Bachelorarbeit, 2019
68 Seiten, Note: 1,0
1 Abstract
2 Einleitung
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Schülervorstellungen
3.2 Konstruktivismus und konstruktivistisch orientierter naturwissenschaftlicher Unterricht
3.3 Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion
3.4 Conceptual Change Theorie
3.5 Schülervorstellungen zum Blutkreislauf
4 Analyse der Unterrichtsmaterialien
4.1 Beschreibung der Analysekriterien
4.1.1 Erkunden der Schülervorstellungen als Kriterium
4.1.2 Umstrukturieren der Schülervorstellungen als Kriterium
4.1.3 Berücksichtigung affektiver und situativer Kontextfaktoren
4.2 Analyseergebnisse
4.2.1 Analyse der Unterrichtsreihe „Der Blutkreislauf des Menschen“ von H. Gropengießer & U. Kattmann
4.2.2 Analyse der Unterrichtsreihe „Matters of the Heart“ von R. Richter
4.2.3 Analyse des Unterrichtskonzepts zur Konstruktion einer Modellsimulation des Blutkreislaufs von H. Gresch
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern ausgewählte Unterrichtsmaterialien zum Thema Blutkreislauf die individuellen Schülervorstellungen berücksichtigen und diese durch gezielte methodische Ansätze im Sinne der Didaktischen Rekonstruktion und des Konzepts des Conceptual Change weiterentwickeln.
3.1 Schülervorstellungen
Unter Schülervorstellungen werden allgemein Gedanken oder Überlegungen zusammengefasst, die die Lernenden zu bestimmten Phänomenen und Begriffen entwickelt haben (Kattmann, 2017). Synonym dazu wird der Begriff Alltagsvorstellungen verwendet (ebd.). Dabei ist zu bemerken, dass sich die Vorstellungen der Lernenden häufig von den fachlichen Vorstellungen unterscheiden (Hammann & Asshoff, 2017). Die Vorstellungen entstammen aus individuellen Erfahrungen, sowie der Alltagssprache (Schecker & Duit, 2018). Innerhalb der Alltags- oder Umgangssprache wird bestimmten Begriffen eine andere Bedeutung zugeschrieben. Diese unterscheidet sich von der fachlichen Bedeutung. Quellen hierfür sind unter anderem die Medien oder Alltagsgespräche. Jedoch kann auch vorangegangener Unterricht zur Entstehung von Schülervorstellungen beitragen (Häußler, Bünder, Duit, Gräber & Mayer, 1998).
Nach der „erfahrungsbasierten Theorie des Verstehens“ kann hinsichtlich der Schülervorstellungen zwischen erfahrungsbasierten und imaginativen Vorstellungen unterschieden werden (Gropengießer 2006, S. 94). Unter erfahrungsbasierten Vorstellungen werden Vorstellungen verstanden, die aus „Erfahrungen mit der Wahrnehmung, Körperbewegung, der physischen und sozialen Umwelt“ entstammen (ebd. S. 43). Diese Erfahrungen werden auch „verkörpert“ bezeichnet, da sie Teil „unseres kognitiven Systems“ sind (ebd.). Die erfahrungsbasierten Vorstellungen können wiederum, mithilfe von „Imagination“ und „Metaphern“, auf andere, nicht direkt erfahrbare Bereiche, übertragen werden um dort „Verständnis zu erlangen“ (ebd., S. 94f.). Diese Vorstellungen werden unter dem Begriff imaginative Vorstellungen zusammengefasst.
Des Weiteren kann zwischen tief verankerten und ad-hoc-konstruierten Vorstellungen unterschieden werden (Häußler et. al., 1998). Die tief verankerten Vorstellungen weisen eine „hohe Glaubwürdigkeit“ auf, weshalb es besonders schwierig ist sie zu verändern (Möller, 2013, S. 60). Im Gegensatz dazu werden die ad-hoc konstruierten Vorstellungen spontan entwickelt und sind dementsprechend leichter zu verändern (Häußler et. al., 1998).
3 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Arbeit, darunter Schülervorstellungen, Konstruktivismus, das Modell der Didaktischen Rekonstruktion sowie die Conceptual Change Theorie.
4 Analyse der Unterrichtsmaterialien: In diesem Kapitel werden drei Unterrichtsreihen anhand festgelegter Kriterien (Erkunden, Umstrukturieren, Kontextfaktoren) detailliert analysiert und bewertet.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und diskutiert die Bedeutung der Berücksichtigung von Schülervorstellungen für eine effektive Unterrichtsplanung.
Schülervorstellungen, Blutkreislauf, Didaktische Rekonstruktion, Conceptual Change, Konstruktivismus, Unterrichtsmaterialien, Biologieunterricht, Lernprozesse, Wissenschaftliche Vorstellungen, Alltagsvorstellungen, Fachliche Klärung, Modellierung, Motivation, Kontextfaktoren, Lehr-Lern-Sequenzen
Die Arbeit untersucht, wie Unterrichtsmaterialien zum Thema Blutkreislauf so gestaltet werden können, dass sie die bereits bestehenden Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern aufgreifen und in fachlich korrekte Konzepte überführen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen Alltagsvorstellungen und wissenschaftlichem Wissen im Biologieunterricht, speziell im Bereich der Anatomie und Physiologie des Blutkreislaufs.
Das Ziel ist es, die Qualität von Unterrichtsmaterialien hinsichtlich ihrer Fähigkeit zu bewerten, einen kognitiven Prozess bei Lernenden anzustoßen, der zu einer Umstrukturierung von (fehlerhaften) Schülervorstellungen führt.
Es wird eine kriterienbasierte Analyse von drei spezifischen Unterrichtskonzepten durchgeführt, basierend auf theoretischen Modellen wie der Didaktischen Rekonstruktion.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kapitel 3) und die praktische Anwendung durch die Analyse dreier Unterrichtsreihen (Kapitel 4), wobei Kriterien wie Erkunden, Umstrukturieren und Kontextfaktoren angewandt werden.
Wichtige Begriffe sind Schülervorstellungen, Conceptual Change, Didaktische Rekonstruktion, Konstruktivismus und die konkrete Ausgestaltung von Unterrichtseinheiten zum Blutkreislauf.
Sie dient als Kernprozess, um Lernende von ihren oft vereinfachten oder fehlerhaften Alltagsvorstellungen (z.B. Herz als reine Pumpe, ohne Berücksichtigung der Teilkreisläufe) hin zu komplexeren, wissenschaftlich akzeptierten Modellen zu führen.
Die Arbeit zeigt, dass Motivation und das Anknüpfen an die persönliche Lebenswelt (z.B. eigene Pulsmessung, gesundheitsbezogene Relevanz) die Bereitschaft der Lernenden erhöhen, sich aktiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen und eigene Konzepte zu hinterfragen.
Das Konzept von Gresch legt einen besonderen Schwerpunkt auf die physische Modellierung mittels einer Simulation, um durch experimentelles Arbeiten ein tieferes Verständnis für die funktionellen Zusammenhänge im Blutkreislauf zu erzeugen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

