Bachelorarbeit, 2020
55 Seiten, Note: 1,8
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
1 Einleitung
2 Das Ideal der „Neuen Frau“
2.1 Ideengeschichtliche Grundlage
2.2 Innerliche und äußerliche Festschreibungen der "Neuen Frau"
3 Varianten der medialen Vermittlung
3.1 Zeitschriften
3.2 Literatur
3.3 Persönlichkeiten
4 Das Bekenntnis zum Ideal durch äußere Erscheinungsformen
4.1 Mode
4.2 Frisur
4.3 Freizeitgestaltung
4.4 Sport
4.5 Zigarette und das Rauchen
5 (Teil)Erfolg und Scheitern
5.1 Das Frauenwahlrecht
5.2 Weitere Erfolge
5.3 Hindernisse und Rückschläge
5.4 Unterdrückung durch die Nationalsozialisten
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der „Neuen Frau“ in der Weimarer Republik und analysiert, wie dieses Ideal das Denken und Handeln der Frauen in dieser Epoche maßgeblich beeinflusst hat. Dabei wird beleuchtet, inwieweit das neue Selbstverständnis tatsächlich gelebt werden konnte oder durch gesellschaftliche sowie politische Rahmenbedingungen begrenzt blieb.
4.5 Zigarette und das Rauchen
„Rauchen ist für die junge Dame der zwanziger Jahre keine schlechte Angewohnheit, sondern eine modische Notwendigkeit, so daß Rauchutensilien neben Schminke in jede Handtasche gehören.“
In der Weimarer Republik wurde die Zigarette zu einem verbreiteten Accessoire der „Neuen Frau“. Während das Rauchen im Kaiserreich für Frauen noch als verpönt galt, erhielt die Zigarette in den Händen der Frau in den zwanziger Jahren einen kulturellen Mehrwert und symbolisierte so die neuen Errungenschaften: eine Teilhabe an der modernen Gesellschaft, Gegenwart im öffentlichen Raum und Eintritt in die traditionellen Männerdomänen. Während die Männer sich weiterhin für das Rauchen allein zurückzogen, rauchten die Frauen nun auf den Straßen, während der Büropausen, in Tanzlokalen – in aller Öffentlichkeit. Das Rauchen stand für das Modernsein. Die Frauen signalisierten mit der Zigarette den Bruch, der in der Wilhelminischen Zeit herrschenden, erstickenden Moralvorstellungen, sowie der zu einer geschlechterspezifischen Lebensweise geltenden, unterdrückenden Vorschriften. Das Rauchen symbolisierte das Entkommen der Frau aus den bürgerlichen Normen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen der „Neuen Frau“ in der Weimarer Republik ein und erläutert die veränderte Rolle der Frau nach dem Ersten Weltkrieg.
2 Das Ideal der „Neuen Frau“: In diesem Kapitel werden die ideengeschichtlichen Grundlagen sowie die inneren und äußeren Festschreibungen des neuen Weiblichkeitskonzepts dargelegt.
3 Varianten der medialen Vermittlung: Hier wird untersucht, wie Zeitschriften, Literatur und bekannte Persönlichkeiten das Bild der „Neuen Frau“ in der Gesellschaft etablierten.
4 Das Bekenntnis zum Ideal durch äußere Erscheinungsformen: Dieses Kapitel beschreibt, wie Frauen durch Mode, Frisur, Freizeitgestaltung, Sport und den Konsum von Zigaretten aktiv ihren Bekenntnis zum modernen Ideal ausdrückten.
5 (Teil)Erfolg und Scheitern: Hier werden die politischen Errungenschaften der Frauen sowie die sozioökonomischen Hürden und die Unterdrückung durch das nationalsozialistische Regime analysiert.
6 Fazit: Das Fazit resümiert, wie das Ideal der „Neuen Frau“ das Leben und Denken beeinflusste, aber letztlich an den starren patriarchalischen Strukturen und dem politischen Machtwechsel scheiterte.
Weimarer Republik, Neue Frau, Frauenemanzipation, Geschlechterrollen, Mediale Vermittlung, Weiblichkeitsentwürfe, Frauenwahlrecht, Mode, Sport, Zigarettenkonsum, Patriarchat, Nationalsozialismus, Selbstverwirklichung, Alltagsgeschichte, Identitätsfindung.
Die Arbeit analysiert das kulturelle und soziale Phänomen der „Neuen Frau“ während der Weimarer Republik und untersucht dessen Einfluss auf das Frauenleben sowie die Grenzen dieses Wandels.
Die Arbeit behandelt die mediale Inszenierung, äußere Erscheinungsformen wie Mode und Sport sowie die politischen und gesellschaftlichen Erfolge und Rückschläge für Frauen in dieser Zeit.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Ideal der „Neuen Frau“ das Denken und Handeln der Frauen beeinflusste und warum dieses Konzept trotz gesellschaftlicher Modernisierung letztlich scheiterte.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere auf zeitgenössische Zeitschriften, Romane sowie historische Fachliteratur.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der medialen Vermittlung des Frauenbildes, der Bedeutung der äußeren Erscheinung als Identitätsmerkmal und den konkreten politischen Erfolgen wie dem Frauenwahlrecht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Weimarer Republik, Frauenemanzipation, Geschlechterrollen, Identitätsfindung und Patriarchat charakterisiert.
Gesetze wie die Zulassung zu Berufen der Rechtspflege oder der gesetzliche Mutterschutz ermöglichten Frauen eine größere Unabhängigkeit und Berufstätigkeit, stießen jedoch oft auf gesellschaftliche Widerstände.
Die Zigarette fungierte als Requisit der Emanzipation, da sie als Zeichen der Moderne, der öffentlichen Präsenz und des bewussten Bruchs mit traditionellen, bürgerlichen Moralvorstellungen diente.
Die Krise führte zur sogenannten Doppelverdienerkampagne, die darauf abzielte, berufstätige Frauen aus dem Arbeitsmarkt zu verdrängen und sie zurück in ihre traditionelle Rolle als Mutter und Hausfrau zu führen.
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