Masterarbeit, 2015
103 Seiten, Note: 1,0
Diese Masterarbeit analysiert den Diskurs um die Steuervermeidung durch multinationale Konzerne im Kontext der LuxLeaks-Affäre. Das Ziel der Arbeit ist es, die wichtigsten Themen des Diskurses in der „Süddeutschen Zeitung“ und im „Standard“ zwischen Oktober 2014 und April 2015 zu identifizieren und zu analysieren. Die Arbeit beleuchtet insbesondere die Rolle von Jean-Claude Juncker, die EU-Ermittlungsverfahren gegen bestimmte Mitgliedstaaten und die vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten zur Verhinderung von Steuervermeidung.
Die Einleitung führt in das Thema der Transferpreise und deren Bedeutung für die Steuervermeidung durch multinationale Konzerne ein. Das zweite Kapitel beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbesteuerung, das Transferpreissystem, die Steuervermeidung, Steueroasen und die Rolle der Prüfungsgesellschaften. Des Weiteren werden die Konzepte der Unitary Taxation und des Country-by-Country Reporting erläutert. Das dritte Kapitel beschreibt die Methodik der Diskursanalyse, die Datenerhebung und Datenanalyse. Das vierte Kapitel stellt die LuxLeaks-Affäre und deren zeitlichen Verlauf dar. In den Kapiteln 5 und 6 werden die quantitativen und qualitativen Ergebnisse der Diskursanalyse präsentiert. Diese Ergebnisse zeigen die wichtigsten Themen, Diskursteilnehmer, Folgen der Steuervermeidung, Lösungsmöglichkeiten und die Rolle der Prüfungsgesellschaften im Diskurs auf. Das siebte Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und präsentiert die Gesamtinterpretation.
Steuervermeidung, Transferpreise, multinationale Konzerne, Steueroasen, Prüfungsgesellschaften, LuxLeaks-Affäre, Diskursanalyse, Unitary Taxation, Country-by-Country Reporting, OECD, EU-Kommission, Jean-Claude Juncker.
Transferpreise sind Preise für Güter und Dienstleistungen zwischen Tochtergesellschaften eines Konzerns. Durch künstliche Preisgestaltung können Gewinne in Länder mit niedrigen Steuersätzen verschoben werden.
Die LuxLeaks-Affäre deckte massenhafte geheime Steuerabsprachen (Tax Rulings) in Luxemburg auf und rückte das Thema Steuervermeidung multinationaler Konzerne in den Fokus der Weltöffentlichkeit.
Dieses Prinzip besagt, dass Verrechnungspreise zwischen verbundenen Unternehmen so gestaltet sein müssen, als ob sie zwischen unabhängigen Dritten vereinbart worden wären. Die Arbeit analysiert Defizite bei der Durchsetzung dieses Prinzips.
Zentrale Vorschläge sind der automatische Informationsaustausch, das "Country-by-Country Reporting" und die Einführung einer harmonisierten Steuerbemessungsgrundlage (Unitary Taxation) in der EU.
Gewinner sind multinationale Konzerne und Steueroasen. Verlierer sind die Staaten, denen Steuereinnahmen fehlen, sowie normale Steuerzahler und KMU, die einen Wettbewerbsnachteil erleiden.
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