Masterarbeit, 2019
158 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Vom Amateur- zum Profifußball
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Professionalität & professioneller Fußball
2.1.2 Amateurismus & Amateurfußball
2.1.3 Semiprofessionalität & Semiprofessioneller Fußball
2.2 Der Vertragsstatus eines Fußballspielers
2.3 Struktur des deutschen Fußballliga-Systems
2.4 Definition: Der semiprofessionelle Fußballspieler
3 Die duale Karriere: Eine Kombination aus Hochleistungssport und Berufsqualifikation
3.1 Definition: die duale Karriere
3.1.1 Inklusionsproblematik
3.2 Aktueller Forschungsstand
3.2.1 Sportartenübergreifende Studien bezüglich der Vereinbarkeit einer dualen Karriere
3.2.2 Aktueller Forschungsstand bezüglich der Vereinbarkeit einer dualen Karriere für den semiprofessionellen Fußballspieler
3.3 Status Quo: Die Vereinbarkeit einer dualen Karriere
3.3.1 Initiativen und Konzepte zur Förderung einer dualen Karriere für Hochleistungssportler/innen
3.4 duale Bildungsmöglichkeiten für semi-/professionelle Fußballspieler in Deutschland
3.4.1 Die Basis: Das Nachwuchsleistungszentrum
3.4.2 Studium & berufliche Weiterbildung
3.4.3 Spielergewerkschaft Vereinigung für Vertragsfußballer
4 Zwischenfazit
5 Methodik
5.1 Die Triangulation qualitativer und quantitativer Methoden
5.2 Qualitative Analyse
5.2.1 Wahl der Forschungsmethoden
5.2.2 Das Problemzentrierte Interview
5.2.3 Bestimmung der Interviewpartner
5.2.4 Form und Inhalte der Datenerhebung
5.2.5 Datenaufbereitung
5.2.6 Datenauswertung anhand qualitativer Inhaltsanalyse
5.2.6.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials
5.2.6.2 Fragestellung der Analyse
5.2.6.3 Bestimmung der Analysetechnik
5.2.6.4 Definition der Analyseeinheiten
5.2.6.5 Analyseschritte gemäß Ablaufmodell mittels Kategoriensystem
5.2.7 Zusammenstellung der Ergebnisse und Interpretation
5.2.7.1 Hauptkategorie: Schulbildung/ Vereinbarkeit
5.2.7.2 Hauptkategorie: Nachschulische Berufstätigkeit bzw. geplante Maßnahmen
5.2.7.3 Hauptkategorie: Absicherung
5.2.7.4 Hauptkategorie: Bewertung der derzeitigen Lebenssituation
5.2.7.5 Hauptkategorie: Problemfelder der Vereinbarkeit
5.2.7.6 Hauptkategorie: Berufswunsch
5.2.7.7 Hauptkategorie: Bewertung des aktuellen Angebots
5.2.7.8 Hauptkategorie: Wünsche für die Zukunft
5.2.7.9 Hauptkategorie: Relevanz der Thematik
5.2.8 Interpretation der Ergebnisse in Richtung der Fragestellung
5.2.9 Anwendung der inhaltsanalytischen Gütekriterien
5.3 quantitative Analyse
5.3.1 Wahl des Forschungsproblems
5.3.2 Forschungsmethode & Studiendesign
5.3.3 Hypothesenbildung
5.3.4 Grundgesamtheit & Stichprobe
5.3.5 Operationalisierung
5.3.6 Gütekriterien
5.3.7 Datenerhebung
5.3.8 Datenanalyse
5.3.8.1 Vorgehensweise und Modellprämissen der Explorativen Faktorenanalyse
5.3.8.2 Vorgehensweise und Modellprämissen der multiplen Regressionsanalyse
5.3.8.3 Vorgehensweise und Modellprämissen der binären logistischen Regressionsanalyse
5.3.9 Deskriptive Statistik
5.3.10 Induktive Statistik
5.3.10.1 Ergebnisse der explorativen Faktorenanalyse
5.3.10.2 Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse
5.3.10.3 Ergebnisse der binären logistischen Regressionsanalyse
5.3.11 Interpretation der Ergebnisse, Implikationen
5.3.12 Limitationen
6 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Vereinbarkeit einer dualen Karriere (sportliche Tätigkeit und parallele Berufsqualifikation) bei semiprofessionellen Fußballspielern (SPF) in Deutschland. Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern SPF auf eine Zeit nach dem aktiven Fußball vorbereitet sind und welche Faktoren ihr Interesse an dualen Karriereangeboten sowie deren Nutzung beeinflussen.
3.1.1 Inklusionsproblematik
Die zuvor erwähnte Doppelbelastung aus Sport und Beruf stellt viele Spitzensportler/innen vor Probleme. Der enorme Aufwand, der für die Wettkampfvorbereitung und das alltägliche Training notwendig ist, entspricht einem Vollzeitjob und lässt wenig Platz für die Vorbereitung einer außersportlichen Karriere. Diese Problematik wird in der Literatur als Inklusionsproblem bezeichnet, wobei der Terminus Inklusion als „[…] die Einbindung der Gesellschaftsmitglieder in die Teilsysteme der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft, die in Form von institutionellen Rollen stattfindet und dem Individuum die Partizipation an der Gesellschaft ermöglicht“ definiert wird (Borggrefe & Cachay, 2011, S. 214).
