Bachelorarbeit, 2019
46 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion
2.1 Vorstellungen von der Vorstellung
3 Die Fachliche Klärung
3.1 Der Argument-Begriff
3.1.1 Historische Verortung des Arguments
3.2 Argumentieren als wechselseitige Handlung
4 Die Erfassung von Schülerperspektiven
4.1 Schülervorstellungen zu einem Argument
4.2 Schülervorstellungen zum Argumentieren
5 Didaktische Strukturierung
5.1 Die Metapher
5.2 Argumentieren in der Schule
5.3 Transkript
5.4 Schlagzeilen und „Fake News“
5.5 Eristische Dialektik nach Schopenhauer
5.6 Argumentationspuzzle
5.7 Schlussfolgerung
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht mithilfe des Modells der Didaktischen Rekonstruktion, wie Schülervorstellungen zum Thema Argumentieren im Deutschunterricht produktiv genutzt werden können, um Lernhindernisse zu vermindern und einen authentischen Zugang zum Argumentieren zu fördern.
3.1 Der Argument-Begriff
In unserem Alltag werden wir ständig mit Argumenten konfrontiert. Jedes Argument, das uns begegnet, beginnen wir als gut, schlecht, stark oder schlüssig zu bewerten. Anhand der Bewertungen, wird häufig das menschliche Verhalten gemessen und zusammen mit dem menschlichen Handeln und der Vernunft in Verbindung gebracht. Doch wann ist ein Argument gut, schlecht, vernünftig oder unvernünftig? Wer trifft die Entscheidung über die Bewertung eines Arguments und an welche Normen ist gutes Argumentieren gebunden?
Zu Beginn der Begriffsdefinition lässt sich festmachen, dass der Begriff Argument etymologisch vom lateinischen argumentum abstammt und soviel wie erhellen und beweisen bedeutet, oder etwas das zur Erhellung und Veranschaulichung dient. Eine weitere Definition bestimmt das Argument als einen Rechtfertigungsgrund und beschreibt es als stichhaltig, plausibel oder schlagendes Argument. Zuzüglich versteht man unter einem Argument in der Sprachwissenschaft eine Abfolge von Aussagen, bestehend aus Schlussfolgerungen, wobei die Schlussfolgerungen durch bestimmte Annahmen gestützt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Argumentierens als Kompetenz und identifiziert die Kluft zwischen Alltagsvorstellungen und schulischen Anforderungen als zentrales Problem.
2 Das Modell der Didaktischen Rekonstruktion: Dieses Kapitel stellt das MDR als theoretischen Rahmen vor, um fachliches Lernen und lebensweltliche Schülervorstellungen wechselseitig aufeinander zu beziehen.
3 Die Fachliche Klärung: Es erfolgt eine fachwissenschaftliche Definition des Argumentationsbegriffs sowie eine historische Einordnung und Betrachtung des Argumentierens als wechselseitige Handlung.
4 Die Erfassung von Schülerperspektiven: Hier wird die empirische Untersuchung beschrieben, bei der Schülerzeichnungen genutzt wurden, um Kategorien für das Verständnis von Argumenten und Argumentieren zu bilden.
5 Didaktische Strukturierung: Dieses Hauptkapitel entwickelt konkrete Unterrichtsansätze, wie z.B. die Arbeit mit Metaphern, Transkripten, Eristischer Dialektik und dem Argumentationspuzzle.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein reflektierter Umgang mit Schülervorstellungen notwendig ist, um Argumentieren nicht als starres Schema, sondern als lebendige, kontextabhängige Kommunikationsform zu vermitteln.
Didaktische Rekonstruktion, Schülervorstellungen, Argumentation, Argumentieren, Deutschunterricht, Alltagsvorstellungen, Metaphern, Lernhindernisse, Eristische Dialektik, Argumentationskompetenz, qualitative Inhaltsanalyse, Lehr-Lern-Prozesse, Kommunikation, Sprachdidaktik, Perspektivenwechsel.
Die Arbeit untersucht, wie das Modell der Didaktischen Rekonstruktion dazu beitragen kann, den Deutschunterricht zum Thema Argumentieren effektiver und schülernäher zu gestalten.
Die Themenfelder umfassen die fachwissenschaftliche Klärung des Argumentationsbegriffs, die Erfassung und Kategorisierung von Schülervorstellungen sowie deren didaktische Nutzbarmachung.
Das Ziel ist es, Schülervorstellungen als Lernhilfe zu begreifen und durch den Abgleich mit fachwissenschaftlichen Erkenntnissen neue, produktive Vermittlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Es wird das Modell der Didaktischen Rekonstruktion angewandt, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse der von Schülern erstellten Zeichnungen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Grundlegung, der empirischen Erhebung der Schülerperspektiven und der praktischen didaktischen Strukturierung mittels verschiedener Methoden.
Wichtige Begriffe sind Didaktische Rekonstruktion, Argumentation, Schülervorstellungen, Metaphern und Argumentationskompetenz.
Metaphern wie „Argumentieren ist Krieg“ zeigen, wie stark Schülervorstellungen durch Alltagssprache und kulturelle Konzepte geprägt sind und wie diese das tatsächliche Lernverhalten beeinflussen.
Sie bietet einen interessanten Zugang, um Schülern die Strategien der Unredlichkeit im Disput bewusst zu machen, damit sie diese in echten Debatten erkennen und reflektieren können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

