Bachelorarbeit, 2014
45 Seiten
1 Einleitung
2 Religiosität in der Zeit der Empfindsamkeit
2.1 Der junge Goethe in der Genieperiode des Sturm und Drang
2.2 Goethes Bezug zum Pietismus
3 Pantheistische Denkweisen
3.1 Goethe und der Pantheismus
3.2 Verschiedene Auslegungen und Formen des Pantheismus
4 Analyse und Interpretation ausgewählter Texte des jungen Goethe
4.1 Das Gedicht „Mailied“ (1771) als Erlebnislyrik
4.2 Die mythologische Hymne „Ganymed“
4.3 Werthers „Brief vom 10. Mai“
5 Fazit
6 Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht das pantheistische Naturverständnis des jungen Goethe und analysiert, wie sich dieses in den Themenfeldern Liebe, Natur und dem Geniegedanken in ausgewählten literarischen Werken widerspiegelt. Ziel ist es, die Entwicklung dieser Konzepte sowie die Spannung zwischen individueller Subjektivität und göttlicher Einheit aufzuzeigen.
4.1 Das Gedicht „Mailied“ (1771) als Erlebnislyrik
Das Gedicht sei wohl im Mai / Juni 1771 entstanden. Goethe befand sich um die Pfingstzeit vom 18. Mai an in Sesenheim. Es gehört also zu der Sesenheimer Zeit, die Goethe in dem elsässischen Städtchen, nördlich von Straßburg, verbrachte. Dort absolvierte er ein Studium der Juristerei und pflegte auch Bekanntschaft mit Johann Gottfried Herder, der ihm Zugang zum Lyrischen und einer volkstümlichen und ursprünglichen Dichtung ermöglichte. Herder war auch Volksliedsammler und prägend für die Romantik (Vgl. „Des Knaben Wunderhorn“ (1805-1808). Diese Zeit ist von einer Gefühlsintensität geprägt, in der die Sprache schon fast defizitär einen Ausdruck sucht. Goethe war auf der Suche nach dem Ursprünglichen (Emotionalität als das Stärkere, das die Rationalität unterdrückt). Der Text (die Lyrik) ist ohne Musik nicht zu denken, da man beide miteinander verbinden muss. Die experimentelle Lyrik ist die Gattung des Sturm und Drang schlechthin. Dabei entsteht das Problem von Mündlichkeit (Mentalitätsunterschiede) und Schriftlichkeit (Variationsbreite geht verloren). Herder war für eine variationsarme Fassung.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Wandel von der Aufklärung zum Sturm und Drang und führt den Pantheismus als zentralen Untersuchungsgegenstand ein.
2 Religiosität in der Zeit der Empfindsamkeit: Dieses Kapitel behandelt die religiösen Strömungen, insbesondere den Pietismus und den Geniebegriff, die Goethes frühe Entwicklung maßgeblich prägten.
3 Pantheistische Denkweisen: Es wird die philosophische Definition des Pantheismus erörtert und Goethes persönliches Verständnis von Gott, Natur und Kunst dargestellt.
4 Analyse und Interpretation ausgewählter Texte des jungen Goethe: In diesem Hauptteil erfolgt die detaillierte Untersuchung von „Mailied“, „Ganymed“ und dem „Brief vom 10. Mai“ hinsichtlich ihrer poetischen Struktur und ihres pantheistischen Gehalts.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, wie der Pantheismus als Bindeglied zwischen Goethes Naturverständnis, seiner Religiosität und seiner literarischen Ästhetik fungiert.
6 Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Werkausgaben und Sekundärliteratur zur Arbeit.
Johann Wolfgang von Goethe, Pantheismus, Sturm und Drang, Pietismus, Natur, Liebe, Erlebnislyrik, Geniezeit, Ganymed, Mailied, Werther, Spinoza, Subjektivität, Metamorphose, Gott-All-Natur
Die Arbeit analysiert das Verhältnis von Goethes Natur- und Gottesverständnis im Kontext des Pantheismus anhand dreier ausgewählter Texte aus der Zeit des Sturm und Drang.
Die Schwerpunkte liegen auf der pantheistischen Naturfrömmigkeit, der Rolle der Liebe als kosmisches Bindeglied sowie dem Ausdruck individueller Subjektivität.
Das Ziel ist es, die Entwicklung pantheistischer Denkweisen in den Texten "Mailied", "Ganymed" und "Werthers Brief vom 10. Mai" nachzuweisen und deren Verbindung zur zeitgenössischen Philosophie aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende literaturwissenschaftliche Textanalyse, kombiniert mit kulturgeschichtlichen und philosophischen Kontextualisierungen.
Der Hauptteil widmet sich der Interpretation der ausgewählten Gedichte und Briefe, wobei insbesondere die ästhetische Gestaltung des "Göttlichen" untersucht wird.
Wesentliche Begriffe sind Pantheismus, Subjektivität, Naturerlebnis, Geniedichtung und die Verbindung von Gott, Welt und Mensch.
Klettenberg prägte Goethe nachhaltig durch ihren radikalen Pietismus, insbesondere durch ihre leiblich-sinnliche Christuserfahrung und ihr Interesse an Naturmystik.
Während im "Mailied" und in "Ganymed" eine harmonische Vereinigung mit der Natur angestrebt wird, zeigt "Werther" die Problematik einer grenzenlosen Subjektivität, die schließlich in das eigene Unheil führt.
Die Hymne dient als Ausdrucksform für das "Hochgefühl" und die unmittelbare, freirhythmische emotionale Entäußerung des schöpferischen Genies.
Nein, die Liebe wird bei Goethe zu einem kosmischen Prinzip erhoben, das Natur, Gott und Mensch in einer pantheistischen All-Einheit verschmilzt.
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