Masterarbeit, 2018
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der argentinische Gaucho
2.1 Der Gaucho im historischen Kontext
2.2 Der Gaucho in der Literatur
3. Der Mythos gaucho als Identitätsfigur
4. Jorge Luis Borges und die Figur des gaucho
5. Inhalt und Struktur des cuento El muerto
5.1 Inhaltsangabe von El muerto
5.2 Strukturelle Analyse
5.3 Gattungstypologische Aspekte
5.4 Motive
5.5 Interpretation und Deutung der Motive
6. Inhalt und Struktur des cuento El fin
6.1 Inhaltsangabe von El fin
6.2 Strukturelle Analyse
6.3 Gattungstypologische Aspekte
6.4 Motive
6.5 Interpretation und Deutung der Motive
7. Inhalt und Struktur des cuento El Sur
7.1 Inhaltsangabe von El Sur
7.2 Strukturelle Analyse
7.3 Gattungstypologische Aspekte
7.4 Motive
7.5 Interpretation und Deutung der Motive
8. Vergleich der Darstellungen des gaucho
9. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Darstellung des argentinischen Gauchos in den drei Erzählungen "El muerto", "El fin" und "El Sur" von Jorge Luis Borges, um herauszuarbeiten, wie der Autor diese Identitätsfigur in seinen Werken transformiert und mit seinem eigenen Leben sowie dem nationalen Mythos verknüpft.
2.1 Der Gaucho im historischen Kontext
Zur Herkunft des Wortes Gaucho gibt es verschiedene Theorien. Zum einen wird es vom Wort gauderio (Bandit) abgeleitet und zum anderen vom indianischen Wort guacho (Waisenkind). Darüber hinaus wird das Substantiv gaucho unter anderem auch als Adjektiv verwendet, das tüchtig, gefällig oder hilfsbereit bedeutet. 4
Im Zusammenhang dieser Herkunftstheorien entstanden viele Assoziationen mit der Lebensweise und den Charaktereigenschaften der Gauchos in Argentinien. Dementsprechend wurden den umherstreifenden Waisenkindern der Pampa sowohl affirmative (tüchtig, hilfsbereit und gefällig) als auch schädliche Eigenschaften (Bandit, Schmuggler, Trinker, Vagabund) zugesprochen. Folglich war die Außenwahrnehmung des Gauchos in der damaligen argentinischen Öffentlichkeit nicht sonderlich positiv.
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsthemas, der ausgewählten Erzählungen von Borges und der Bedeutung des Gauchos als argentinische Identitätsfigur.
2. Der argentinische Gaucho: Historische Herkunft, soziokulturelle Entwicklung des Gauchos sowie dessen Darstellung und Idealisierung in der argentinischen Literatur.
3. Der Mythos gaucho als Identitätsfigur: Untersuchung der Entwicklung des Gauchos vom Randgruppenangehörigen zum nationalen Symbol für argentinische Identität und Männlichkeit.
4. Jorge Luis Borges und die Figur des gaucho: Analyse des persönlichen Bezugs des Autors zum Gaucho-Mythos und Darstellung autobiographischer Parallelen.
5. Inhalt und Struktur des cuento El muerto: Detaillierte Analyse von Handlung, Struktur, Gattung und zentralen Motiven der Erzählung "El muerto".
6. Inhalt und Struktur des cuento El fin: Analyse der Struktur, der narrativen Wendepunkte und der Bedeutung des Duells in der Erzählung "El fin".
7. Inhalt und Struktur des cuento El Sur: Untersuchung der Geschichte von Juan Dahlmann, die Verflechtung von Fiktion und Realität sowie die Bedeutung von Symbolen in "El Sur".
8. Vergleich der Darstellungen des gaucho: Synthese und Gegenüberstellung der drei Erzählungen hinsichtlich der Gaucho-Charakteristika und ihrer Funktion.
9. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beurteilung der Ergebnisse zur Darstellung und literarischen Verarbeitung der Gaucho-Figur bei Borges.
Jorge Luis Borges, Gaucho, Argentinien, Literatur, Identität, Pampa, cuentos, Erzählanalyse, El muerto, El fin, El Sur, Mythos, Tradition, Romantik, Identitätsfigur
Die Arbeit analysiert die literarische Darstellung des Gauchos in drei ausgewählten Erzählungen ("cuentos") von Jorge Luis Borges und vergleicht diese mit dem historischen sowie soziokulturellen Hintergrund der Figur in Argentinien.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehung des Gaucho-Mythos, die Entwicklung der argentinischen Identität, die gattungstypologischen Besonderheiten der Kurzerzählung bei Borges und die Verknüpfung von Fiktion und Realität.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Borges die traditionelle Figur des Gauchos verwendet, um persönliche autobiographische Themen zu reflektieren und den Mythos der argentinischen Identität literarisch zu verarbeiten.
Die Autorin/der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die strukturelle Analysen der Texte mit einer motivgeschichtlichen Interpretation sowie dem Vergleich mit historischen Kontexten verbindet.
Im Hauptteil werden die Erzählungen "El muerto", "El fin" und "El Sur" einzeln hinsichtlich ihrer Struktur, ihrer Wendepunkte und ihrer Symbolik analysiert, um anschließend die Gaucho-Darstellungen vergleichend gegenüberzustellen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Borges, Gaucho, argentinische Identität, Pampa, El muerto, El fin, El Sur, Mythos und Literaturanalyse.
Das oft offene Ende in den analysierten Erzählungen ist ein gattungstypologisches Merkmal, das dem Leser Interpretationsspielraum lässt und die Unabgeschlossenheit der Identitätssuche thematisiert.
Die Pampa fungiert nicht nur als Schauplatz, sondern als symbolischer Ort, der einerseits Freiheit und Identität verspricht, andererseits aber eine brutale und zerstörerische Kraft auf diejenigen ausübt, die versuchen, ein Gaucho-Leben nur oberflächlich zu adaptieren.
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