Masterarbeit, 2020
152 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Gesundheitskompetenz
1.1 Gesundheitskompetenz: Herkunft, Bedeutung, Definition und Zielsetzung des Begriffes
1.1.1 Modelle von Gesundheitskompetenz
1.1.2 Kritik am Konzept Gesundheitskompetenz
1.2. Forschungsstand zu Gesundheitskompetenz
1.2.1 Gesundheitskompetenz in Deutschland
1.2.2 Auswirkungen sozioökonomischer Faktoren auf die Gesundheitskompetenz und das gesundheitliche Wohlbefinden
1.2.3 Diskussion der Befunde und Ausblick
2. Relevanz von Gesundheitskompetenz für die Arbeitswelt
2.1 Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt – eine Bestandsaufnahme des Forschungsstandes
2.2 Vermittlung von Gesundheitskompetenz in der betrieblichen Weiterbildung
3. Projekte zur Förderung von Gesundheitskompetenz in der Praxis
3.1 Die Patientenuniversität an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)
3.2 Gesundheitskompetenz am Arbeitsplatz stärken: das Projekt GeKo-A
4.Resümee zum Themenbereich Gesundheitskompetenz
5. Theoretische Überlegungen zur Konzeption der Lernstationen: didaktische Prinzipien und Handlungsfelder nach Siebert (2009)
5.1 Die Lernstation als Methode des arbeitsplatznahen Lernens
5.1.1 Das Lernformat Lernstationen aus lerntheoretischer und bildungswissenschaftlicher Perspektive
5.1.2 „Bildungsmarketing": Wie lässt sich Aufmerksamkeit für die Lernstation generieren?
5.2 Die Zielgruppe
5.3 Lernzielorientierung
6. Mikrodidaktischer Rahmen für die Konzeption der Lernstationen
6.1 Lernstation I: Organspende
6.2 Lernstation II: Patientenverfügung
6.3 Lernstation III: Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)
7. Die Lernstationen in der Praxis - Evaluation einer ersten Durchführung
8. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Gesundheitskompetenz durch die Konzeption von praxisnahen Lernstationen im beruflichen Kontext zu fördern. Dabei liegt der Fokus darauf, didaktische Methoden zu identifizieren, die eine heterogene Zielgruppe ansprechen, sowie die entwickelten Lernstationen für Unternehmen manualisiert aufzubereiten.
6.1 Lernstation I: Organspende
Mit der politischen Debatte um die Erneuerung zur Regelung der Organspende (vgl. S. 62) rückte die Thematik wieder mehr in den breiten öffentlichen Diskurs. Seit 2011 sind die Zahlen postmortal gespendeter Organe in Deutschland stark eingebrochen. Gab es 2007 noch 1.313 Spenden, waren es zehn Jahre später nur noch 797. 2019 stieg die Zahl wieder leicht auf 932, jedoch werden weiterhin weniger Organe gespendet als benötigt werden (vgl. Statista postmortale Organspende, online, 28.04.20). Mit 11,2 Spenderinnen und Spendern pro eine Million Einwohnerinnen und Einwohner, nimmt Deutschland im europäischen Vergleich einen der hinteren Plätze ein. Im Vergleich kommen beim ‚Spitzenreiter‘ Spanien fast 50 Spenderinnen und Spender auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner (vgl. BZgA Statistiken Organspende, online, 28.04.20). Ereignisse wie der Skandal um veränderte Patientendaten deutscher Transplantationszentren im Jahr 2012, förderten das Misstrauen gegenüber der Organspende. Gleichzeitig beinhaltet die Beschäftigung mit dem Thema auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod, welche viele Menschen eher vermeiden. Auch unabhängig der neuen politischen Debatte um die Organspende-Regelungen, war das Thema von Beginn an fester Bestandteil des Projektes GeKo-A.
Einleitung: Einführung in die Thematik der Gesundheitskompetenz, Darstellung des veränderten Rollenverständnisses im Gesundheitswesen und Begründung der Relevanz für den Arbeitsplatz.
1. Gesundheitskompetenz: Detaillierte Definition, Darstellung von Modellen und kritische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt sowie Analyse des Forschungsstandes.
2. Relevanz von Gesundheitskompetenz für die Arbeitswelt: Analyse der gesellschaftlichen Trends, die den Bedarf an Gesundheitskompetenz erhöhen, und Einordnung in das betriebliche Gesundheitsmanagement.
3. Projekte zur Förderung von Gesundheitskompetenz in der Praxis: Vorstellung konkreter Praxisbeispiele und Einführung in das Projekt GeKo-A.
4.Resümee zum Themenbereich Gesundheitskompetenz: Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen und empirischen Befunde zu Gesundheitskompetenz.
5. Theoretische Überlegungen zur Konzeption der Lernstationen: didaktische Prinzipien und Handlungsfelder nach Siebert (2009): Herleitung eines didaktischen Fundaments für die Konzeption von Lernstationen unter Einbeziehung von Bildungsmarketing und Zielgruppenorientierung.
6. Mikrodidaktischer Rahmen für die Konzeption der Lernstationen: Konkrete Ausarbeitung der Lernstationen zu den Themen Organspende, Patientenverfügung und Individuelle Gesundheitsleistungen.
7. Die Lernstationen in der Praxis - Evaluation einer ersten Durchführung: Reflexion der ersten Testläufe und Ableitung von Optimierungspotenzialen.
8. Fazit: Zusammenführende Diskussion der Ergebnisse sowie Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Gesundheitskompetenz, Health Literacy, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Patientenuniversität, Lernstationen, Arbeitsplatzlernen, Didaktik, Empowerment, Organspende, Patientenverfügung, Individuelle Gesundheitsleistungen, Evaluation, Erwachsenenbildung, Prävention, Gesundheitsförderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung von Gesundheitskompetenz durch die Entwicklung und Erprobung von didaktisch fundierten Lernstationen in Betrieben.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Erwachsenenbildung, der Didaktik und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement mit den spezifischen Anforderungen der Gesundheitskompetenzförderung.
Das primäre Ziel ist die Konzeption von manualisierten Lernstationen, die Beschäftigten helfen, ihre Gesundheitskompetenz eigenständig zu stärken, eingebettet in das Projekt GeKo-A.
Die Arbeit basiert auf einem theoretischen Rahmen aus pädagogisch-didaktischen Prinzipien und nutzt einen Mixed-Methods-Ansatz (quantitativ und qualitativ) zur Evaluation der entwickelten Materialien.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung des Lernformats "Lernstation", die Analyse der Zielgruppenmerkmale sowie die detaillierte Konzeption und erste Erprobung von Lernstationen zu ausgewählten Gesundheitsthemen.
Wichtige Begriffe sind Gesundheitskompetenz, betriebliches Gesundheitsmanagement, Lernstationen, arbeitsplatznahes Lernen, Patientenverfügung, Organspende und IGeL.
Die klassische Patientenuniversität setzt auf eine "Komm-Struktur" in der Hochschule, während die mobile Variante auf eine "Geh-Struktur" setzt und Beschäftigte direkt in ihrer Alltagswelt am Arbeitsplatz aufsucht.
Die Herausforderung besteht darin, komplexe medizinische und rechtliche Inhalte so zu reduzieren und didaktisch aufzubereiten, dass sie auch von fachfremden Personen in Betrieben selbstständig und ohne hohen finanziellen Aufwand angewendet werden können.
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