Masterarbeit, 2020
113 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Literaturübersicht über den Wissensstand
2.1 Engstand
2.2 Rezidiv
2.3 Allgemeine Stabilitätsfaktoren
2.4 Retainer
3 Problemstellung
3.1 Beschreibung der Problematik
3.2 Ziele der Master-Thesis
3.3 Fragestellungen
4 Material und Methoden
4.1 Aufbau der Studie
4.2 Ein- und Ausschlusskriterien
4.3 Datenerhebung
5 Ergebnisse der Literaturrecherche
5.1 Auswahl der Studien
5.2 Anatomische Faktoren
5.2.1 Volumen des Alveolarknochens
5.3 Wachstums- und Alterungsbedingte Faktoren
5.3.1 Rotation der Mandibula
5.3.2 Posteriore Gesichtshöhe und der SN-GoGn Winkel
5.3.3 Alterungsprozesse
5.4 Behandlungsbezogene Faktoren
5.4.1 Alter (bei Beginn bzw. Abschluss der Behandlung)
5.4.2 Geschlecht
5.4.3 Irregularitätsindex bzw. Ausmaß des Engstandes
5.4.4 Röntgenologische Messungen
5.4.5 Behandlungsgeräte
5.4.6 Approximale Schmelzreduktion
5.4.7 Extraktion von Prämolaren
5.4.8 Weisheitszähne
5.5 Parafunktionelle Faktoren
5.6 Retentionsbezogene Faktoren
5.6.1 Vergleich zwischen herausnehmbaren und festsitzenden Retentionssystemen
5.6.2 Vergleich verschiedener festsitzender Retentionssystemen
5.6.3 Vergleich verschiedener herausnehmbarer Retentionsapparaturen
6 Diskussion
6.1 Anatomische Faktoren
6.2 Wachstums- und Alterungsbedingte Faktoren
6.2.1 Alterungsprozesse
6.3 Behandlungsbezogene Faktoren
6.3.1 Alter (bei Beginn bzw. Abschluss der Behandlung) und Geschlecht
6.3.2 Irregularitätsindex bzw. Ausmaß des Engstandes
6.3.3 Röntgenologische Messungen
6.3.4 Behandlungsgeräte und -mechaniken
6.3.5 Approximale Schmelzreduktion
6.3.6 Extraktion von Prämolaren
6.3.7 Weisheitszähne
6.4 Parafunktionelle Faktoren
6.5 Retentionsbezogene Faktoren
6.5.1 Vergleich zwischen herausnehmbaren und festsitzenden Retentionssystemen
6.5.2 Vergleich verschiedener festsitzender Retentionssystemen
6.5.3 Vergleich verschiedener herausnehmbarer Retentionsapparaturen
6.5.4 Leitfaden zur Retention
7 Zusammenfassung
8 Literatur
9 Anhänge
9.1 Tabellen
Das Hauptziel dieser Master-Thesis ist die evidenzbasierte Aufarbeitung aktueller Literatur hinsichtlich der Stabilitätsfaktoren nach einer kieferorthopädischen Korrektur des Frontzahnengstandes. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie Rezidive erfolgreich verhindert werden können und welche Rolle physiologische Alterungsprozesse in der posttherapeutischen Zahnstellung spielen.
2.1 Engstand
Ein Engstand kann im Milchgebiss, Wechselgebiss und im bleibenden Gebiss auftreten. Dessen Ausprägung beeinflusst sowohl die Therapie, als auch die Retentionsphase (Ihlow et al., 2018). Es gibt verschiedene Formen des Engstandes: den physiologischen, den primären, den sekundären und den tertiären Engstand.
Der physiologische Engstand ist der Engstand, der während des Durchbruchs der Incisivi im Milch- bzw. bleibenden Gebiss entsteht. Therapeutische Maßnahmen sind kontraindiziert, weil der Durchbruchsdruck dieser Zähne eine transversale Entwicklung des entsprechenden Zahnbogensegments bewirkt, und somit mehr Platz für die korrekte Einordnung der Zähne entsteht. Ein frühzeitiger therapeutischer Eingriff kann zu schwerwiegenden Problemen (z.B. vergrößerte sagittale Stufe) führen (Ihlow et al., 2018).
Unter einem primären Engstand ist eine ererbte Diskrepanz zwischen Kiefergrösse und Zahnbreite zu verstehen. Bereits an der Abwesenheit von Lücken zwischen den Milchfrontzähnen kann man dieses Missverhältnis erkennen. In der Vergangenheit war bei solchen Fällen eine frühzeitige Extraktion von Milch- und bleibenden Zähnen indiziert (Kjellgren, 1948; Rinderer, 1968). Hier ist aber Vorsicht geboten, denn eine Entscheidung für eine Extraktionstherapie sollte nicht zu früh getroffen werden. Diese Entscheidung sollte erst nach Abschluss des Zahnwechsels und Behebung möglicher anderer Okklusionsprobleme erfolgen, wenn eine neutrale Kieferrelation erreicht wurde (Ihlow et al., 2018).
