Bachelorarbeit, 2013
42 Seiten, Note: 1
1. Einführung
2. Das Medizincontrolling
3. Die Bedeutung von Qualität im Krankenhaus
4. Objektive Qualitätsparameter
4.1 Die Erstellung von Indikatoren zur Messung von Krankenhausqualität
4.2 Zusammengesetzte Indikatoren in der Praxis
5. Subjektive Qualitätsparameter
5.1 Patientenzufriedenheit
5.2 Mitarbeiterzufriedenheit
6. Qualitätsdimensionen im Krankenhaus
6.1 Strukturqualität
6.2. Prozessqualität
6.3 Ergebnisqualität
6.3.1 Mindestmengen und Ergebnisqualität
7. Qualitätsbezogene Controlling-Instrumente im Krankenhaus
7.1 Clinical Pathways
7.2 Benchmarking
7.3 Zertifizierungen
7.3.1 DIN EN ISO 9001
7.3.2 EFQM-Modell
7.3.3 KTQ-Verfahren
7.4 Qualitätsbericht
8. Total Quality Management
9. Qualitätsanreize
10. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen des Qualitätscontrollings in Krankenhäusern. Dabei wird analysiert, wie durch den Einsatz spezifischer Instrumente – wie Clinical Pathways, Benchmarking, Zertifizierungsverfahren und Qualitätsberichte – die Versorgungsqualität in einem ökonomisch herausfordernden Umfeld gemessen und nachhaltig verbessert werden kann, ohne dabei das Patientenwohl zu vernachlässigen.
7.1 Clinical Pathways
„Ein klinischer Behandlungspfad (KBP) ist eine Art Verfahrensanweisung, die beschreibt, wie ein Patient, der mit einer definierten Symptomatik beziehungsweise einer definierten Erkrankung in das Krankenhaus kommt, systematisch nach einem vorgegebenen Ablauf diagnostiziert und behandelt wird“ (Roeder, 2003, S. 1149) Bei Clinical Pathways soll die gesamte Behandlung und das Ergebnis dieser dokumentarisch erfasst werden. Außerdem erfolgt die Aufzeichnung der Aufwände, welche zum einen die Zeit beinhaltet, die beim Durchlauf aller Diagnose- und Behandlungsschritte für den Patienten entsteht und zweitens den finanziell bewertbaren Ressourcenverbrauch (Technische Geräte, Medikamente, Zimmer). (Thiemann/Voss, 2000, S. 425)
Um die Qualität der Patientenversorgung steigern zu können muss diese auch messbar sein. Um diese Voraussetzung zu erfüllen, muss jede Diagnose, jeder Befund, jeder Behandlungsschritt genauestens dokumentiert werden. Des Weiteren müssen Behandlungsziele patientenspezifisch festgehalten werden, sowohl inhaltlicher als auch zeitlicher Natur. Der Zeitaufwand und Ressourcenverbrauch soll für alle therapeutischen Maßnahmen und andere Leistungen des Krankenhauses sorgfältig und unmittelbar erfasst werden. Am Ende muss das Ergebnis einer Behandlung mit den Behandlungszielen in Relation gesetzt werden und eine Auswertung erfolgen. Dieser Vergleich dient dazu, Mängel in der Behandlungskette ans Licht zu bringen und Verbesserungschancen zu offenbaren. Die Informationen, die während eines solchen Prozesses gesammelt werden, helfen bei der Aufstellung von Behandlungsleitlinien, die je nach Fall zur Anwendung kommen sollen. Sie beschreiben also einen Diagnose- und Therapieplan (Clinical Pathway), an den sich Ärzte halten sollen, um eine bestmögliche Genesung zu garantieren. (Thiemann/Voss, 2000, S. 426)
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Konkurrenzdruck im Gesundheitswesen und die Notwendigkeit, medizinische Qualität durch Controlling-Instrumente messbar und steuerbar zu machen.
2. Das Medizincontrolling: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipien und Aufgaben des Medizincontrollings als Brückenschlag zwischen betriebswirtschaftlichen Anforderungen und medizinischer Patientenversorgung.
