Masterarbeit, 2020
196 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Hintergrund
1.2 Motivation
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 VON DER IDEE ZUM VALIDIERTEN GESCHÄFTSMODELL
2.1 Kombination von Design Thinking und Lean Startup
2.2 Design Thinking
2.2.1 Definition
2.2.2 Grundprinzipien
2.2.3 Bestehende Ansätze
2.2.4 Prozess
2.3 Lean Startup
2.3.1 Definition
2.3.2 Unterschiede zwischen etablierten Unternehmen und Startups
2.3.3 Vom Businessplan zum Business Model
2.3.4 Grundprinzipien
2.3.5 Meilensteine in der Entwicklung der Lean Startup Methode
2.3.6 Disziplinen und Praktiken
2.3.7 Kritik
3 CUSTOMER DEVELOPMENT NACH STEVE BLANK
3.1 Kundenentdeckung
3.2 Kundenvalidierung
3.3 Kundenaufbau
3.4 Unternehmensaufbau
4 GESCHÄFTSMODELL
4.1 Ursprung und Definition
4.2 Nutzen von Geschäftsmodellen
4.3 Ansätze der Geschäftsmodell-Entwicklung
4.4 Business Model Generation nach Osterwalder und Pigneur (2011)
4.4.1 Business Model Canvas
4.4.2 Environment Map
4.5 Value Proposition Design nach Osterwalder et al. (2015)
4.5.1 Value Proposition Canvas
4.6 Integration der Werkzeuge von Osterwalder et al. mit denen von Blank und Ries
4.7 Testing Business Ideas nach Bland und Osterwalder (2020)
5 ANWENDUNG AUF BASIS EINER EIGENEN GESCHÄFTSIDEE
5.1 Die Geschichte hinter der Geschäftsidee
5.2 Vorgehensweise und angewandte Experimente
5.3 Design Thinking Workshop
5.4 Kundenentdeckung – Phase 1: Hypothesen nennen
5.4.1 Schritt 1: Hypothese zur Marktgröße
5.4.2 Schritt 2: Hypothese zum Nutzenversprechen
5.4.3 Schritt 3: Hypothesen zum Kundensegment
5.4.4 Schritt 4: Hypothesen zum Kanal
5.4.5 Schritt 5: Hypothesen zum Markttyp und Konkurrenten
5.4.6 Schritt 6: Hypothesen zu den Kundenbeziehungen
5.4.7 Schritt 7: Hypothesen zu den Schlüsselressourcen
5.4.8 Schritt 8: Hypothesen zu den Partnern
5.4.9 Schritt 9: Hypothesen zu Umsatz und Preisgestaltung
5.4.10 Business Model Canvas V1.0
5.5 Kundenentdeckung – Phase 2: Testen des Problems
5.5.1 Entdeckungsumfrage
5.5.2 Suchtrendanalyse
5.5.3 Lerneffekt für diese Arbeit
5.5.4 Lösungsfindung
5.5.5 Problem-Lösung-Fit
5.6 Kundenentdeckung – Phase 3: Testen der Lösung
5.6.1 Validierungsumfrage
5.6.2 Einzelmerkmal-MVP
5.7 Kundenentdeckung – Phase 4: Verifizieren oder Kurswechsel
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
6.1 Zusammenfassung
6.2 Selbstkritische Würdigung
6.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial einer spezifischen Geschäftsidee im Bereich Socken und wendet dazu systematisch die Methoden des Lean Startup an. Das primäre Ziel ist es, die Geschäftsidee durch iterative Experimente zu validieren, um zu prüfen, ob sie Kundenprobleme effektiv adressiert und einen echten Mehrwert bietet, wodurch das Risiko des Scheiterns minimiert werden soll.
5.1 Die Geschichte hinter der Geschäftsidee
Der Ursprung der Geschäftsidee geht in das Jahr 2017 zurück. Ein Freund des Autors und der Autor selbst debattierten über die Sinnlosigkeit,
• Socken paarweise sortieren zu müssen,
• Socken zusammenzulegen zu müssen und
• Socken wenden zu müssen.
Wäscht man einmal pro Woche, sind es etwa 7 Minuten, oder auf 60 Jahre gerechnet 22.260 Minuten, beziehungsweise 371 Stunden oder 15,5 Tage, die man mit dem Sortieren von Socken verschwendet (Breuer, 2015).
Die Lösung war schnell gefunden:
• Eine Vielzahl identischer Socken verwenden, sodass das paarweise Sortieren entfällt.
• Die einzelnen Socken können somit lose aufbewahrt werden und müssen nicht mehr zusammengelegt werden.
