht einem selbstbestimmten Leben, durch freie Berufs- und Beschäftigungswahl, wie auch die Wahl des Wohn- und Lebensraums. Nach dem Prinzip der Normalisierung sollen diesen Menschen „normale“ Lebensumstände ermöglicht werden und ohne diese in ihrem Verhalten „normalisieren“ zu wollen. Darüber hinaus betrifft es nicht nur die Gesellschaft in ihrem Umdenken und handeln, es müssen auch vorab Baumaßnahmen im Sinne der Barrierefreiheit erfolgen. (vgl. Nirje, Perrin, 4)
Nach Wolfensberger beschreibt Normalisierung das Ziel Verhaltensweisen und Eigenschaften aufzubauen und zu erhalten, mittels des Einsatzes von kulturellen und normalen Mitteln. Dadurch soll die soziale Rolle von Menschen mit Beeinträchtigungen angehoben werden und gleichzeitig durch Förderung und Stärkung der Fähigkeiten, sowie der Persönlichkeit eine Verbesserung der Lebensqualität und der Lebensbedingung geschaffen werden (vgl. Bürli 1997, 131). Ziel ist es dabei, einem Menschen mit Beeinträchtigung eine höhere soziale Teilhabe zu ermöglichen.
SOZIALPÄDAGOGISCHE THEORIEN: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Inklusion und Integration, die als Zielorientierung für das Projekt dienen.
KONZEPTTHEORIE: Beschreibt, wie Konzepte als fachliche Rahmenbedingungen und Arbeitshilfen für Einrichtungen fungieren und zur Qualitätssicherung beitragen.
WOHNEN-FÜR-HILFE: Analysiert die Entwicklung und Umsetzung der Wohnform in Europa und Deutschland sowie den Forschungsbedarf.
DOMINIKUS-RINGEISEN-WERK: Stellt die Historie, die Leistungen und die spezifische Einrichtung in Kochel vor.
STUDIERENDE: Beleuchtet die Lebenssituation, Entwicklungsaufgaben und Belastungsfaktoren von Studierenden im Kontext des Wohnprojekts.
EMPIRISCHE FORSCHUNG: Dokumentiert das methodische Vorgehen, die Datenerhebung durch Fragebögen und die Auswertung der Ergebnisse.
ARBEITS- UND WOHNKONZEPT: Präsentiert das entwickelte Modell für das Dominikus-Ringeisen-Werk basierend auf den gewonnenen Forschungsergebnissen.
FAZIT UND AUSBLICK: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Chancen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts.
Wohnen-für-Hilfe, Dominikus-Ringeisen-Werk, Inklusion, Integration, Normalisierungsprinzip, Sozialpädagogik, studentisches Wohnen, Menschen mit Behinderung, Arbeits- und Wohnkonzept, Empirische Forschung, Qualitätsmanagement, Wohnpartnerschaft, Lebensqualität, Teilhabe, Sozialraumentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Übertragung des Wohnkonzepts "Wohnen-für-Hilfe" auf eine Einrichtung des Dominikus-Ringeisen-Werks in Kochel, um Menschen mit Beeinträchtigungen und Studierende in einer Wohngemeinschaft zusammenzubringen.
Die zentralen Felder sind die sozialpädagogische Theoriebildung (Inklusion/Integration), das Wohnkonzept an sich, die institutionelle Analyse des Dominikus-Ringeisen-Werks sowie die empirische Untersuchung der Bedürfnisse beider beteiligter Gruppen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines fundierten, praxisnahen Arbeits- und Wohnkonzepts, das auf einer empirischen Datenerhebung basiert und dem DRW als Entscheidungsgrundlage für die Umsetzung des Projekts dient.
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Paradigma in Form einer schriftlichen Befragung via Online-Fragebögen, um Einstellungen und Erwartungen von Studierenden und Mitarbeitern strukturiert zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Vorstellung der Einrichtung Kochel, die Analyse der Zielgruppen (Studierende/Mitarbeiter), das methodische Vorgehen bei der Forschung sowie die Zusammenführung der Erkenntnisse in ein abschließendes Konzept.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wohnen-für-Hilfe, Inklusion, Integration, Dominikus-Ringeisen-Werk und studentisches Wohnen charakterisiert.
Im Gegensatz zur klassischen Form, bei der Studierende bei Senioren wohnen, tauscht diese Arbeit die Senioren gegen Menschen mit Beeinträchtigungen in einer professionellen Einrichtung aus.
Zu den identifizierten Hürden gehören Sorgen bezüglich der Wahrung von Nähe und Distanz, die Balance zwischen Studium und Arbeit sowie mögliche Konflikte durch die Emotionalität der Bewohner.
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