Diplomarbeit, 2020
40 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Begriffserklärung
3 Sozialisationsprozesse in der Subjektwerdung
3.1 Sozialisation durch Lernen
3.1.1 Klassische Konditionierung (Pawlow)
3.1.2 Operante Konditionierung (Skinner)
3.1.3 Lernen am Modell (Banduras)
3.2 Sozialisationsprozess mit der Umwelt
4 Resilienz
5 Krisen, deren Entstehen und Bewältigung
5.1 Phasenmodel der Krisen
5.2 Was Krisen sind und wie sie entstehen
5.3 Ressourcen
5.4 Krisenbewältigung, Krisenintervention
6 Wenn Krise zur Krankheit wird
6.1 Akute Belastungsstörung F43.0
6.2 Posttraumatische Belastungsstörung F43.1
6.3 Dissoziation
6.4 Depression
7 Fallbeispiel
7.1 Fallbeschreibung
7.2 Anamnese der ErsthelferInnen
7.3 Fallbearbeitung
8 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Sozialisation, Sozialer Arbeit und Psychologie, um zu verstehen, wie aus einer krisenhaften Situation eine psychische Krankheit entstehen kann und welche Rolle die individuelle Resilienz dabei spielt.
5.1 Phasenmodel der Krisen
1. Die Entstehung, von Angst und Spannung wenn eine Situation als Bedrohung wahrgenommen wird. In dieser Phase werden bereits erlernte Problemlösungsstrategien abgerufen.
2. Das Auftreten von Gefühlen, wie z.B. Hilflosigkeit da die erlernten Lösungskompetenzen nicht die Wirkung zeigen.
3. Die Mobilisierung verfügbarer Kraftreserven, hervorgerufen durch die immer größere Spannung, als Bewältigungsmechanismen für "Notfälle". In dieser Phase werden neue Methoden probiert, die entweder zum Bewältigen der Krise oder im Gegenteil zu Resignation führen und weitere Lösungsversuche aufgegeben werden.
4. Der Zusammenbruch, geschieht dann, wenn es keine Aussicht auf Erfolg gibt. Die Situation kann selbst nicht gelöst werden, es ist niemand vorhanden, der helfen könnte und man das Gefühl hat in der Situation für immer gefangen zu sein. Diese Phase begünstigt das Entstehen von Belastungsstörungen und Depression bis hin zur Aufgabe und Suizidalität als einziger erkannter Ausweg.
5. Die Bearbeitung (Blick nach Hinten), wenn man es wie auch immer aus der Situation geschafft hat. Reflexion und Aufbereitung. Wie kam es zu der Situation bzw. was hat den Betroffenen in der Situation belastet, was hat geholfen, welche Ressourcen waren vorhanden oder wären nötig gewesen.
6. Die Neuanpassung (Blick nach Vorne). Welche Möglichkeiten ergeben sich jetzt, welche neuen Chancen eröffnen sich (vgl. Lindner 2009, S.22f).
1 Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für diese Arbeit, die aus der sozialpädagogischen Betreuung eines Jugendlichen und dem Wunsch nach einer fundierten Auseinandersetzung mit dem Thema Krisenintervention resultiert.
2 Begriffserklärung: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie KlientInnen, Krise, Resilienz und verschiedene psychische Störungen definiert, um eine gemeinsame Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen.
3 Sozialisationsprozesse in der Subjektwerdung: Das Kapitel analysiert, wie die Entwicklung der Persönlichkeit durch Lernprozesse und Umwelteinflüsse geprägt wird.
4 Resilienz: Hier wird beschrieben, dass Widerstandsfähigkeit gegen Belastungen erlernt wird und wie Schutzfaktoren zur Bewältigung von Krisen beitragen.
5 Krisen, deren Entstehen und Bewältigung: Dieses Kapitel behandelt Phasenmodelle von Krisen, differenziert zwischen verschiedenen Krisenarten und stellt Ressourcen sowie Interventionsmöglichkeiten dar.
6 Wenn Krise zur Krankheit wird: Es wird erörtert, unter welchen Bedingungen Krisen in Traumafolgestörungen wie die akute Belastungsstörung, PTBS oder Depression münden können.
7 Fallbeispiel: Anhand von drei fiktiven Personen wird illustriert, wie unterschiedliche Sozialisationshintergründe zu variierenden Bewältigungsstrategien in einer Verkehrsunfallsituation führen.
8 Resümee und Ausblick: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Vernetzung sowie fachlichem und persönlichem Wissen für ProfessionistInnen in der Krisenintervention.
Krise, Krisenintervention, Sozialisation, Resilienz, Soziale Arbeit, Psychologie, Traumafolgestörungen, Posttraumatische Belastungsstörung, Akute Belastungsstörung, Ressourcen, Subjektwerdung, Lernmodelle, Fallbeispiel, Krisenbewältigung, Prävention
Die Arbeit beleuchtet das Zusammenspiel von Sozialisation, Sozialer Arbeit und Psychologie im Kontext von Krisen, deren Bewältigung und der potenziellen Entwicklung zu psychischen Krankheiten.
Die zentralen Felder umfassen Sozialisationstheorien, Resilienzforschung, Phasenmodelle der Krisenentwicklung sowie moderne Ansätze der Krisenintervention.
Das Ziel ist es darzulegen, wie Menschen aus unterschiedlichen sozialen Kontexten Krisen bewältigen und ab wann eine Krise das Potenzial hat, sich zu einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung zu entwickeln.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse von Fachliteratur und veranschaulicht die gewonnenen Erkenntnisse durch ein fiktives Fallbeispiel zur Subjektivität von Krisen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Sozialisationsprozesse, die Rolle der Resilienz, eine detaillierte Krisendefinition und das Vorgehen bei akuten Belastungsreaktionen sowie deren krankheitswertige Ausformungen.
Krise, Krisenintervention, Resilienz, Sozialisation, Traumafolgestörungen und Ressourcenmanagement sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Das BELLA-Modell nach Sonneck ist ein leicht verständliches und gut erinnerbares Interventionskonzept für die Praxis, das Schritte wie Beziehungsaufbau, Situationerfassung und Linderung der Symptomatik umfasst.
Die Reaktion hängt stark von ihren individuellen Ressourcen und der bisherigen Sozialisation ab; während Frau F. durch ihre Erfahrung handlungsfähig bleibt, zeigen Herr H. und Frau M. krisenhafte Überforderung und benötigen professionelle externe Hilfe.
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