Bezogen auf die Problematik der Vereinbarkeit dualer Karrieren für Spitzensportler/innen wird Inklusion als die simultane Einbindung der Individuen in den Sport sowie in den Beruf verstanden. Vernachlässigen ein Sportler bzw. eine Sportlerin sein/ ihr Training, wird er/ sie auf kurz oder lang nicht konkurrenzfähig sein und den Anschluss an die Spitzenklasse seiner/ ihrer Sportart verlieren. Eine Verringerung des Zeitaufwands ist auf Seiten des Sports nicht möglich. Diese Art der Inklusion wird als „Hyperinklusion“ bezeichnet (vgl. Borggrefe & Cachay, 2011, S. 214). Die ohnehin schon hohe Belastung des Sports wird durch die Inklusion einer Berufsausbildung verstärkt. Diese Problematik zeigt auf, dass die Koordination einer dualen Karriere allein zeitlich schwer möglich ist. Zusätzlich lastet auf Sportlern/ Sportlerinnen ein hoher Erfolgsdruck im Sport, sowie ein Leistungsdruck im Hinblick auf den postsportlichen Berufsweg.
Bereits in den 1950er Jahren wurde die Problematik der Vereinbarkeit von Spitzensport und Beruf erkannt. Willi Daume, damaliger Präsident des Deutschen Sportbundes, betonte in einer Bundestagung der Deutschen Olympischen Gesellschaft, dass Athleten/ Athletinnen durch Erfolge in jungen Jahren Gefahr laufen ihre schulische und berufliche Ausbildung zu vernachlässigen und sich lediglich auf den Sport konzentrieren. Der Fokus bei der Herausbildung von Spitzensportlern/ -Sportlerinnen sollte seinen Aussagen nach auf der Gesamtentwicklung der Athleten/ Athletinnen liegen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die problematische Ausgangslage junger Fußballer, die sich oft zu einseitig auf den Sport fokussieren und die berufliche Vorsorge vernachlässigen.
2 Vom Amateur- zum Profifußball: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der Begriffe Amateur-, Semiprofi- und Profifußball inklusive der vertraglichen Strukturen im DFB.
3 Die duale Karriere: Eine Kombination aus Hochleistungssport und Berufsqualifikation: Es werden der Begriff der dualen Karriere definiert, der aktuelle Forschungsstand beleuchtet und vorhandene Förderkonzepte analysiert.
4 Zwischenfazit: Das Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse zusammen und identifiziert die zentrale Erkenntnislücke bezüglich der spezifischen Zielgruppe der SPF.
5 Methodik: Hier wird der methodische Ansatz der Arbeit detailliert beschrieben, einschließlich der qualitativen Experteninterviews und der quantitativen Online-Erhebung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und liefert Handlungsempfehlungen für die beteiligten Akteure im Sport- und Bildungssystem.
Duale Karriere, Fußball, Semiprofessionalität, Berufsqualifikation, Leistungssport, Karriereende, sportliche Laufbahn, Nachwuchsleistungszentrum, Inklusionsproblematik, Spielergewerkschaft, VDV, Sportökonomie, empirische Analyse, Bildungsstand, Arbeitsmarkt
Die Masterarbeit befasst sich mit der Vereinbarkeit einer dualen Karriere (Sport und Beruf) aus Sicht semiprofessioneller Fußballspieler in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die Berufsfindungs- und Vorsorgeproblematik von Fußballern, die Auswirkungen von professionellen Strukturen in unteren Ligen sowie vorhandene Unterstützungsangebote für Athleten.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie semiprofessionelle Fußballer eine Ausbildung oder ein Studium mit ihrem Sport vereinbaren und welche Barrieren dabei bestehen.
Es wurde eine Methodentriangulation angewendet, die qualitative problemzentrierte Interviews (PZI) mit einer anschließenden quantitativen Online-Befragung kombiniert.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Abgrenzung der Fußball-Leistungsebenen, den Status Quo dualer Karriereangebote und die empirische Datenauswertung inklusive Regressionsanalysen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Semiprofessionalität, duale Karriere, Berufsqualifikation, Nachwuchsförderung und soziale Absicherung von Leistungssportlern beschreiben.
Die VDV wird als relevante Interessenvertretung analysiert, wobei untersucht wird, inwieweit ihr Angebot für die Zielgruppe der semiprofessionellen Fußballer bekannt ist und tatsächlich in Anspruch genommen wird.
Die befragten Fußballer bewerten ihre finanzielle Lebenssituation während der aktiven Karriere überwiegend als zufriedenstellend, was teilweise dazu führt, dass die Notwendigkeit einer frühzeitigen beruflichen Vorsorge unterschätzt wird.
Der Autor empfiehlt eine stärkere Sensibilisierung und Aufklärung der Spieler über die sozialen Risiken, eine stärkere Involvierung der Vereine und Verbände (wie dem DFB) sowie die Entwicklung neuer, besser integrierter dualer Ausbildungsmodelle.
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