3. Die Bedeutung von Qualität im Krankenhaus: Hier wird Qualität als entscheidender Wettbewerbsfaktor analysiert, der unter dem Druck von Kostenbegrenzungen und Patientenansprüchen steht.
4. Objektive Qualitätsparameter: Es wird die Erstellung und praktische Anwendung von Indikatoren zur quantitativen Leistungsmessung im Krankenhaus thematisiert.
5. Subjektive Qualitätsparameter: Fokus liegt auf der Bedeutung der Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit als wesentliche, wenn auch schwerer messbare Qualitätsfaktoren.
6. Qualitätsdimensionen im Krankenhaus: Das Kapitel differenziert die drei zentralen Säulen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität und deren gegenseitige Abhängigkeiten.
7. Qualitätsbezogene Controlling-Instrumente im Krankenhaus: Dieser Abschnitt bietet einen detaillierten Überblick über Clinical Pathways, Benchmarking, Zertifizierungen und Qualitätsberichte.
8. Total Quality Management: Die Grundlagen des TQM im Gesundheitssektor werden als ganzheitlicher Managementansatz zur kontinuierlichen Verbesserung beschrieben.
9. Qualitätsanreize: Es wird diskutiert, wie durch Reputation, Anreizsysteme und Wettbewerb zusätzliche Impulse für die Qualitätssicherung gesetzt werden können.
10. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Qualitätscontrolling für moderne Krankenhäuser unerlässlich ist, um in einem wettbewerbsorientierten Umfeld langfristig zu bestehen und die Patientenversorgung zu optimieren.
Medizincontrolling, Krankenhausqualität, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Clinical Pathways, Benchmarking, Zertifizierung, Total Quality Management, Patientenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit, Qualitätsbericht, Gesundheitsmanagement, Fallzahlen, Risikoadjustierung.
Die Arbeit behandelt die Rolle des Qualitätscontrollings in modernen Krankenhäusern und untersucht, wie die medizinische Qualität durch systematisches Management und Controlling-Instrumente gesichert und verbessert werden kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Qualitätsdimensionen (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität), verschiedene Controlling-Instrumente sowie die Bedeutung von Anreizsystemen und zufriedenen Akteuren (Patienten und Personal).
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Krankenhäuser im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Druck und dem Anspruch auf optimale Patientenversorgung durch geeignete Messgrößen und Prozesssteuerung ihre Qualität steigern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und internationaler Erfahrungen, um verschiedene Controlling-Instrumente und deren Anwendbarkeit im Krankenhauskontext kritisch zu reflektieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Qualitätsdimensionen, die Analyse der Messbarkeit von objektiven und subjektiven Qualitätsparametern sowie die detaillierte Darstellung von Instrumenten wie Clinical Pathways, Benchmarking, TQM und Zertifizierungen.
Zu den zentralen Begriffen zählen Medizincontrolling, Qualitätsdimensionen, Clinical Pathways, Benchmarking, Zertifizierungen und Total Quality Management.
Während Strukturqualität die Ressourcen und Prozessqualität die Abläufe bewertet, steht die Ergebnisqualität am Ende der Wertschöpfungskette und gibt Auskunft über den tatsächlichen Erfolg der Behandlung, gemessen an der Änderung des Gesundheitszustands.
Die Risikoadjustierung ist notwendig, um Behandlungsergebnisse vergleichbar zu machen, da unterschiedliche Ausgangssituationen der Patienten (z.B. Alter, Vorerkrankungen, Schweregrad) ansonsten die Aussagekraft der Kennzahlen verzerren würden.
Clinical Pathways dienen als verbindliche Behandlungsleitlinien, die helfen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden, Zuständigkeiten zu klären, die Verweildauer zu senken und somit die Behandlungsabläufe effizienter und transparenter zu gestalten.
Das KTQ-Verfahren wurde spezifisch für den Gesundheitssektor entwickelt und deckt im Gegensatz zu manchen industriellen Normen alle drei Qualitätsdimensionen (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität) ab, wobei es stets das gesamte Krankenhaus bewertet.
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