• Innen und außen identisch aussehende Socken einsetzen, sodass diese beidseitig tragbar sind.
Ein positiver Nebeneffekt dabei ist, dass Waisensocken (Socken ohne Partner) Vergangenheit sind. Falls ein Socken ein Loch hat oder „von der Waschmaschine verschluckt“ wird, sind trotzdem eine Vielzahl passender Socken vorhanden. Laut einer Studie von Samsung (2016) entstehen pro Monat 1,3 Waisensocken, was einer Hochrechnung auf die Lebenszeit eines Menschen 1.264 Socken ohne Partner entspricht und schließlich einen finanziellen Schaden von rund 2.932 € zur Folge hat.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert den Hintergrund des hohen Startup-Scheiterns durch mangelnde Kundenakzeptanz und definiert das Ziel der Arbeit, eine eigene Geschäftsidee mit den Methoden von Lean Startup zu validieren.
2 VON DER IDEE ZUM VALIDIERTEN GESCHÄFTSMODELL: Es werden die theoretischen Grundlagen des Design Thinking und Lean Startup vorgestellt, deren Kombination zur kontinuierlichen Risikominimierung auf dem Weg zum validierten Geschäftsmodell beschrieben wird.
3 CUSTOMER DEVELOPMENT NACH STEVE BLANK: Das Vorgehensmodell des Customer Development wird detailliert erläutert, wobei die vier Phasen – Kundenentdeckung, Kundenvalidierung, Kundenaufbau und Unternehmensaufbau – als iterativer Prozess dargestellt werden.
4 GESCHÄFTSMODELL: Dieses Kapitel behandelt das Strukturmodell für Startups, insbesondere die Business Model Canvas und das Value Proposition Canvas, und integriert diese mit den Vorgehensweisen von Blank und Ries.
5 ANWENDUNG AUF BASIS EINER EIGENEN GESCHÄFTSIDEE: Den Hauptteil der Arbeit bildet die praktische Anwendung der zuvor erläuterten Methoden auf die Geschäftsidee des Autors, von der Hypothesenbildung über Workshops bis hin zu verschiedenen Validierungsexperimenten.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, unterzieht die Ergebnisse einer kritischen Würdigung und skizziert die notwendigen nächsten Schritte für das weitere Vorgehen.
Lean Startup, Design Thinking, Customer Development, Business Model Canvas, Value Proposition Canvas, Produkt-Markt-Fit, Startup, Validierung, Hypothesentest, Socken, Geschäftsmodellinnovation, MVP, Kundenentdeckung, Kundenvalidierung, Unternehmertum
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung moderner Startup-Management-Methoden, insbesondere Lean Startup, um eine Geschäftsidee systematisch von der anfänglichen Idee bis hin zu einem durch Kundenfeedback validierten Geschäftsmodell zu führen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Geschäftsmodellentwicklung, Customer Development nach Steve Blank sowie agile Produktentwicklung und deren praktische Anwendung auf eine eigene Produktidee.
Ziel ist es, das Risiko des Scheiterns einer neuen Geschäftsidee zu reduzieren, indem durch wissenschaftlich fundierte Experimente geprüft wird, ob das Angebot ein echtes Kundenbedürfnis löst und einen Mehrwert für den Markt darstellt.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Design Thinking zur Problemanalyse und Lean Startup-Methoden zur Hypothesenvalidierung, darunter unter anderem Entdeckungsumfragen, Suchtrendanalysen und Einzelmerkmal-MVPs.
Der Hauptteil dokumentiert die praktische Anwendung der Methoden: Zuerst werden theoretische Frameworks wie Business Model Canvas und Value Proposition Canvas eingeführt, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der Hypothesenentwicklung und der Durchführung verschiedener Experimente für die Geschäftsidee.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lean Startup, Customer Development, Geschäftsmodellinnovation, Produkt-Markt-Fit und MVP beschreiben.
Die Idee basiert auf der täglichen Problematik des Sortierens und Zuordnens von Sockenpaaren, die der Autor als ein sowohl funktionales als auch emotionales Problem identifiziert hat, welches einen skalierbaren Lösungsansatz durch ein standardisiertes, jedoch individualisierbares Produktkonzept bietet.
Der Einzelmerkmal-MVP (Bambussocken) konnte die angestrebte 40-Prozent-Grenze für den Produkt-Markt-Fit nicht erreichen, was jedoch nicht als Scheitern, sondern als essenzieller Lerneffekt verbucht wird, der eine Anpassung der Zielgruppenansprache und weitere Optimierungsschleifen notwendig macht.
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