Masterarbeit, 2020
115 Seiten, Note: 1.6
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Untersuchung
2 Theoretische Diskussion des Wertbeitrags von Anteilsbesitzkonzentration
2.1 Rolle der Aktionäre einer Aktiengesellschaft
2.2 Prinzipal-Agenten-Theorie und Informationsasymmetrien zwischen Manager und Aktionär
2.2.1 Entstehung und Beschreibung der allgemeinen Prinzipal-Agenten-Theorie
2.2.2 Prinzipal-Agenten-Theorie in Bezug auf Manager und Aktionär
2.2.3 Pecking-Order-Theory
2.2.4 Prinzipal-Prinzipal-Konflikte zwischen Groß- und Kleinaktionären
2.3 Charakterisierung von Großaktionären
2.3.1 Strategische Investoren
2.3.2 Finanzinvestoren
2.3.3 Management als Eigentümer
2.3.4 Zusammenfassung
2.4 Unternehmensbewertung mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens
2.4.1 Der Einfluss der Eigentümerstruktur auf den Flow to Equity
2.4.2 Der Einfluss der Eigentümerstruktur auf die geforderte Eigenkapitalrendite
2.5 Einordnung in den Stand der Forschung
2.6 Hypothesenableitung
3 Methodik und Vorgehensweise
3.1 Datenerhebung und Stichprobe
3.2 Operationalisierung der Variablen
3.2.1 Operationalisierung der abhängigen Variable
3.2.2 Operationalisierung der erklärenden Variablen
3.2.3 Operationalisierung der Kontrollvariablen
3.3 Spezifikation des Regressionsmodells
3.3.1 Regressionsgleichungen
3.3.2 Regressionsvoraussetzungen
3.3.3 Besonderheiten bei der Analyse von Paneldaten
3.3.4 Definition des Endogenitätsbegriffs
3.3.5 Endogenität – Vorgehensweise
4 Durchführung und Ergebnisse der empirischen Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Anteilsbesitzkonzentration und Unternehmenswert
4.1 Deskriptive Analyse
4.1.1 Abhängige Variable – Bewertungsniveau des Unternehmens
4.1.2 Erklärende Variablen – Anteilsbesitzkonzentration
4.1.3 Kontrollvariablen
4.1.4 Weitere deskriptive Statistik
4.2 Wahl des Regressionsmodells
4.3 Prüfung der Regressionsvoraussetzungen
4.4 Ergebnisse der Regressionsanalyse
4.4.1 Panel A Fixed Effects Model
4.4.2 Panel B Fixed Effects Model
4.5 Ergebnisse der Regressionsanalyse unter Berücksichtigung von Endogenität
4.5.1 Panel A Copula-Korrektur
4.5.2 Panel B Copula-Korrektur
4.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.7 Rückschlüsse der empirischen Ergebnisse auf die Prinzipal-Agenten-Theorie und Einordnung in den Stand der Forschung
5 Kritische Würdigung der Ergebnisse und Ausblick hinsichtlich der Forschungsfrage
Die vorliegende Master-Thesis untersucht, ob und in welchem Ausmaß die Konzentration von Anteilsbesitz den Unternehmenswert von Firmen im deutschen Prime Standard beeinflusst. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern Großaktionäre durch Überwachungsfunktionen des Managements in der Lage sind, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, während gleichzeitig potenzielle Interessenkonflikte (Prinzipal-Agenten- und Prinzipal-Prinzipal-Konflikte) berücksichtigt werden.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob und in welchem Ausmaß große Anteilseigner das Bewertungsniveau einer Unternehmung determinieren. Die zu diesem Thema vorhandene Literatur ist breit gefächert und liefert zu Teilen widersprüchliche Evidenzen. Auf theoretischer Ebene wird in erster Linie die klassische Prinzipal-Agenten-Theorie (PAT) nach Jensen und Meckling (1976) als Erklärungsansatz herangezogen. Moderne Literatur zum Thema „Corporate Governance“ beschäftigt sich ebenfalls mit dieser Fragestellung, da der Begriff des Aktionärsschutzes ein zentrales Element dieses Forschungsgebiets ist. Die empirischen Befunde zu gleichen oder vergleichbaren Fragestellungen sind pluralistisch, weshalb auf Basis vorhandener Studien keine allgemeingültige Aussage hinsichtlich der vorliegenden Fragestellung getroffen werden kann.
