Bachelorarbeit, 2015
38 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Geschichte des historischen Kastilisch
2.1 Kastilische Sprachvariationen im 8. Jahrhundert und heute
3. Die Geschichte des historische Katalanisch
3.1 Katalanische Sprachvariationen der Historie und heute
4. Konflikt zwischen Kastilisch und Katalanisch
4.1 Die Diktatur Francos
4.2 Die Spanische Demokratie
4.3 Der Weg zum Llei de Política Lingüística 1/1998
4.4 Die dos Españas unter einer Flagge
4.5 Die Bedeutung der katalanischen Sprache und Sprachpolitik
4.6 Der neue Autonomiestatus aus dem Jahr 2006
5. Aktuelle Situation der Bilingualität in Katalonien
5.1 Bilingualismus in Katalonien
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Sprachpolitik in Spanien mit Fokus auf Katalonien, um den Einfluss von Sprachpflege und sprachpolitischen Konflikten auf die Gesellschaft zu analysieren und den Stellenwert der Sprache für die regionale Identität und Unabhängigkeitsbestrebungen zu beleuchten.
4.1 Die Diktatur Francos
Nachdem der spanische Bürgerkrieg (1936 - 1939) mit einer Großoffensive und dem Sieg der nacionales beendet wurde, brach über Spanien eine 36 jährige Diktatur unter dem General Francisco Franco herein.
Die Stadt Barcelona und somit das Herzstück Kataloniens wurde durch die nacionales am 26. Januar 1939 vollständig eingenommen. Der Wille und der Widerstand Kataloniens war gebrochen, und dem Land stand ein neues, dunkles Zeitalter bevor.
Die zuvor zerschlagene Demokratie der Segunda República wurde für gescheitert erklärt und als ,,unspanischer politischer Irrweg“26 betitelt.
Grundlegendes Ziel der nacionales war es, die vergessenen Normen und Werte der imperialen Zeit als statische Rahmenbedingungen wieder herzustellen. Unter der Herrschaft der katholischen Könige waren die Kirche, der Glaube und der Fokus, die Nation als ein geschlossenes System zu präsentieren, kennzeichnende Eigenschaften dieser Epoche. Unter diesen neu auflebenden konservativen Dogmen des Regimes, sollte ein noch unauflöslicheres Abbild Spaniens aus dem 16. Jahrhundert geschaffen werden.27
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Ausgangslage der multilingualen Sprachenpolitik in Spanien und definiert Katalonien als zentralen Untersuchungsgegenstand zur Analyse sprachlicher Identitätskonflikte.
2. Die Geschichte des historischen Kastilisch: Dieses Kapitel erläutert die sprachgeschichtliche Herkunft des Kastilischen und seine Entwicklung von den Anfängen der Iberischen Halbinsel bis zur Festigung als Landessprache.
3. Die Geschichte des historische Katalanisch: Der Text beschreibt die Entstehung des Katalanischen im Pyrenäenraum sowie seine mittelalterliche Blütezeit und anschließende Wiederentdeckung während der Romantik.
4. Konflikt zwischen Kastilisch und Katalanisch: Dieses umfangreiche Kapitel beleuchtet die politische Unterdrückung der katalanischen Sprache während der Franco-Diktatur, den demokratischen Wandel und die anschließenden gesetzlichen Neuregelungen.
5. Aktuelle Situation der Bilingualität in Katalonien: Das Kapitel analysiert die moderne Zweisprachigkeit in Katalonien, insbesondere im Bildungs- und Alltagssektor, sowie deren Rolle für das Identitätsbewusstsein.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der historischen Entwicklungen und hält fest, dass der sprachpolitische Konflikt ein fortwährender Prozess bleibt, der eng mit dem Streben nach Autonomie verknüpft ist.
Sprachpolitik, Katalonien, Kastilisch, Katalanisch, Bilingualismus, Franco-Diktatur, Autonomiestatus, Identitätspolitik, Sprachkonflikt, Generalitat, Spanien, Sprachgeschichte, Unabhängigkeit, Normalisierung, Zweisprachigkeit
Die Arbeit analysiert die Sprachpolitik in Spanien unter besonderer Berücksichtigung der Region Katalonien und wie diese Politik die Identität der Menschen und das Verhältnis zur Zentralregierung beeinflusst hat.
Zentrale Themen sind die Sprachgeschichte des Kastilischen und Katalanischen, die Repressionen während der Franco-Diktatur, die Demokratisierung Spaniens und die aktuelle Praxis der Zweisprachigkeit.
Das Ziel ist es, den Stellenwert der eigenen Sprache für die katalanische Gesellschaft herauszuarbeiten und zu erklären, warum Sprache ein so zentrales Symbol für nationale Eigenständigkeit und Autonomie geworden ist.
Die Arbeit basiert auf einer historischen und soziolinguistischen Analyse von Dokumenten, Gesetzen und historischen Ereignissen, um den Konflikt zwischen Zentralstaat und Region nachzuzeichnen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die historische Aufarbeitung des Sprachkonflikts, angefangen bei der Diktatur über den demokratischen Wandel bis hin zu den spezifischen Autonomiegesetzen wie dem Llei de Política Lingüística.
Die zentralen Begriffe umfassen Sprachpolitik, Bilingualismus, Autonomiestatus, Katalanismus und das historische Spannungsfeld zwischen der Region Katalonien und dem spanischen Zentralstaat.
Der FC Barcelona fungierte als "Symbol des Widerstands", in dessen Stadion das Katalanische und die Identität der Katalanen trotz der Unterdrückung durch das Regime öffentlich ausgelebt werden konnten.
Der Autor sieht das Gesetz als wichtigen Meilenstein und Kompromiss, merkt jedoch an, dass es die grundlegende Debatte nicht beenden konnte, da es von verschiedenen Seiten als unzureichend oder zu fordernd kritisiert wurde.
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