Bachelorarbeit, 2020
81 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Fragestellung der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Infektionskrankheiten
2.2 Viren
2.3 Epidemie
2.4 Pandemie
2.5 Das Coronavirus und seine bisherige Ausprägung
2.5.1 SARS-CoV (2002/2003)
2.5.2 MERS-CoV (2012)
2.5.3 SARS-CoV-2/Covid-19
3. Krisenmanagement des Staates
3.1 Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie
3.2 Rechtsgrundlage
3.2.1 Infektionsschutzgesetz alte Fassung
3.2.2 Infektionsschutzgesetzes neue Fassung
3.2.3 Kritik
3.3 Grundrechte
3.3.1 Grundrechtseinschränkungen
3.3.2 Verhältnismäßigkeit
3.4 Krisenmanagement des Staates
3.4.1 Freiheit versus Sicherheit
3.4.2 Sicherheit oder Freiheit – ein fundamentales Spannungsverhältnis
3.4.3 Sicherheit oder Freiheit in Zeiten von Corona?
3.4.4 Föderalismus
4. Bildungspolitische Effekte der Corona-Pandemie
4.1 Bildungsungleichheit in Deutschland
4.1.1 Der Begriff der Bildungsungleichheit
4.1.2 Die soziale Herkunft
4.2 Ursachen von Bildungsungleichheiten nach Boudon/Bourdieu
4.2.1 Raymond Boudon
4.2.2 Pierre Bourdieu
4.3 Bildungsungleichheit verstärkt durch Corona-Pandemie
4.3.1 Schulschließung
4.3.2 Homeschooling – Ungleichheit wird verstärkt
4.3.3 Erziehungs- und Bildungsauftrag des Staates
4.3.4 Erfolgreiches Lernen
4.3.5 Mögliche Maßnahmen und Strategien
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die staatliche Krisenbewältigung während der COVID-19-Pandemie mit einem Fokus auf die verfassungsrechtliche Legitimation der erlassenen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Bildungsungleichheit in Deutschland.
1. Einleitung
Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote, Maskenpflicht, Grenzkontrollen, Lockdown – solche und ähnliche Schlagzeilen beschreiben die aktuelle Lage der Staaten weltweit. Es ist eine Situation, wie sie in Hollywoodfilmen oft auf Kinoleinwänden zu sehen war, doch in der Realität kaum vorstellbar ist. Szenarien solcher Filme beschreiben den Ausbruch eines neuartigen Virus und dessen katastrophalen Folgen für die gesamte Welt. Hier, in der Realität ist die Rede von SARS-CoV-2/Covid-19 – einem neuartigen Coronavirus, welches Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Institutionen, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger vor bisher unbekannten Herausforderungen stellt. Seit dem Ausbruch des Covid-19 Virus – erstmals in der chinesischen Stadt Wuhan im Dezember 2019 geschehen -, entwickelte sich das Virus durch seine rasante Ausbreitung zu einer Pandemie und damit zu einem globalen Problem. Das Virus erreichte Ende Januar schließlich auch Deutschland. In wenigen Wochen wurde das öffentliche Leben lahmgelegt. Mitte März wurden sämtliche Geschäfte und öffentliche Einrichtungen geschlossen, Produktionen in vielen Unternehmen eingestellt, viele berufliche Tätigkeiten in das Homeoffice verlagert sowie das Verbleiben in den eigenen vier Wänden aufgrund der Corona-Pandemie verordnet. Öffentliches Leben, Berufsleben und privates Leben wurden auf das Minimum heruntergefahren. Mit diesen drastischen Einschränkungen haben Bund und Länder die Ausbreitung des Coronavirus Mitte März in Deutschland versucht einzudämmen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Krisensituation durch die Corona-Pandemie und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert medizinische Definitionen von Infektionskrankheiten und Viren sowie die historischen Ausprägungen von SARS-CoV, MERS-CoV und SARS-CoV-2.
3. Krisenmanagement des Staates: Der Hauptteil analysiert die rechtliche Grundlage der staatlichen Maßnahmen, das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit sowie die Rolle des Föderalismus.
4. Bildungspolitische Effekte der Corona-Pandemie: Dieser Abschnitt untersucht, wie Schulschließungen und Homeschooling soziale Ungleichheiten im Bildungssystem basierend auf den Theorien von Boudon und Bourdieu verschärfen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zur Balance zwischen notwendigem Gesundheitsschutz und dem Erhalt freiheitlich-demokratischer Prinzipien zusammen.
COVID-19, Corona-Pandemie, Infektionsschutzgesetz, Grundrechte, Rechtsstaat, Verhältnismäßigkeit, Sicherheit, Freiheit, Föderalismus, Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Homeschooling, Bildungssystem, Chancengleichheit.
Die Arbeit analysiert die staatlichen Maßnahmen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie unter juristischen und politischen Aspekten und beleuchtet deren Einfluss auf die Bildungsungerechtigkeit.
Zentrale Themen sind das staatliche Krisenmanagement, die verfassungsrechtliche Prüfung von Grundrechtseingriffen und die soziologische Analyse von Bildungsungleichheit durch Schulschließungen.
Die Arbeit fragt nach der Legitimation der erlassenen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung und untersucht, inwiefern der Shutdown die Bildungsungleichheit auf institutioneller Ebene verstärkt hat.
Die Verfasserin nutzt eine theoretische Aufarbeitung auf Basis juristischer und soziologischer Fachliteratur, um die Rechtmäßigkeit der staatlichen Handlungen und die Auswirkungen auf Bildungschancen zu diskutieren.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen zu Infektionskrankheiten, eine juristische Analyse des Infektionsschutzgesetzes, eine Diskussion über Freiheit versus Sicherheit sowie eine detaillierte bildungspolitische Betrachtung.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem COVID-19, Rechtsstaat, Verhältnismäßigkeit, Föderalismus, Bildungsungleichheit und Chancengleichheit.
Das Werk diskutiert den Föderalismus sowohl als möglichen Hindernisgrund für eine einheitliche Linie als auch als notwendiges Instrument einer Demokratie zum Experimentieren mit verschiedenen Lösungen.
Die Arbeit zeigt, dass das kulturelle Kapital des Elternhauses während des Homeschoolings über den Bildungserfolg entscheidet, da die Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern stark variieren.
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