Darüber hinaus lassen bisherige Studien Bewertungskennzahlen mit Bezug auf gängige Unternehmensbewertungsverfahren außer Acht. Die vorliegende Arbeit verfolgt demzufolge das Ziel, diese Forschungslücke zu schließen.
Smith (1776) postullierte bereits vor Jahrhunderten, dass Manager die Ressourcen eines Unternehmens nicht effizient einsetzen, solang sie diese nicht besitzen: „The directors of such [joint stock] companies, however, being the managers rather of other people’s money than of their own, it cannot well be expected that they should watch over it with the same anxious vigilance with which the partners in a private copartnery frequently watch over their own. […] Negligence and profusion, therefore, must always prevail, more or less, in the management of the affairs of such a company“. Die These von Smith (1776) trifft die Ausführungen von Jensen und Meckling (1976) im Kern, da sie das Spannungsfeld zwischen den, in Höhe der Einlage haftenden Anteilseignern und dem handelnden Manager skizziert.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung des Anteilsbesitzes und dessen Einfluss auf den Unternehmenswert ein und leitet das Ziel der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung her.
2 Theoretische Diskussion des Wertbeitrags von Anteilsbesitzkonzentration: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen wie die Prinzipal-Agenten-Theorie und die Pecking-Order-Theory diskutiert sowie die verschiedenen Investorentypen charakterisiert und deren Einfluss auf Bewertungsmodelle wie das DCF-Verfahren erörtert.
3 Methodik und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert die Datenerhebung aus dem DAX-Prime-All-Index, die Definition der Variablen sowie das spezifizierte Regressionsmodell inklusive der notwendigen Voraussetzungen und des Umgangs mit Endogenität.
4 Durchführung und Ergebnisse der empirischen Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Anteilsbesitzkonzentration und Unternehmenswert: Hier werden die deskriptiven Statistiken und die Ergebnisse der Regressionsanalysen (FEM und Copula-Korrektur) detailliert dargestellt und auf ihre statistische Belastbarkeit geprüft.
5 Kritische Würdigung der Ergebnisse und Ausblick hinsichtlich der Forschungsfrage: Das abschließende Kapitel reflektiert die empirischen Befunde im Kontext der Forschungsfragen und der theoretischen Diskussion und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsansätze.
Anteilsbesitzkonzentration, Unternehmenswert, Prinzipal-Agenten-Theorie, Prime Standard, Discounted-Cashflow-Verfahren, Flow to Equity, Fixed Effects Model, Endogenität, Copula-Korrektur, Agency-Kosten, Corporate Governance, Großaktionäre, Finanzinvestoren, Strategische Investoren, Eigenkapitalrendite
Die Arbeit untersucht den Einfluss, den große Anteilseigner (Großaktionäre) auf den Unternehmenswert von börsennotierten Unternehmen im deutschen Prime Standard ausüben.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Eigentümerstruktur, die Prinzipal-Agenten-Theorie, Corporate Governance, moderne Unternehmensbewertungsverfahren sowie empirische Methoden zur statistischen Analyse von Paneldaten.
Das Ziel ist es, die Forschungslücke zu schließen, dass bisherige Studien den Einfluss konzentrierter Anteilsbesitzstrukturen auf Unternehmenskennzahlen oft ohne Bezug zu gängigen DCF-Bewertungsverfahren untersuchen.
Der Autor verwendet ein Fixed Effects Model (FEM) für Paneldaten und führt ergänzend eine Copula-Korrektur durch, um Verzerrungen durch Endogenität zu identifizieren und zu korrigieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Zusammenhänge, eine methodische Definition der Variablen und Datensätze sowie eine umfassende empirische Regressionsanalyse der Beobachtungsdaten aus dem Zeitraum 2009 bis 2017.
Wichtige Begriffe sind Anteilsbesitzkonzentration, Unternehmenswert, Prinzipal-Agenten-Theorie, Flow to Equity, Copula-Korrektur, Fixed Effects Model und Endogenität.
Die Korrektur ist essenziell, da die untersuchten Variablen (wie Anteilsbesitz) endogen sein können. Sie isoliert die Abhängigkeiten zwischen den Variablen und dem Störterm, um unverzerrte Regressionskoeffizienten zu erhalten.
Die empirischen Ergebnisse stützen die Theorie nicht in Gänze. Während ein positiver Einfluss des größten Anteilseigners bestätigt werden kann, deutet die Analyse auf einen inversen Zusammenhang bei dem zweitgrößten Anteilseigner hin, was auf Liquiditätsaspekte der Aktie zurückgeführt wird.
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