Bachelorarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Marketing
3 Multisensorisches Marketing
4 Multisensorischen Wahrnehmung und deren Berücksichtigung in der Marketingpolitik
4.1 Sehen
4.2 Hören
4.3 Riechen
4.4 Schmecken
4.5 Fühlen
5 Einsatz multisensorischen Marketings zur Absatzsteigerung
6 Nachteile und Vorteile des multisensorischen Marketings
6.1 Nachteile
6.2 Vorteile
7 Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung des multisensorischen Marketings
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die These, ob multisensorisches Marketing als Instrument der Marketingpolitik effektiv zur Absatzsteigerung eingesetzt werden kann. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie durch die gleichzeitige Ansprache mehrerer Sinneskanäle positive Emotionen beim Kunden hervorgerufen, Marken nachhaltig im Gedächtnis verankert und letztlich Kaufentscheidungen positiv beeinflusst werden können.
4.2 Hören
In der Öffentlichkeit oder bei audiovisuellen Massenmedien begegnen Menschen unausweichlich verschiedensten akustischen Reizen, welche über das Ohr aufgenommen werden. Etwa 11 Prozent der Reize, die Menschen aufnehmen gelangen über die Ohren ins Gehirn. (Vgl. Abbildung 4) Hören wird als die Sinneswahrnehmung von Schall bezeichnet, also von Tönen, Klängen oder Geräuschen. Das menschliche Gehör ist fähig, bis zu 20 Signale in der Sekunde als einzelne Töne wahrzunehmen. Fällt eine größere Anzahl von Tönen an, verschwimmen diese ineinander und werden als ein Ton, mit der tiefsten Frequenz, die darin vorkommt, gehört. Damit der Schall in unserem Gehirn als Ton ankommt, wird dieser zunächst von der Ohrmuschel aufgefangen, in den äußeren Gehörgang geleitet und setzt dann das Trommelfell in Schwingungen. Der am Trommelfell fixierte Griff des ersten Gehörknöchelchens, der sogenannte Hammer, leitet die Schwingungen über Amboss und Steigbügel ins Mittelohr und von dort aus weiter zum ovalen Fenster am Übergang zum Innenohr. Durch die Flüssigkeit im Innenohr werden die Schallwellen als Wanderwellen weitergeleitet, die dann von den Härchen der Sinnenzellen registriert und in Nervenimpulse umgewandelt werden. Diese elektrischen Nervenimpulse gelangen letztendlich über den Hörnerv ins Zwischenhirn, von wo aus sie anschließend ins limbische System gelangen. Der Gehörsinn wird insgesamt als der differenzierteste aller Sinne beschrieben. Während der Sehsinn zum Beispiel ein Bild bearbeitet, empfängt der Gehörsinn in der gleichen Zeit etwa sechs bis acht Worte, die verarbeitet werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Alleinstellungsmerkmalen in globalisierten Märkten und führt in die Thematik der multisensorischen Kundenansprache zur Absatzsteigerung ein.
2 Marketing: Dieses Kapitel grenzt den Begriff des klassischen Marketings ab und beschreibt die Bedeutung des Marketing-Mix zur Ausrichtung an Marktbedürfnissen.
3 Multisensorisches Marketing: Es werden die Grundlagen des multisensorischen Marketings dargelegt, das darauf abzielt, Kunden über mindestens drei Sinneskanäle gleichzeitig anzusprechen.
4 Multisensorischen Wahrnehmung und deren Berücksichtigung in der Marketingpolitik: Der umfangreiche Teil erläutert die neurowissenschaftlichen Grundlagen der fünf Sinnesorgane und deren spezifische Bedeutung für das Marketing.
5 Einsatz multisensorischen Marketings zur Absatzsteigerung: Hier wird der Zusammenhang zwischen emotionaler Kundenbindung durch multisensorische Reize und der messbaren Steigerung des Absatzes analysiert.
6 Nachteile und Vorteile des multisensorischen Marketings: Es erfolgt eine kritische Abwägung der aufwendigen Datenbeschaffung und ethischen Fragestellungen gegenüber den Vorteilen einer starken emotionalen Markenloyalität.
7 Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung des multisensorischen Marketings: Am Beispiel der Fluggesellschaft Singapore Airlines wird praxisnah aufgezeigt, wie eine ganzheitliche multisensorische Strategie erfolgreich implementiert wird.
8 Fazit: Das Fazit bestätigt die These, dass multisensorisches Marketing ein wirkungsvolles Instrument zur Absatzsteigerung darstellt und verweist auf zukünftiges Entwicklungspotenzial.
Multisensorisches Marketing, Marketingpolitik, Absatzsteigerung, Neurowissenschaft, Kundenansprache, Markenloyalität, Sinneskanäle, limbische System, Emotionssysteme, Limbic-Map, Kundenbindung, Wahrnehmungspsychologie, Corporate Sound, Scent Branding, Haptik.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung multisensorischer Marketingmaßnahmen als Instrument zur Absatzsteigerung in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld.
Die zentralen Felder umfassen Marketinggrundlagen, neurowissenschaftliche Wahrnehmungsprozesse, die fünf Sinnesmodalitäten (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) sowie deren strategische praktische Umsetzung.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung der These, ob eine multisensorische Ansprache der Zielgruppe zu einer dauerhaften emotionalen Bindung und letztlich zu einer Absatzsteigerung führt.
Die Arbeit basiert primär auf einer fundierten Literaturrecherche und Analyse bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse, ergänzt durch Praxisbeispiele zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über das Gehirn und Emotionen, die detaillierte Analyse der einzelnen Sinne sowie eine Untersuchung von Vor- und Nachteilen des Multisensorik-Einsatzes.
Zu den prägenden Begriffen gehören Multisensorisches Marketing, emotionale Kundenbindung, Neuromarketing, Sinne, Absatzsteigerung und Markenstrategie.
Da Emotionen im limbischen System verarbeitet werden und 70 bis 80 Prozent der Kaufentscheidungen unbewusst fallen, ermöglicht das multisensorische Marketing eine gezielte Aktivierung dieser Hirnregionen.
Singapore Airlines dient als Best-Practice-Beispiel, da das Unternehmen durch eine konsequente multisensorische Strategie (Service, Design, Duft) eine hohe Markenloyalität erzielt.
Die Arbeit beleuchtet kritisch die ethische Dimension der Kundenbeeinflussung, ohne jedoch eine abschließende philosophische Bewertung vorzunehmen.
Die parallele Ansprache verschiedener Sinneskanäle führt zu einem Potenzierungseffekt, einer besseren Gedächtnisverankerung und erhöht die Wahrscheinlichkeit für Wiederholungskäufe.
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