Ein vorzeitiger Verlust von Milchzähnen kann zu einen Stützzoneneinbruch führen. Dadurch kann ein sogenannter (erworbener) sekundärer Engstand entstehen (Schopf, 2008; Ihlow et al., 2018). Um spätere Zahn- und Kieferfehlstellungen zu vermeiden, können Lückenhalter indiziert sein, die am besten festsitzend befestigt sein sollten (Ihlow et al., 2018).
Als tertiärer Engstand wird eine weitere ererbte Engstandform bezeichnet, die sowohl bei behandelten als auch bei unbehandelten Erwachsenen postpubertär auftreten kann. Daher wird dieses anatomisch-physiologisches Phänomen auch als Adoleszenten-Engstand bezeichnet (Ihlow et al., 2018). Ein tertiärer Engstand ist unabhängig vom Ausmaß der
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Bedeutung langfristiger Stabilität in der Kieferorthopädie und definiert das Ziel der Arbeit, literaturgestützt die Einflussfaktoren auf die Stabilität von Frontzahnkorrekturen zu identifizieren.
2 Literaturübersicht über den Wissensstand: In diesem Kapitel werden grundlegende Konzepte wie verschiedene Arten des Engstands, Rezidiv-Definitionen, Stabilitätsfaktoren und gängige Retentionsmethoden erläutert.
3 Problemstellung: Dieses Kapitel beschreibt die Problematik der kieferorthopädischen Retention im Kontext eines dynamischen stomatognathen Systems und formuliert die spezifischen Forschungsziele sowie Fragestellungen der Arbeit.
4 Material und Methoden: Hier wird der systematische Aufbau der Literaturrecherche dargelegt, einschließlich der verwendeten Datenbanken sowie der expliziten Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienselektion.
5 Ergebnisse der Literaturrecherche: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Literaturrecherche, gegliedert nach anatomischen, wachstumsbedingten, behandlungsbezogenen und retentionsbezogenen Faktoren, die die Stabilität beeinflussen.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, wobei insbesondere der Einfluss von Knochendicke, Alterungsprozessen, unterschiedlichen Behandlungsmechaniken und Retentionsprotokollen auf die Rezidivanfälligkeit bewertet wird.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, in der betont wird, dass Rezidive nach kieferorthopädischer Behandlung schwer von physiologischen Alterungsprozessen zu unterscheiden sind und individuelle Behandlungsplanungen essentiell bleiben.
8 Literatur: Ein umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
9 Anhänge: Dieses Kapitel enthält detaillierte Tabellen zu den ausgewerteten Studien sowie die Verzeichnisse für Abbildungen und Abkürzungen.
Kieferorthopädie, Retention, Rezidiv, Frontzahnengstand, Stabilität, Alveolarknochen, Retainer, Zahnbewegung, Okklusion, Kiefer, Literaturübersicht, Langzeitstabilität, Malokklusion, Zahnfehlstellung, Remodellation.
Die Arbeit befasst sich mit der Stabilität kieferorthopädischer Behandlungen, speziell mit der Korrektur des Frontzahnengstandes und den Faktoren, die nach Abschluss der aktiven Therapie zu einem Rezidiv führen können.
Die zentralen Themen umfassen anatomische Voraussetzungen, wachstums- und alterungsbedingte Veränderungen, behandlungsspezifische Faktoren wie Extraktionen oder approximale Schmelzreduktion sowie die Wirksamkeit verschiedener Retentionssysteme.
Das primäre Ziel ist eine evidenzbasierte Übersicht darüber, welche Faktoren die Stabilität der Korrektur eines Frontzahnengstandes beeinflussen und wie man ein Rezidiv erfolgreich verhindern kann.
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturübersicht (Master-Thesis), bei der durch systematische Suche in wissenschaftlichen Datenbanken (wie PubMed und Google Scholar) relevante Primärliteratur identifiziert und ausgewertet wurde.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Stabilität, unterteilt in anatomische Gegebenheiten, Wachstum und Alterung, therapeutische Maßnahmen sowie vergleichende Studien zu festsitzenden und herausnehmbaren Retentionsmethoden.
Die wichtigsten Begriffe sind Kieferorthopädie, Retention, Rezidiv, Frontzahnengstand, Stabilität, Retainer, Zahnbewegung und Langzeitstabilität.
Da sowohl das Rezidiv als auch natürliche Alterungsprozesse posttherapeutisch zu Zahnstellungsänderungen führen können, ist es klinisch oft nicht eindeutig möglich, eine klare Grenze zwischen behandlungsbedingtem Rückfall und altersbedingter physiologischer Anpassung zu ziehen.
Die Mehrheit der Literatur kommt zu dem Schluss, dass die Existenz oder das Fehlen von Weisheitszähnen keinen signifikanten Einfluss auf die Stabilität des frontalen Behandlungsergebnisses hat.
Es gibt keinen universellen Konsens, jedoch zeigen Studien, dass festsitzende Retainer (Kleberetainer) insbesondere im Unterkiefer oft gute Stabilitätsergebnisse liefern, wobei die Wahl der Methode individuell nach Patientenbedürfnissen und Mundhygiene erfolgen sollte.
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